Die Bayrische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte stellt sich vor

IPPNW-ÄrztInnen überreichen die Petition "Keine Abschiebungen nach Afghanistan!" Foto: IPPNW

IPPNW-ÄrztInnen überreichen die Petition „Keine Abschiebungen nach Afghanistan!“ Foto: IPPNW

Die Bayrische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte (BÄFR) wurde nach einer Besichtigung der Erstaufnahmeeinrichtung Bayernkaserne in München im Sommer 2013 gegründet, wo wir uns über die Lebensverhältnisse der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) informierten. Sowohl deren Unterbringung als auch das Verfahren zur Alterseinschätzung waren skandalös. Bei ihrem Ankommen in München wurden viele junge Flüchtlinge älter als 18 Jahre gemacht – was zur Folge hatte, dass sie kein Anrecht auf Leistungen der Jugendhilfe hatten. Verbesserung der Lebenssituation der UMF, Kritik der gängigen Praxis der Alterseinschätzung und Aufzeigen von Alternativen waren danach unsere Themen. Weiterlesen

Solidarität mit Griechenland: Ein Besuch im Gesundheitszentrum Charakas

Gesundheitszentrum Charakas, Kreta. Foto: Ingeborg Oster

Gesundheitszentrum Charakas, Kreta. Foto: Bernhard Liebich

76 Jahre nach dem Überfall der deutschen Nazis auf Kreta am 20. Mai 1941 haben wir – Dr. Ingrid Seyfarth-Metzger (IPPNW) und Dr. Ingeborg Oster (VDÄÄ und IPPNW) – die Ortschaft Charakas auf Kreta besucht, in der während der Nazi-Besatzung zehn Menschen ermordet wurden. Wir hatten 2016 eine Spendenaktion für das Gesundheitszentrum Charakas ins Leben gerufen und sie in diesen historischen Zusammenhang gestellt. Außerdem sehen wir die Spendenaktion als solidarisches Projekt für die griechische Bevölkerung, die seit Jahren unter der Sparpolitik der Troika leidet und in der Flüchtlingskrise von der EU in Stich gelassen wird. In Kreta war der Widerstand gegen die deutsche Besatzung vehement. Weiterlesen

Prozessbeobachtung in der Türkei: Das Verfahren gegen den Arzt Dr. Serdar Küni

Der Arzt Dr. Serdar Küni ist Vertreter der türkische Menschenrechtsstiftung in Cizre. Foto: Yeni Özgür Politika

Der Arzt Dr. Serdar Küni ist Vertreter der türkische Menschenrechtsstiftung in Cizre. Foto: Yeni Özgür Politika

Der Arzt Serdar Küni aus Cizre/Türkei ist seit Oktober 2016 in Haft. Er arbeitete seit vielen Jahren im kommunalen Krankenhaus in Cizre und war dort auch während der Ausgangssperre Anfang 2016 tätig. Ihm wird vorgeworfen, dass er Informationen über verwundete PatientInnen, die er während dieser Zeit behandelt habe, nicht an die offizielle Strafverfolgungsbehörden weitergegeben und somit eine terroristische Vereinigung unterstützt habe. Er ist unter dem Artikel 314/2 des türkischen Strafgesetzes angeklagt. Im drohen fünf bis zehn Jahre Haft. Am 13. März 2017 wurde sein Prozess vor der zweiten Kammer des Strafgerichtes in Sirnak eröffnet. Dazu reisten etwa 70 Menschen an, u.a. auch sechs VertreterInnen aus Deutschland, den USA, Norwegen und Schweden, darunter ein Vertreter der World Medical Association. Weiterlesen

Proteste gegen die dritte Afghanistan-Abschiebung

Protest vor der Bayrischen Landesvertretung 22.02.2017, Berlin Foto: IPPNW

Protest vor der Bayrischen Landesvertretung, 22.02.2017, Berlin Foto: IPPNW

Am Abend des 22. Januar 2017 startete der dritte Abschiebeflug nach Afghanistan vom Münchener Flughafen. Die Abschiebung der 18 Asylbewerber wurde von zahlreichen Protesten begleitet. Weiterlesen