„Die Nutzung der Atomenergie war ein Irrweg“

Fachkonferenz „Den Atomausstieg vollenden – 30 Jahre Tschernobyl“ am 6. April 2016 im Bundesumweltministerium. IPPNW-Mitglieder unter den TeilnehmerInnen. Foto: Hannah Mertgen

Fachkonferenz „Den Atomausstieg vollenden – 30 Jahre Tschernobyl“ am 6. April 2016 im Bundesumweltministerium. IPPNW-Mitglieder unter den TeilnehmerInnen. Foto: Hannah Mertgen

Am morgen scheint noch die Sonne durch das Glasdach des Veranstaltungshofes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Hier findet am 6. April 2016 die Fachkonferenz „Den Atomausstieg vollenden – 30 Jahre Tschernobyl“ statt. Von der IPPNW sind außer mir noch Dr. Dörte Siedentopf, Dr. Barbara Hövener und Dr. Ludwig Brügmann gekommen. Weiterlesen

Was folgt aus den Super-GAUs von Tschernobyl und Fukushima?

Prof. Irina Gruschwaja, Antje von Brook, Naoto Kan. Foto: Hannah Mertgen

Prof. Irina Gruschwaja, Antje von Brook, Naoto Kan. Foto: Hannah Mertgen

Es gibt keine Alternative zur Abkehr von der Atomenergie, darüber sind sich die ReferentInnen und wohl auch die meisten TeilnehmerInnen der Konferenz „Lernen aus den Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima – was folgt daraus für unsere Zukunft?“ einig. Organisiert wurde sie vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin.

Etwas zu spät betreten wir, ein japanischer Austauschstudent und ich, den Vortragssaal. Alle Stühle sind bereits besetzt, wir müssen links an der Wand eine neue Reihe aufmachen. Die Begrüßungsworte haben wir bereits verpasst, auch den Anfang des Eröffnungsplädoyers von Almut Kottwitz, der Staatssekretärin des niedersächsischen Umweltministeriums. So hören wir nur noch ihre Zusammenfassung über die bisherigen Atomunfälle, die Entscheidung der Bundesregierung zur Energiewende und zum Schluss ihre eigenen Erfahrungen mit den Problemen des Reaktorrückbaus, des Katastrophenschutzes und der Frage nach der Sicherheit bei Terrorangriffen. Weiterlesen

Zu Gast in Japan – Die Friedenszeremonie in Hiroshima

Friedenszeremonie am 6. August 2015 in Hiroshima, Photo: City of Hiroshima / CTBTO, CC-BY-SA-2.0

Friedenszeremonie am 6. August 2015 in Hiroshima, Photo: City of Hiroshima / CTBTO, CC-BY-SA 2.0

Am 6. August war es endlich so weit. Die heiß ersehnte Peace Ceremony fand statt, weshalb wir uns schon um sieben Uhr morgens trafen, um Plätze zu reservieren. Es war wahnsinnig viel los im Peace Park. Von allen Seiten wurde man mit Megaphonen, lauten Schreien und dazwischen den Sutren rezitierenden Mönchen beschallt. Unzählige Fernsehteams und Delegationen aus aller Welt waren da, und man hatte wirklich das Gefühl, an diesem Tag schaue alle Welt auf Hiroshima. Als wir dann unsere Plätze einnahmen, hatten wir fast noch eine Stunde Wartezeit zu überstehen. Es war schon kurz nach sieben wahnsinnig heiß und schwül und durch die Lautsprecher wurde permanent die Anweisung durchgegeben, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Vor uns saßen zwei ältere Damen aus Hiroshima, die uns die Wartezeit damit versüßten, uns in die hohe Kunst des Kranichfaltens einzuweisen, worüber selbst die Japaner unter uns staunten. Weiterlesen

„Lebenslang“ zeigt die Folgen von Tschernobyl in berührenden Bildern

09.03.2015 Eröffnung der Fotoausstellung "lebenslang" in der Berswordthalle – Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima – Ausstellung von Ruediger Lubricht – Foto v.l. Inge Zeller, Fotograf Rüdiger Lubricht, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Matthias C Tümpel (IBB Dortmund) /                                      Copyright: Stephan Schuetze

9. März 2015: Eröffnung der Fotoausstellung „lebenslang“ von Rüdiger Lubricht in Dortmund – im Rahmen der Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima – Von links: Inge Zeller, Rüdiger Lubricht, Birgit Jörder, Matthias C. Tümpel / Copyright: Stephan Schütze

Großformatige Fotos von schwerkranken Kindern mitten in der Dortmunder Innenstadt? Manch ein Besucher der Berswordthalle in Dortmund dürfte sich wundern. „Es sind Bilder, die berühren“, sagte Matthias C. Tümpel, Vorsitzender des IBB Dortmund bei der Ausstellungseröffnung am 9. März 2015. Und sie vermitteln eine klare Botschaft: „Was muss denn sonst noch passieren nach Tschernobyl und Fukushima, damit wir die richtigen Lehren daraus ziehen?“

Mit der Ausstellung „lebenslang“ eröffnete das IBB Dortmund in Kooperation mit der IPPNW-Regionalgruppe Dortmund die Reihe der Veranstaltungen im Rahmen der vierten Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. Auf großformatigen Fotos dokumentiert Rüdiger Lubricht Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der bisher schwersten technischen Katastrophe der Menschheit im Jahr 1986 zur Welt kamen und lebenslang mit schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen kämpfen müssen. Weiterlesen