Gräben überwinden, die während des Krieges entstanden

IPPNW-Balkan-Treffen vom 15,-17. Mai 2015 in Sarajevo.

IPPNW-Balkan-Treffen vom 15,-17. Mai 2015 in Sarajevo.

In einem gemieteten Kleinbus fahren wir, die lokale Gruppe der IPPNW Würzburg nach Sarajewo. Unser erster Halt in Ljubliana, Slowenien, alles ist rausgeputzt, alternativ, hübsch, so richtig zum Wohlfühlen. Wie wird die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina sein? Eine Stadt, in der während der  vierjährigen Belagerung viel zerstört wurde, deren Bewohner dem Terror des Bosnien-Krieges trotzten? Eine Stadt voller Religionen und unterschiedlichen Ethnien? Weiterlesen

Nicht länger Fremde…

Andrea Belancic, Medizinstudentin in Mostar

Andrea Belancic, Medizinstudentin in Mostar

Ich bin Studentin an der Medizinischen Fakultät von Mostar in Bosnien-Herzegowina. Ich war froh, dass ich zum IPPNW-Balkan-Treffen eingeladen wurde. Es war mein allererstes Balkan-Treffen, und ich wusste nicht wirklich, wie ich mich vorbereiten sollte und was mich erwarten würde. Wir kamen abends in Sarajevo an und wurden von unseren Gastgebern herzlich empfangen. Mir gefiel die Idee, mit einem Welcome-Dinner anzufangen. Das gab uns Gelegenheit, einander kennen zu lernen und uns damit anzufreunden, Ideen und Meinungen auszutauschen. Ich habe sogar festgestellt, dass es ziemlich ähnlich ist, in Mostar oder in Würzburg Medizin zu studieren. Dass wir gemeinsame Themen haben und auch, dass da vieles ist, was uns gleichermaßen betrifft.

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Verloren und hoffnungslos: Eindrücke aus einem jesidischen Flüchtlingslager

Das Flüchtlinkscamp Findikli. Foto: IPPNW

Im Flüchtlinkscamp Findikli bei Diyarbakir harren 3.750 Flüchtlinge seit acht Monaten aus. Foto: Sigrid Ebritsch / IPPNW

Sigrid Ebritsch

Auf unserem Weg zum Newroz-Fest nach Diyarbakir sehen wir ca. 15 km vor der Stadt Reihen von grau-weißen Zelten. Es ist das Camp Findikli, wo 3.750 jesidische Flüchtlinge aus Sindschar im Nordirak seit acht Monaten ausharren. Die Ärztekammer von Diyarbakir ermöglicht es uns, das Camp zu besuchen. Für den türkischen Staat gelten sie als Illegale. Deshalb erhalten sie keinen Flüchtlingsstatus. Im Unterschied zu den Flüchtlingen aus Syrien erhalten die Jesiden aus dem Nordirak keinen legalen Aufenthalt. Abgeschoben werden sie auch nicht. Der türkische Staat ignoriert sie. Dadurch gibt es auch keine internationale Hilfe. Weiterlesen

Gemeinsam in die Zukunft schauen

IPPNW-Projekt "Bridges of Understanding" 2014: Gemeinsamer Ausflug der Studierenden nach Bamberg

IPPNW-Projekt „Bridges of Understanding“ 2014: Gemeinsamer Ausflug der Studierenden nach Bamberg

Die zunehmenden internationalen politischen Spannungen und Krisen sind aktuell besorgniserregend. Umso wichtiger ist es deshalb in einer so schwierigen Zeit, Friedensarbeit zu fördern und sich, sofern möglich, selbst aktiv daran zu beteiligen. Das Friedensprojekt und Balkan-Programm „Bridges of Understanding“, welches alljährlich von der IPPNW-Regionalgruppe Würzburg organisiert wird, lädt seit dem Jahr 1995 Medizinstudentinnen und -studenten aus den verschiedenen Staaten des ehemaligen Jugoslawiens für einen Monat nach Würzburg ein. Sie lernen die verschiedenen Fachbereiche der Missionsärztlichen Klinik kennen und wohnen gemeinsam im Haus St. Michael in der Nähe des Krankenhauses.

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