Israel stürmt Schiffe

Israel hat das Feuer auf die Schiffe mit Hilfsgütern für Gaza eröffnet.
Bis zu 16 Menschen sollen getötet worden sein.
Wir haben bisher keinen Kontakt zu Matthias Jochheim (Stellvertretender Vorsitzender der IPPNW) oder Norman Paech (Beiratsmitglied der IPPNW).

Aus diesem Grund haben wir eine Pressekonferenz, die zur Bewertung der NPT-Konferenz in New York anberaumt war, für dieses Thema geöffnet.

Pressekonferenz: Heute 31. Mai 2010, 12 Uhr
pax christi, Bernard-Lichtenberg-Haus, Tagungsraum Erdgeschoss, Hedwigskirchgasse 3, 10117 Berlin (Französische Straße Ecke Hedwigskirchgasse)

Nur noch wenige Stunden bis Gaza

Ruhige See, die Sonne geht um fünf Uhr am wolkenlosen Himmel auf. Nach dem Frühstück wurde entschieden, dass unser Schiff Wasser und Diesel von unserem Versorgungsschiff aufnimmt und weiter nach Gaza fährt. Die drei schwedischen Passagiere, die wir in Famagusta aufgenommen haben, ein Parlamentarier, eine Ärtzin und der Schriftsteller Henning Mankel werden auf das schwedisch-griechische Frachtschiff gebracht. Wir wechseln auf die Marmara, wo Matthias Jochheim sich unter den ca. 600 Passagieren befindet, während zwei australische Journalisten und die US-amerikanische ehemalige Diplomatin Ann Wright auf die Challenger überwechseln. Nun sind alle Boote versammelt außer der Challenger II, deren technische Problme zu groß geworden sind und einen Hafen in Zypern zur Reparatur anlaufen wird und das irische Frachtschiff Rachel Corrie, das sich noch zwei bis drei Tage hinter uns befindet. Die Challenger II soll nach der Reparatur versuchen, die Rachel Corrie zu erreichen und dann gemeinsam als „zweite Welle“ die Blockade von Gaza zu durchbrechen. Weiterlesen

Flottille vereint

Die technischen Problemen mit der Challenger I wurden behoben. Das Schiff hat den Hafen von Famagusta in Nordzypern gestern gegen 17 Uhr verlassen. Mit an Bord sind die deutsche Delegation und drei neue Passagiere. Heute sind die Challenger I und die deutsche Delegation wieder zur Flotilla gestoßen.

Warten auf die Weiterfahrt

Die Challenger I liegt mit technischen Schwierigkeiten im Hafen von Famagusta, Nordzypern. Die Wasserpumpe ist defekt und auch die Steuerung hat durch die hohen Wellen Schaden erlitten. Mittlerweile wird das Brauchwasser knapp. Die türkische Regierung hat in Aussicht gestellt ein Speedboot zu schicken, das die Passagiere der Challenger I auf das türkische Schiff der Free-Gaza-Flottille bringen könnte. Mittlerweile haben italienische Abgeordnete aber unsere Vermutung bestätigt, dass die israelische Regierung schweren Druck auf die Türkei ausübt, uns nicht auslaufen zu lassen. Drei irische Abgeordnete, die in Famagusta auf das Schiff steigen wollten, sind daran gehindert worden und haben den Rückflug angetreten.

Das türkische Schiff ist sehr komfortabel und kann bis zu 1.000 Passagiere aufnehmen. Allerdings gibt es keinen Funkkontakt nach außen. Wir vermuten, dass Israel die Leitungen gekappt hat. Das Wetter ist ruhig und es ist heiß. Trotz aller Hindernisse sind wir weiterhin optimistisch, unser Ziel zu erreichen.