Haltung oder Enthaltung – das ist hier die Frage

"Haltung oder Enthaltung?" Veranstaltung am 29. August 2018 in Berlin

„Haltung oder Enthaltung?“ Veranstaltung am 29. August 2018 in Berlin

Haltung oder Enthaltung? Das war die Frage und der Titel einer Veranstaltung am 29. August 2018 in Berlin zu Deutschlands Profil im UN-Sicherheitsrat. Zum sechsten Mal wurde Deutschland bei der Generalversammlung ein zweijähriger Sitz im UN-Sicherheitsrat zugesichert, der im Januar 2019 beginnt. Insgesamt bekam die Bundesregierung 184 von insgesamt 190 Stimmen. Belgien, Südafrika, die Dominikanische Republik und Indonesien werden die verbleibenden nicht dauerhaften Plätze im Sicherheitsrat einnehmen. Weiterlesen

Brücken bauen und Klüfte überwinden

Internationales Western Balkan Meeting, Mazedonien 2018

Internationales Western Balkan Meeting der IPPNW in Mazedonien 2018, Foto: IPPNW

Seit dem Jahr 1995 werden Medizinstudenten aus den verschiedenen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens im Rahmen des IPPNW-Programms „Bridges of Understanding“ nach Würzburg eingeladen, um dort eine einmonatige Famulatur in der Missionsärztlichen Klinik/Juliusspital (Klinikum Würzburg Mitte) abzuleisten. Sie arbeiten in den verschiedenen Fachbereichen, wohnen gemeinsam im Haus St. Michael in der Nähe des Krankenhauses und werden von IPPNW-Medizinstudierenden betreut. Alljährlich findet zudem ein Netzwerk-Treffen auf dem Balkan statt. In diesem Jahr trafen sich die TeilnehmerInnen vom 11.-13. Mai 2018 in Mavrovo-Nationalpark in Mazedonien. Ein Wochenende lang wurde diskutiert, es wurden Freundschaften gepflegt und Kontakte geknüpft. Eingeladen waren die ehemaligen und zukünftigen Teilnehmer des Programms sowie die regionalen IPPNW-Mitglieder, deutsche Mitglieder der IPPNW und der Regionalgruppe Würzburg. Weiterlesen

Die Doppelmoral der Regierung

Fotos von Jakob Huber/Campact, CC BY-SA 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Foto: Jakob Huber/Campact, CC BY-SA 2.0, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0

Hohe Zäune, Stacheldraht, Schießbefehle, Ausreisesperren, biometrische Pässe, Blockierung der Grenzen durch aufgerüstetes Militär und Soldaten, Internierungslager, Einsperren von Menschen, die ihr Land verlassen wollen – bis in den 80er Jahren eine im Westen zu Recht kritisierte blutige Praxis osteuropäischer Staaten, die glücklicherweise dann an den eigenen Widersprüchen in sich zusammenbrach. Es waren die Menschen selbst, die dieses unfreie Kontrollregime über die eigenen Bürger zu Fall brachten.

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Tödliche Geschäfte

Protestkundgebung der Berliner Initiative „Legt den Leo an die Kette“ und des Bündnisses „Aktion Aufschrei“ vor der Rheinmetall-Hauptversammlung am 8.5.2018, Foto: Uwe Hiksch

“Dirty Profits – Unser Geld für Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete”, so heißt die im Juli veröffentlichte Studie von Facing Finance und Urgewald. Gemeinsam sind beide Organisationen der Frage nachgegangen, in wie weit deutsche Banken in die Finanzierung der Rüstungsindustrie involviert sind und wie wir als Kund*innen das Geschäft mit dem Tod unterstützen. Deutsche Banken und Investoren haben unbeeindruckt von Tod, Flucht und Vertreibung in aktuellen Kriegsgebieten, alleine in den vergangenen drei Jahren, hohe Geldsummen in Rüstungskonzerne investiert, die den Nahen und Mittleren Osten massiv aufrüsten und insbesondere den Krieg im Jemen befeuern. Weiterlesen