A Journey to the Light – Intensive Diskussionen der Studierenden auf dem Weltkongress York

Von Faslane nach York: Studierende setzten radelnd ein Zeichen für den Frieden / August 2017, Faslane. Foto: IPPNW

Von Faslane nach York: Studierende setzten radelnd ein Zeichen für den Frieden / August 2017, Faslane. Foto: IPPNW

Am Wochenende vom 2. und 3. September 2017 fand die Internationale Studierendenkonferenz der IPPNW an der Universität York mit TeilnehmerInnen aus zwölf Ländern statt. Einige Mitglieder der deutschen Delegation reisten bereits am Freitag an und bezogen die Unterkunft in einem ehemaligen Kloster.

Der erste Höhepunkt der Konferenz war die Ankunft der Teilnehmer der IPPNW-Radtour, die von einem internationalen Empfangskomitee am Samstagabend begrüßt wurden. Die 13 Studierenden und ÄrztInnen aus Indien, Pakistan, Nepal, Russland, Kenia, Nicaragua und Deutschland waren in der vorangegangenen Woche unter dem Motto „A Journey from Darkness to Light“ vom schottischen Faslane aus Richtung York aufgebrochen. Täglich bis zu 100 km hinter sich lassend, hatten sie sich auf ihrem Weg mit PolitikerInnen und Interessierten zu Gesprächen und Diskussionen und natürlich zum Tee getroffen.

Nach einem deftigen Abendessen, einigen Pints Bier und einer Mütze Schlaf starteten wir am nächsten Morgen mit einer Begrüßung durch die zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Internationalen Studierendenvertretenden (ISR) Aino Ritva Weyers und Bimal Khadka. Am Vormittag folgten Veranstaltungen zu „Hibakusha Weltweit“ und „Medical Peace Work (MPW)„. Lilian Tashiro und Kanyiri Clement Komu gaben uns einen Einblick in den Uranabbau und das Engagement einer Hiroshima-Überlebenden. Franca Brüggen, Ricarda Münch und Kilian Runte diskutierten mit uns die Vorteile und Gefahren von MPW auf dem offenen Meer.

Nach der Mittagspause wurden die neuen ISR gewählt. Zur Wahl stellten sich Fatema Shabbir Merchant aus Indien, Franca Brüggen aus Deutschland und Kelvin Kibet aus Kenia. Fatema ließ viele Ideen für zukünftiges Fundraising in ihre Vorstellungsrede mit einfließen. Franca betonte die Notwendigkeit der Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der IPPNW und Kelvin appellierte in seiner spontanen Rede an unser aller Engagement auch und besonders nachdem die Konferenz vorüber sein würde. Aufgrund eines Unentschiedens im ersten Wahlgang standen erst in der zweiten Wahlrunde unsere neuen ISR 2017-2019 fest: Franca Brüggen und Kelvin Kibet – Herzlichen Glückwunsch!

Im Anschluss hörten wir die Delegation aus Japan, bestehend aus Naoko Uchida, Asuka Nishigaki, Ayako Kawatake, sowie die indischen Vertreter Aneesh Maini und Ruchita Raika zu den Aktivitäten der IPPNW-Studenten im panasiatischen Raum und zum Vorhaben, die Mitarbeit weniger aktiver Länder zu stärken.
Kelvin Kibet gab einen Ausblick, wie er in den nächsten zwei Jahren in seiner Funktion als ISR agieren möchte und erarbeitete mit uns, wie das Engagement der Studenten in den nächsten Jahren gefördert werden kann. Zum Abschluss stellten Lotta Plomp und Anna Nakamura in einem Gastbeitrag das Projekt „ReCap Palästina“ mit ihrem Reisebericht vor. Mit Hilfe des von der IPPNW Deutschland geförderten Projekts konnten sie und einige andere Studierende im August aus erster Hand erfahren, wie das Leben in Palästina unter israelischer Siedlungspolitik aussieht.

Im Rahmen der Konferenz wurden Aino-Ritva Weyers und Ajinkya Kale in einer Themensendung des BBC-York Radios interviewt:  (Beginn bei ca. 1h 12min, noch bis zum 03.10.2017 abrufbar).

Vielen Dank an alle Vortragenden und Teilnehmenden für die inspirierenden Beiträge und Gespräche.

Elisa Wittmack ist IPPNW-Studierende und besuchte den Weltkongress in York.

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