Die Doppelmoral der Regierung

Fotos von Jakob Huber/Campact, CC BY-SA 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Foto: Jakob Huber/Campact, CC BY-SA 2.0, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0

Hohe Zäune, Stacheldraht, Schießbefehle, Ausreisesperren, biometrische Pässe, Blockierung der Grenzen durch aufgerüstetes Militär und Soldaten, Internierungslager, Einsperren von Menschen, die ihr Land verlassen wollen – bis in den 80er Jahren eine im Westen zu Recht kritisierte blutige Praxis osteuropäischer Staaten, die glücklicherweise dann an den eigenen Widersprüchen in sich zusammenbrach. Es waren die Menschen selbst, die dieses unfreie Kontrollregime über die eigenen Bürger zu Fall brachten.

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Tödliche Geschäfte

Protestkundgebung der Berliner Initiative „Legt den Leo an die Kette“ und des Bündnisses „Aktion Aufschrei“ vor der Rheinmetall-Hauptversammlung am 8.5.2018, Foto: Uwe Hiksch

“Dirty Profits – Unser Geld für Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete”, so heißt die im Juli veröffentlichte Studie von Facing Finance und Urgewald. Gemeinsam sind beide Organisationen der Frage nachgegangen, in wie weit deutsche Banken in die Finanzierung der Rüstungsindustrie involviert sind und wie wir als Kund*innen das Geschäft mit dem Tod unterstützen. Deutsche Banken und Investoren haben unbeeindruckt von Tod, Flucht und Vertreibung in aktuellen Kriegsgebieten, alleine in den vergangenen drei Jahren, hohe Geldsummen in Rüstungskonzerne investiert, die den Nahen und Mittleren Osten massiv aufrüsten und insbesondere den Krieg im Jemen befeuern. Weiterlesen

Trostenez in Belarus: Ein europäischer Erinnerungsort gegen den Krieg

Die künstlerisch gestalteten Koffer am Platz der Hoffnung lassen die Situation bei der Ankunft der Deportierten erahnen. Das Mahnmal „Der Weg des Todes“ führt durch stilisierte Eisenbahnwaggons über eine Strecke von etwa 800 Metern zu 34 Massengräbern. Foto: IBB Dortmund – Mechthild vom Büchel

Seit 10 Jahren haben wir im Auftrag der NGO Heimstatt-Tschernobyl e.V. Reisen nach Weißrussland (Belarus), unser unbekanntes europäisches Nachbarland gemacht. Dort wurden mit Hilfe von Freiwilligen aus Deutschland und Belarus zwei Dörfer für Familien aus der Tschernobylregion im unverstrahlten Norden des Landes errichtet. In beiden Dörfern standen wir beim Bau medizinischer Ambulanzen beratend zur Seite und trugen mit Vorträgen zu medizinischen Alltagsthemen zur Gesundheitsbildung der Bevölkerung bei. Weiterlesen