Trinationale Menschenkette Aachen-Tihange-Doel

Aachener Gruppe mit IPPNW-Mitgliedern, die sich an der Menschenkette von Aachen nach Tihange beteiligt hat, Foto: IPPNW

Streckenabschnitt Engis, Belgien
Bericht von Odette Klepper

Am 25. Juni 2017 zeigten 50.000 Menschen auf 90 Kilometern ihren Widerstand gegen Atomkraft und für das Ziel der erneuerbare Energien in den drei Ländern Belgien, Niederlande und Deutschland. Familien mit Kindern und Enkelkindern, AtomkraftgegenerInnen bunt in der Ausstattung mit Fahnen, Trommeln und Musik aus drei europäischen Ländern protestierten gegen die tödliche Atomkraft und für den sofortigen Atomausstieg, der europaweit durchgesetzt werden muss. Weiterlesen

Die IPPNW auf der Euregio Wirtschaftsschau

Die IPPNW Aachen auf der Euregio Wirtschaftsschau 2017. Foto: Jörg Schellenberg

Die IPPNW Aachen auf der Euregio Wirtschaftsschau 2017. Foto: Jörg Schellenberg

Es war schon beim Aufbau spannend, welche Reaktionen wir auf einem Stand zur Menschenkette von Aachen nach Tihange am 25. Juni 2017 bei der Euregio Wirtschaftsschau erleben würden. Auf einem riesigen Logo-Banner von 4 x 2,8 Metern warben die Organisatoren des Aachener Aktionsbündnises gegen Atomenergie, die IPPNW und eine Radioaktivitätsmessgruppe für die große Herausforderung einer Menschenkette von Thiange über Lüttich und Maastricht nach Aachen – eine Gesamtstrecke von 90 km. Geschätzte 60.000 Teilnehmer sind dafür zu aktivieren. Weiterlesen

Sechs Jahre Fukushima: Die Atomkatastrophe besteht fort

Arbeiten am AKW Fukushima, November 2016. Foto: TEPCO, http://photo.tepco.co.jp

Arbeiten am AKW Fukushima, November 2016. Foto: TEPCO, http://photo.tepco.co.jp

Sechs Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit den Folgen. Die havarierten Atomreaktoren des AKW Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im inneren der Reaktorkerne wurden kürzlich so hohe Strahlenwerte gemessen, dass ein Mensch nach wenigen Minuten sterben würde. Auch Roboter können in den hoch verstrahlten Reaktoren nicht arbeiten. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird, ähnlich wie in Tschernobyl, vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, sodass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis oder Stürmen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen. Weiterlesen

Rohstoffe, Politik und Menschenrechte

Rohstoffkonferenz 01.-02.07.2016 im Bundestag. Foto: Uwe Hiksch, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

Rohstoffkonferenz im Juli 2016 im Bundestag. Foto: Uwe Hiksch, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

„Rohstoffe, Politik und Menschenrechte“ hieß eine Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Bundestagsfraktion „Die Linke“ am 1. und 2. Juli 2016 in Berlin. Während des Eröffnungsvortrages „Vereinbarkeit von Menschenrechten und deutscher bzw. europäischer Rohstoffpolitik“ erläuterte Claudia Müller-Hoff vom European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) den bedeutenden Unterschied zwischen CSR – Corporate Social Responsibility und der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. CSR bedeutet, dass aus unternehmerischem Handeln, das gegen Menschenrechte verstoße, keinerlei rechtliche Pflichten abgeleitet werden könnten. Es bestehe lediglich eine Verantwortung, die zum einen optional sei und dem handelnden Unternehmen zum anderen allenfalls als Richtlinie diene. Aus menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten hingegen könne eine Rechtspflicht erwachsen, für die das widerrechtlich handelnde Unternehmen haftbar gemacht werden könne. Dieser entscheidende Unterschied verleitet Unternehmen und Politik, Sorgfaltspflichten in internationalen Verträgen nicht zu kodifizieren. Weiterlesen