Der Mut zweier junger Atomwaffengegnerinnen vor Gericht

Büchel Blockade der Startbahn des Fliegerhorstes

Büchel 2016: Blockade der Starbahn des Fliegerhorstes. Foto: © JunepA

Im Dunkel eines frühen Herbstmorgens schreiten sie zu neunt über die riesige Asphalt-Fläche. Erschreckend und dennoch kaum vorstellbar, dass von dieser Startbahn des Fliegerhorsts Büchel mitten in der idyllischen Eifel aus regelmäßig der Massenmord geübt wird. Sie sind hier, um den Abwurfübungen durch die Bundeswehr-Atombomber einen Riegel vorzuschieben. Deren Start wollen sie zumindest für einige Stunden verhindern, dem entmenschlichten Übungsbetrieb ihre Präsenz auf der Startbahn entgegensetzen. Ihre Transparente verschwinden fast auf dem endlosen Rollfeld, dann holen sie Luftballons hervor.

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Wider§pruch – Büchelprozesse zum Zivilen Ungehorsam gehen in die zweite Runde

Büchel Blockade der Startbahn des Fliegerhorstes

Fliegerhorst Büchel 2016:  Blockade der Roll- und Landebahn

Am 12. September 2016 besetzten neun Aktivisten, darunter auch ich als IPPNW-Mitglied, die Roll- und Landebahn des Atomwaffenstützpunktes Büchel in der Eifel aus Protest gegen die dort stationierten US-Atomwaffen und die atomare Teilhabe Deutschlands. Im September/Oktober mussten sich acht von ihnen vor dem Amtsgericht Cochem für diese Aktion des Zivilen Ungehorsams verantworten, sie wurden jeweils zu 30 Tagessätzen verurteilt. Der Amtsrichter sprach uns Angeklagten die Berechtigung zum Zivilen Ungehorsam ab und hat diesbezügliche Beweisanträge allesamt vom Tisch gewischt. Sechs der Angeklagten haben dieses Urteil nicht akzeptiert und möchten nun im Berufungsprozess vor dem Landgericht Koblenz einen Freispruch erreichen. Weiterlesen

Aktivisten setzen ein Zeichen gegen Atomwaffen und besetzen Atomwaffenbunker in Büchel

Aktivisten bereiten sich vor, den Fliegerhorst in Büchel, Deutschland zu betreten, um ein Zeichen gegen die dortige Stationierung von US-Atomwaffen zu setzen. V.l.n.r.: Bonnie Urfer, Steve Baggarly, Susan Crane, John LaForge und Gerd Buentzly. (Foto: Ralph Hutchison)

Eine internationale Gruppe von fünf Friedensaktivisten ist in der Nacht von Montag, den 17. Juli 2017 weit in den Fliegerhorst Büchel eingedrungen. Zum ersten Mal in der 21-jährigen Geschichte der Proteste gegen die dort stationierten US-amerikanischen thermonuklearen B61-Bomben, sind die Aktivisten auf einen der großen Bunker für Atomwaffen gestiegen. Nachdem sie zwei Außenzäune sowie anschließend zwei weitere Zäune aufgeschnitten hatten, die um den großen, mit Erde bedeckten Bunker stehen, saßen die fünf Aktivisten über eine Stunde unentdeckt auf dem Bunker. Weiterlesen

Die IPPNW-Woche in Büchel

Büchel ist in Deutschland der symbolische Ort für die ständige Bedrohung durch Atomwaffen. Er steht für die Gefahr eines Atomkrieges im Allgemeinen und im Speziellen für die bevorstehende atomare Aufrüstung durch einen neuen atomaren Waffentyp. Die B61-12, die hier stationiert werden soll, ist smarter, flexibler einsetzbar, Ziele selbst findend, taktisch und strategisch zugleich. Sie verfügt über ein Vielfaches des destruktiven Zerstörungspotentials einer Hiroshima-Bombe. Vom 10.-17. Juni 2017 veranstaltete die ärztliche Friedensorganisation IPPNW im Rahmen der 20-wöchigen Aktionspräsenz der Kampagne: „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ eine Protestwoche vor dem Fliegerhorst. Weiterlesen