Drohgebärden damals wie heute: 70 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki

Prof. Dr. Ulrich Gottstein, Foto: Isolde Asbeck

Prof. Dr. Ulrich Gottstein, Foto: Isolde Asbeck

Am 6. und 9. August 1945 warfen die USA mit je einem einzigen Flugzeug je eine Bombe über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki ab, um der Welt und insbesondere der Sowjetunion ihre überwältigende Macht zu demonstrieren. Die Kapitulation der japanischen Regierung erfolgte ein paar Tage danach, wie sie ohnehin schon beschlossen war. Ich war damals bereits seit einem Jahr in Kriegsgefangenschaft, und wir glaubten, es habe sich um besonders starke Luftminen gehandelt, wie ich sie von den Bombenangriffen auf Berlin kannte. Aber es waren Atombomben, die schlagartig 92.000 Menschen zerschmetterten, verbrannten und tödlich verstrahlten. Weiterlesen

Stuttgarter Widerstand in der Eifel

Internationaler Versöhnungsbund, 16. Mai; Foto:www.buechel-atomwaffenfrei.de

Mitglieder des Internationalen Versöhnungsbundes in Büchel am 16. Mai 2015; Foto:www.buechel-atomwaffenfrei.de

Am 14. Mai 2015 brach eine Gruppe von sieben Personen, Mitgliedern der IPPNW und Aktive aus dem Widerstand gegen Stuttgart 21, frühmorgens von Stuttgart nach Büchel in der südlichen Eifel auf, um dort im Rahmen der Aktion Büchel65 vor dem Fliegerhorst zu blockieren. Weiterlesen

Packt Eure Zahnbürsten ein: Mitmachen bei der „Büchel65“-Abschlussblockade

Mitglieder der IPPNW-Gruppe Stuttgart und Stuttgart-Gegner/innen am 14. Mai 2015 in Büchel. Foto: Uwe Hiksch

Mitglieder der IPPNW-Gruppe Stuttgart und Stuttgart-21-Gegner/innen am 14. Mai 2015 in Büchel. Foto: Uwe Hiksch

Die Kampagne „Büchel65“ neigt sich langsam dem Ende zu. Immerhin haben bisher an 26 Tagen insgesamt mehr als 300 Personen den Atomwaffenstandort Büchel blockiert und damit deutlich gemacht, dass sie das Unrecht, das von der Existenz von Atomwaffen ausgeht, nicht länger mittragen wollen. Dies wird durch zivilen Ungehorsam gewaltfrei unterstrichen. Mehrmals war der Fliegerhorst total dicht, zuletzt letzten Samstag, als eine Berliner Gruppe zusammen mit dem Versöhnungsbund blockierte. Es haben etliche IPPNW-Kollegen und -Kolleginnen an Büchel65 teilgenommen, als Gruppe waren besonders die Bremer, Mannheimer und Stuttgarter/innen aktiv. Ihnen gebührt unser besonder Dank.  Weiterlesen

Update aus Wien: Von Worten zu Taten

Delegierte, die in der Wiener Hofburg ankamen, wurden zunächst von Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzs dekontaminiert. Foto: IPPNW/Alex Rosen

Delegierte, die in der Wiener Hofburg ankamen, wurden zunächst von einem Team des Internationalen Roten Kreuzes dekontaminiert. Foto: IPPNW/Alex Rosen

Gestern war der erste Tag der Staatenkonferenz hier in der Wiener Hofburg. Zur Erinnerung: Es geht um die Humanitären Folgen von Atomwaffen. Schon bei der Auftaktveranstaltung setzte der österreichische Außenminister Sebastian Kurz die Messlatte hoch („Wir können unsere Sicherheit nicht auf ewig unserem Glück überlassen“, „Es ist an der Zeit, von Wörtern zu Taten überzugehen“, „Wir müssen den Moment nutzen, Atomwaffen endlich abzuschaffen.“) Er hatte sich für diese Botschaft gewichtige Unterstützung geholt: Eine Rede des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon wurde verlesen, die eine ähnliche Stoßrichtung hatte, ebenso ein Grußwort von Papst Franziskus. Auch Peter Maurer, Präsident des Roten Kreuzes und Angela Kane, UN-Abrüstungsbeauftragte, riefen dazu auf, endlich von Worten zu Taten überzugehen. Besonders beeindruckend waren die persönlichen Erinnerungen von Setsuko Thurlow, einer Hibakusha aus Hiroshima. Weiterlesen