Bundeswehr verträgt die Wahrheit nicht

Büchel65: Blockade am 2. April 2015. Foto: www.buechel-atomwaffenfrei.de

Büchel65: Eine „Geburtstagsblockade“ am 2. April 2015. Foto: www.buechel-atomwaffenfrei.de

„Hier auf dem Fliegerhorst Büchel üben deutsche Soldaten, auf NATO-Befehl US-Atombomben ins Ziel zu fliegen und abzuwerfen. Das ist verfassungswidrig und gegen das Völkerrecht! Wir leisten Widerstand!“

Seit gestern nachmittag steht dieser Text auf einem großen Transparent an der Bundesstraße 259 nahe der Einfahrt zum Haupttor des Fliegerhorsts. Im Rahmen von büchel65 wurde es am Rande des Mahnwachenplatzes aufgestellt. Es soll daran erinnern, welches Unrecht hier täglich praktiziert wird. Die meisten Beschäftigten auf diesem Fliegerhorst müssen morgens und abends an diesem Transparent vorbei und sollten zum Nachdenken ermuntert werden. Auch die vorbeifahrende Autofahrer wollten wir aufmerksam machen. Über den Inhalt dieses Transparentes beschwerte sich die Bundeswehr umgehend und machte Druck auf die Eigentümerin des Mahnwachenplatzes und die Polizei, so dass diese einen formalen Grund hatten, das Transparent wieder entfernen zu lassen. Wir werden es jetzt jeden Morgen am Haupteingang zeigen. Weiterlesen

Büchel 65 – ein erster Bericht

Büchel65. Foto: atomwaffenfrei.jetzt

Büchel65. Foto: atomwaffenfrei.jetzt

Seit dem 26. März 2015 kommen Gruppen aus verschiedenen Städten und Gemeinden – darunter auch Freundeskreise, eine Geburtstagstafel und eine Gottesdienstgruppe – in die südliche Eifel, um vor dem Eingang zu Deutschlands bislang einzigem Atomwaffenstandort störend mit vielfältigen Aktionen des zivilen Ungehorsams präsent zu sein. Die Bereithaltung von Atomwaffen und die Androhung ihres Einsatzes sind ein Unrecht!

Das Datum der erfolgreichen Auftaktblockade wurde bewusst zur Erinnerung an den fünften Jahrestag des Bundestagsbeschlusses zum atomwaffenfreien Deutschland, gewählt. Dieser Beschluss wurde bisher von allen Bundesregierungen ignoriert. Politischen Druck, über Demonstrationen, Mahnwachen und legale Aktionen hinaus gegebenenfalls juristische Konsequenzen mitzutragen, ist angesichts der sich zuspitzenden militärischen Lage das Gebot der Stunde. Erst vor kurzem wurde die berühmte Doomsday Clock der internationalen Atomwissenschaftler auf drei Minuten vor zwölf vorgestellt. Weiterlesen

12 Wochen im „Heiligen Land“

Prozession am Palmsonntag, mit Tausenden, die vom Ölberg herunter zum Löwentor nach Jerusalem pilgern.

Prozession am Palmsonntag, mit Tausenden, die vom Ölberg herunter zum Löwentor nach Jerusalem pilgern. Foto: Monika Schwarzenböck

Seit Anfang Februar bin ich (im normalen Leben Pastoralreferentin in der Klinikseelsorge) in Palästina, im Dorf Qubeibah-Emmaus, ca 12 km von Jerusalem entfernt. Ich habe hier 10 Wochen als Volontärin in einem Pflegeheim für gehandicapte, oft psychisch erkrankte und alte Frauen mitgearbeitet, und war in meiner Freizeit  viel in den erreichbaren Orten der Westbank und in Jerusalem  unterwegs, zu Fuß oder mit den öffentlichen Kleinbussen. Das ist auf Zeit ein Leben als Grenzgänger. Weiterlesen