Human Rights, Future Generations & Crimes in the Nuclear Age

Konferenz "Human Rights, Future Generations & Crimes in the Nuclear Age" in Basel 2017, Foto: Günter Baitsch

Konferenz „Human Rights, Future Generations & Crimes in the Nuclear Age“ in Basel 2017, Foto: Günter Baitsch

Die IPPNW, IALANA, uranium-network.org und CIDCE organisierten vom 14. bis 17. September 2017 in Basel die Konferenz Human Rights, Future Generations & Crimes in the Nuclear Age. Hier trafen ÄrztInnen, AnwältInnen, WissenschaftlerInnen und AktivistInnen aufeinander; mit dabei waren auch unsere Gäste Anthony Lyamunda und Wilbert Mahundi aus Tanzania, sowie Almoustapha Alhacen aus Niger.

Es ging einerseits um die Gefahren von Atomwaffen, mögliche Einsatzmomente und ihre Abschaffung. Andererseits wurden die oft verharmlosten Risiken radioaktiver Strahlung, insbesondere der sogenannten „Niedrigstrahlung“ mittels wissenschaftlicher Untersuchungen dargelegt. Sowohl die Atomkraft als auch die Nutzung von Atomwaffen ist angesichts der inzwischen hinreichend belegten und bekannten Gefahren eine massive Menschenrechtsverletzung und damit kriminell. Eine Delegation aus Japan berichtete eindrücklich von den Folgeereignissen der Reaktorkatastrophe in Fukushima, über verschleppte Entschädigungszahlungen und Gerichtsprozesse der Betroffenen. Dass auch der Uranbergbau als Beginn der Brennstoffkette mit schweren Schäden für Gesundheit und Umwelt einhergeht, machten Berichte aus Niger deutlich.

Besonderes Thema waren die Rechte zukünftiger Generationen: Diese werden sich, wie sich bereits jetzt andeutet, mit den „Abfällen“ der Atomwirtschaft auseinandersetzen müssen und dabei feststellen, dass ihre Vorfahren ihre Möglichkeiten durch die Atomnutzung beschnitten und ihre Rechte verletzt haben. Das Konzept der Rechte zukünftiger Generationen ist im deutschen juristischen und politischen System nicht verankert.

Tatsächlich konnten im Rahmen der Konferenz einige neue Ansatzpunkte gefunden werden. Besonders wichtig ist, dass die Teilnehmenden ihre verschiedenen Perspektiven künftig besser zusammenbringen wollen, zum Beispiel in Hinblick auf Entschädigungsforderungen von ehemaligen BergarbeiterInnen.

Auf der Webseite finden sich fast alle digitalen Präsentationen zum Download. Die Themen reichen von Radioaktivität und deren Gesundheitsauswirkungen, Menschenrechten in der Atomindustrie, Lagerung von Atommüll zu neuesten Erkenntnissen zum Unfall in Fukushima. Auch gibt es eine gemeinsame Deklaration.

Basel Declaration on human rights and trans-generational crimes resulting from nuclear weapons and nuclear energy

Günter Wippel ist für das Uranium Network aktiv und besuchte in Basel die Konferenz „Human Rights, Future Generations & Crimes in the Nuclear Age.“

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