Aktivisten setzen ein Zeichen gegen Atomwaffen und besetzen Atomwaffenbunker in Büchel

Aktivisten bereiten sich vor, den Fliegerhorst in Büchel, Deutschland zu betreten, um ein Zeichen gegen die dortige Stationierung von US-Atomwaffen zu setzen. V.l.n.r.: Bonnie Urfer, Steve Baggarly, Susan Crane, John LaForge und Gerd Buentzly. (Foto: Ralph Hutchison)

Eine internationale Gruppe von fünf Friedensaktivisten ist in der Nacht von Montag, den 17. Juli 2017 weit in den Fliegerhorst Büchel eingedrungen. Zum ersten Mal in der 21-jährigen Geschichte der Proteste gegen die dort stationierten US-amerikanischen thermonuklearen B61-Bomben, sind die Aktivisten auf einen der großen Bunker für Atomwaffen gestiegen. Nachdem sie zwei Außenzäune sowie anschließend zwei weitere Zäune aufgeschnitten hatten, die um den großen, mit Erde bedeckten Bunker stehen, saßen die fünf Aktivisten über eine Stunde unentdeckt auf dem Bunker. Weiterlesen

Russland soll sich den Verhandlungen zum Atomwaffen-Verbotsvertrag anschließen

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Die Delegation in Moskau, Foto: IPPNW

Angesichts der jahrzehntelang währenden Blockadehaltung der beiden größten und stärksten Atommächte USA und Russland, Atomwaffen abzurüsten, besuchte eine international besetzte IPPNW-Ärztedelegation ihre IPPNW- Partnerorganisation in Moskau und nahm an einem Symposium zum Thema  „Gemeinsame Sicherheit“ teil. Organisiert wurde die Reise von der europäischen Vizepräsidentin Dr. med. Angelika Claußen und der finnischen IPPNW-Sektion in Zusammenarbeit mit der russischen IPPNW und dem russischen Pugwash-Komitee. Die US-amerikanischen und russischen IPPNW-Co-Präsidenten forderten in einem Brief an den russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew, dass Russland sich an den im März beginnenden Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot beteiligen und dabei eine Führungsrolle übernehmen solle. Weiterlesen

Unser Rezept gegen die Bombe: Atomwaffen verbieten

IPPNW-Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende bei den Protestaktionen gegen die am Fliegerhorst Büchel stationierten Atomwaffen, Foto: IPPNW

IPPNW-Ärztinnen, -Ärzte und Medizinstudierende bei den Protestaktionen gegen die am Fliegerhorst Büchel stationierten Atomwaffen, Foto: IPPNW

Am Wochenende ist die IPPNW-Protestwoche gegen Atomwaffen in Büchel zu Ende gegangen. Insgesamt haben mehr als 70 Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende der IPPNW an verschiedenen Aktionen teilgenommen. Sie machten vor dem Tor des Atomwaffenstützpunkts in der Eifel deutlich, dass das einzige ärztliche Rezept gegen die Bombe ein Atomwaffenverbot ist. Die Existenz von Atomwaffen ist ein Unrecht. Dagegen richtet sich unser ärztlicher Widerstand. Ein Widerstand, der notwendig ist, um weiteren Schaden für Mensch, Umwelt und unserer Gesellschaft abzuwenden. Denn Atomwaffen bedrohen die Gesundheit von Menschen, die Sicherheit unserer Gesellschaften und den Frieden auf unserem Planeten. Sie verschärfen die Krisen, die unser Planet zur Zeit durchmachen muss. Das haben wir mit unserer Dauerpräsenz in dieser Woche deutlich gemacht. Weiterlesen

Mit ICAN bei der OEWG in Genf

Die Open-ended Working Group der UN in Genf: Österreich begrüßt die erste Diskussion über Schlüsselaspekte eines Verbotsvertrags, 13. Mai 2016, Foto: IPPNW

Die Open-ended Working Group der UN in Genf: Österreich begrüßt die erste Diskussion über Schlüsselaspekte eines Verbotsvertrags, 13. Mai 2016, Foto: IPPNW

Nachdem René und ich vom 23.-25. April 2016 an der Nukipedia Spring Academy in Berlin teilgenommen hatten, hatten wir eine knappe Woche später die Gelegenheit, nach Genf zum ICAN-Campaigner-Treffen und zu den ersten Tagen der zweiten Phase der Open-Ended Working Group in die UN zu fahren. Vor dem Wochenende in Berlin hatte ich wenig Ahnung von Atomwaffen und ICAN, der „Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen“ gehabt, was sich damit jedoch änderte.

Beim ICAN-Campaigner-Treffen wurden viele Informationen von den Campaignern aus aller Welt ausgetauscht sowie Argumente und Informationen über das Atomwaffenverbot vertieft. Die Begegnungen mit den engagierten jungen Leuten bei ICAN beeindruckten mich sehr. Mit wie viel Energie und besonders auch Professionalität sie sich für ihr Ziel einsetzen! Weiterlesen