Wie ist es um die Menschenrechte in Europa bestellt?

17.9.2013, Veranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema "Wie ist es um die Menschenrechte in Europa bestellt?" in Berlin

17.9.2013, Veranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema „Wie ist es um die Menschenrechte in Europa bestellt?“ in Berlin

Darüber diskutierten der Pianist András Schiff, die Europa-Abgeordnete Barbara Lochbihler, der Publizist Paul Lendvai und Hugh Williamson auf einer Veranstaltung von IPPNW und Human Rights Watch in der Philharmonie im Rahmen des Musikfests Berlin.

Vor dieser Veranstaltung war ich der Meinung, dass es in Europa um die Menschenrechte sehr gut bestellt ist, vielleicht auch nur gut – aber auf jeden Fall besser als sonst irgendwo auf der Welt. Europa hat ja schließlich die Menschenrechtskonvention „zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten“. Weiterlesen

Syrien: Die „rote Linie“ ist erreicht!

Christoph Krämer, IPPNW-AK “Süd-Nord”

Christoph Krämer, IPPNW-Arbeitskreis „Süd-Nord“

Seit Wochen ertrage ich immer weniger das Verfolgen der Nachrichten und Fernsehbeiträge zu Syrien: Das ständige Drängen auf Krieg auf fast allen Kanälen – verbrämt mit einer Rhetorik, der man sich kaum entziehen kann, wenn man sie ohne beständige Abwehr auf sich einwirken lässt: Der massenhafte Mord an Männern, Frauen und Kindern verlange eine „klare Antwort“ der internationalen Gemeinschaft. Natürlich verlangt so ein Verbrechen, verlangt der Einsatz von Massenvernichtungsmitteln eine klare Antwort, und auch Konsequenzen – was denn sonst!
Entscheidend aber sind die Fragen, die in den Politiker-Statements nie diskutiert werden – und von den JournalistInnen, die diese Statements vielfach mit dramatischem Tremolo in der Stimme kolportieren, viel zu wenig: Hat der Einsatz von Giftgas tatsächlich stattgefunden? Vieles spricht dafür, sicher. Warum aber wurden zur Klärung dieser Frage UN-Inspektoren eingesetzt, wenn deren Antwort gar nicht erst abgewartet wird?

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Bittere Zeiten für Friedensaktivisten

Dr. Ahmed Saada, IPPNW-Vizepräsident für den Nahen Osten

Dr. Ahmed Saada, IPPNW-Vizepräsident für den Nahen Osten

Eine Einschätzung über die Situation hier bei uns in Ägypten zu geben ist nicht so einfach. Alles ändert sich ständig, täglich wird die Situation schlimmer. Hunderte von friedlichen Menschen sind in den vergangenen Wochen getötet worden, Tausende verletzt. Ich war selbst vor Ort, da meine Freunde und ich ein Feldlazarett aufbauten um Menschen zu behandeln und Leben zu retten. Meiner Meinung nach ist es den Muslimbrüdern nicht gelungen, die Situation seit der Revolution unter Kontrolle zu bringen. Ich glaube, dass sie viele schreckliche Fehler gemacht haben, aber sie sind keine Verräter. Sie hatten das Wohl des Landes im Sinn, aber auch ihren eigenen Vorteil. Was jetzt passiert ist, ist ein Militärputsch und zwar ein blutiger.

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