Unsere Waffen töten

Aktion Aufschrei. Stoppt den Waffenhandel

Am 26. Februar veranstaltete die „Aktion Aufschrei. Stoppt den Waffenhandel“ eine Kunstaktion vor dem Bundeskanzleramt. Die IPPNW gehört zu den Trägerorganisationen des Bündnisses.

Seit dem Jahre 2005 steht im Kanzlergarten die Skulptur einer „verknoteten Pistole“. Dabei handelt es sich um eine Kopie der Plastik „Non Violence“ des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd. Das Original ist wohl weltberühmt, denn es steht vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York. Bundeskanzler Gerhardt Schröder erhielt eine Kopie dieses Kunstwerks als Geschenk und so steht die Skulptur seitdem im Garten des Kanzleramts und ist ein Blickfang für Touristen, die bei einer Bootstour auf der Spree durch das Regierungsviertel schippern. Doch wofür genau steht die Skulptur eigentlich …? Ist das deutsche Bundeskanzleramt ein Ort, der ein solches Symbol verdient? Weiterlesen

Wege zur atomwaffenfreien Welt

"Wege zur atomwaffenfreien Welt" am 20. Februar 2013 in der Humboldt-Universität Berlin

„Wege zur atomwaffenfreien Welt“ am 20. Februar 2013 in der Humboldt-Universität Berlin

International ist eine Welt ohne Atomwaffen ein einvernehmlich erklärtes Ziel. Doch praktisch verstoßen alle Atommächte – die offiziellen und die inoffiziellen – durch permanente Aufrüstung gegen diese Bekundungen und entsprechende UN-Resolutionen. Was kann die Zivilgesellschaft also tun, um den Abrüstungsprozess voranzutreiben? Welche Hürden müssen überwunden und welche Schritte sollen gegangen werden? Diesen Fragen widmete sich gestern eine gut besuchte öffentliche Veranstaltung in Berlin. Ab heute tagt eine nukleare Abrüstungskonferenz für Diplomaten und Politiker aus aller Welt im Auswärtigen Amt zum gleichen Thema. Die IPPNW gehört als Teil des Bündnisses „Zukunft ohne Atomwaffen“ zu den Mitorganisatoren und Veranstaltern. Weiterlesen

Die Wahl zwischen wahnhaften Strategien: MAD, madder, maddest

Xanthe Hall, IPPNW-Referentin für Atomwaffen und Internationales

Xanthe Hall ist Abrüstungsreferentin der IPPNW Deutschland und Sprecherin der Kampagne “atomwaffenfrei.jetzt“

Das Setting für die Veröffentlichung des neuen Berichts der britischen IPPNW-Sektion Medact über „die wahnhafte Verkennung hinter der Politik der nuklearen Abschreckung“ (The Delusional Thinking behind a Policy of ‚Nuclear Deterrence’) war sehr passend. Zum ersten Mal befand ich mich in den hehren Hallen des britischen Oberhauses, dem „House of Lords“. Passend auch, da das Innere vom Londoner Wahrzeichen an der Themse so sehr von der englischen Realität abgeschnitten ist, dass man das Gefühl bekommt, in einem Film zu sein.

Sich im Haus zurechtzufinden ist eine Kunst für sich. An jeder Ecke im Labyrinth von Fluren stehen zwei Polizisten, die Auskünfte nur häppchenweise preisgeben: die Treppe hoch, Madam, dann links und dort noch einmal fragen; den Flur entlang bis zum Ende und dort erneut fragen usw. Fünf, sechs Mal frage ich die freundlichen Beamten, um Komiteeraum vier zu finden. Manchmal flitzen Männer im Frack über den Weg. Ich wäre wenig überrascht, wenn ich einem Elfen oder Professor Dumbledore begegnen würde. Weiterlesen