Tödliche Geschäfte

Protestkundgebung der Berliner Initiative „Legt den Leo an die Kette“ und des Bündnisses „Aktion Aufschrei“ vor der Rheinmetall-Hauptversammlung am 8.5.2018, Foto: Uwe Hiksch

“Dirty Profits – Unser Geld für Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete”, so heißt die im Juli veröffentlichte Studie von Facing Finance und Urgewald. Gemeinsam sind beide Organisationen der Frage nachgegangen, in wie weit deutsche Banken in die Finanzierung der Rüstungsindustrie involviert sind und wie wir als Kund*innen das Geschäft mit dem Tod unterstützen. Deutsche Banken und Investoren haben unbeeindruckt von Tod, Flucht und Vertreibung in aktuellen Kriegsgebieten, alleine in den vergangenen drei Jahren, hohe Geldsummen in Rüstungskonzerne investiert, die den Nahen und Mittleren Osten massiv aufrüsten und insbesondere den Krieg im Jemen befeuern. Weiterlesen

Trostenez in Belarus: Ein europäischer Erinnerungsort gegen den Krieg

Die künstlerisch gestalteten Koffer am Platz der Hoffnung lassen die Situation bei der Ankunft der Deportierten erahnen. Das Mahnmal „Der Weg des Todes“ führt durch stilisierte Eisenbahnwaggons über eine Strecke von etwa 800 Metern zu 34 Massengräbern. Foto: IBB Dortmund – Mechthild vom Büchel

Seit 10 Jahren haben wir im Auftrag der NGO Heimstatt-Tschernobyl e.V. Reisen nach Weißrussland (Belarus), unser unbekanntes europäisches Nachbarland gemacht. Dort wurden mit Hilfe von Freiwilligen aus Deutschland und Belarus zwei Dörfer für Familien aus der Tschernobylregion im unverstrahlten Norden des Landes errichtet. In beiden Dörfern standen wir beim Bau medizinischer Ambulanzen beratend zur Seite und trugen mit Vorträgen zu medizinischen Alltagsthemen zur Gesundheitsbildung der Bevölkerung bei. Weiterlesen

Schließt die Air Base Ramstein, öffnet eure Herzen!

IPPNW-Ärztin im Dienst bei der Ramstein-Demonstration, Foto: IPPNW

Protestwoche gegen eine Drehscheibe der globalen Kriegsführung

Vom 23. Juni 2018 bis zum Abschluss der Ramstein-Aktionswoche am 30. Juni 2018 fand in diesem Jahr erneut eine Aktionswoche in der Region statt, die außerhalb der USA die größte Konzentration von US-Truppen aufweist. Zehntausende von Armee-Angehörigen sind auf mehreren Luftwaffenstützpunkten und Unterstützungseinrichtungen stationiert, wie z.B. auch dem US-Militärhospital. Diese „Military Community“ drückt der Region ihren unübersehbaren Stempel auf, und ist ein nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor in der sonst überwiegend agrarisch geprägten Pfalz.
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Die IPPNW-Woche in Büchel

Aktion vor dem Haupttor im Rahmen der IPPNW/ICAN-Protestwoche in Büchel 2018, Foto: Carsten Orth

Bei den Tagen der Aufklärung im Rahmen der IPPNW-Protestwoche in Büchel schwärmten IPPNW-Ärzt*innen mit Informationsmaterial in die Kleinstädte Kaisersesch, Ulmen und Brauheck aus, dort, wo viele Beschäftigte mit ihren Familien wohnen. Nicht wenige Menschen konnten wir in Gespräche verwickeln. Dabei stellte sich heraus, dass viele den Abzug der Atomwaffen durchaus befürworten, aber skeptisch sind, ob er überhaupt durchsetzbar ist. „Die da oben machen doch das, was sie nur wollen“ oder „Wir können doch nichts machen“ war eine häufige Reaktion. Nur wenige befürworten die Existenz von Atomwaffen in Büchel. Einige freuten sich, dass wir vor Ort präsent sind. Aber gemeinsam vor dem Haupttor zu demonstrieren, wagen nur die wenigsten aus der Region. Weiterlesen