Die IPPNW auf der Euregio Wirtschaftsschau

IPPNW auf der Euregio Wirtschaftsschau 17.03.17 - 26.03.17

IPPNW – Regionalgruppe Aachen, Foto: IPPNW

Es war schon beim Aufbau spannend, welche Reaktionen wir auf einem Stand zur Menschenkette von Aachen nach Tihange am 25. Juni 2017 bei der Euregio Wirtschaftsschau erleben würden. Auf einem riesigen Logo-Banner von 4 x 2,8 Metern warben die Organisatoren des Aachener Aktionsbündnises gegen Atomenergie, die IPPNW und eine Radioaktivitätsmessgruppe für die große Herausforderung einer Menschenkette von Thiange über Lüttich und Maastricht nach Aachen – eine Gesamtstrecke von 90 km. Geschätzte 60.000 Teilnehmer sind dafür zu aktivieren.

Es gibt schon Erfahrungen mit größeren Ketten, aber uns allen war bewusst, dass noch viel zu motivieren, aufzuklären und zu organisieren bleibt. Während der zehntägigen Aktion, von 10 bis 18 Uhr täglich, begegneten uns doch sehr unterschiedlich informierte, interessierte und motivierte Menschen. Ein breites Spektrum, und damit auch unterschiedliche Kontakte. Vom Plakettensammeln bis zu Fachdiskussionen über die technischen, medizinischen, politischen und sozialen Komponenten der Gefahr aus Tihange. Dazu gab es Informationen auf laminierten Infotafeln, Laptopsequenzen und Einsicht in Broschüren, Fachgutachten von der Bundesanstalt für Strahlenschutz bis hin zur Strahlenschutzkommission, Risikoanalyse Bevölkerungsschutz der Bundesregierung, Gutachten des Wiener Instituts für Sicherheits und Risikowissenschaften zu möglichen Auswirkungen eines Versagens des Reaktordruckbehälters in Tihange 2 und nicht zuletzt den IPPNW Bericht „30 Jahre Leben mit Tschernobyl – 5 Jahre Leben mit Fukushima“.

Die Idee, endlich aus drei beteiligten Nationen etwas Wirksames zu organisieren, war gut vermittelbar. Jedoch entstand immer wieder bei unseren Vorträgen in Belgien der Eindruck der „deutschen Besserwisserei“. Der Stand lag in der dritten Halle strategisch günstig. Bis zu 10.000 Besucher täglich kamen zur Messe. In wenigen Tagen waren 5.000 Autoaufkleber verteilt, sowie viele Plakate, Flyer und Infoblätter über Jodtabletten. Einige ließen sich dazu bewegen, zumindest Flyer oder Postkarten mitzunehmen, für Nachbarn und Freunde, wenn man sich selbst nicht dazu durchringen konnte. Es gab die Möglichkeit, sich anzumelden – einzeln oder als Gruppe, um die Organisation zu erleichtern.

Benno Peters

IPPNW Aachen

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