Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern

Die neuen Leitlinien der Bundesregierung

Verknotete Pistole vor der UN in New York, Foto. Ziviler Friedensdienst

Am 14. Juni 2017 hat das Kabinett der Bundesregierung die Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern“ verabschiedet. Zunächst ist positiv zu würdigen, dass sich die Bundesregierung zu einem Frieden bekennt, der über die Abwesenheit von Krieg hinausreicht, und dass die strukturellen Ursachen gewaltsamer Konflikte wie Armut und Verletzung der Menschenrechte beim Namen genannt werden. Deutsche Politik soll werteorientiert sein, auch die Sicherheitspolitik, und die Entwicklungspolitik wird gar zu einer Zukunfts- und Friedenspolitik. So weit, so positiv. Weiterlesen

Krieg oder Frieden? Zum neuen Ost-West-Konflikt

Friedensdemonstration in Moskau im März 2015, Foto: Vladimir Varfolomeev/creativecommons.org/licenses/by/2.0

Friedensdemonstration in Moskau im März 2015, Foto: Vladimir Varfolomeev/creativecommons.org/licenses/by/2.0

Der Vortrag des Russlandexperten Kai Ehlers am 28. Mai 2017 in Hamburg

Auf Einladung der IPPNW, von Attac und den Violetten sprach der Russland-Experte Kai Ehlers zum Thema „Krieg oder Frieden? Zum neuen Ost-West-Konflikt“ (Youtube-Mitschnitt) Die in unseren Medien in der Regel verkürzten oder verschwiegenen Aspekte aus russischer Sicht kann der Referent aus seiner fast 40jährigen Erfahrung als Journalist, Publizist und Organisator wissenschaftlicher Kongresse zu Geschichte und Gegenwart Russlands darstellen. Unser Friede in Europa sei ein Scheinfriede, der die jenseitigen Kriege verursache. Um die Fülle der Konflikte zu verstehen, gab Ehlers einen Rahmen vor, der drei Elemente umfasst: Weiterlesen

Zivile Lösungen für Syrien: Aktionskonferenz in Köln

Aktionskonferenz "Zivile Lösungen für Syrien", 13.05.2017 in Köln. Foto: Friedenskooperative

Aktionskonferenz „Zivile Lösungen für Syrien“, 13.05.2017 in Köln. Foto: Friedenskooperative

Die Aktionskonferenz „Zivile Lösungen für Syrien – Was können wir als Friedensbewegung tun?“ am 13. Mai 2017 in Köln richtete ihr Augenmerk auf die Zivilgesellschaft in Syrien sowie auf die politisch Verantwortlichen in Deutschland. Ziel der Konferenz war es, der militärischen Logik mit einer friedenspolitischen Logik zu widersprechen. Die militärische Sicherheitslogik sieht überall Bedrohungen durch politische Gegner, Terrorismus und Fluchtbewegungen und will diesen „Gefahren“ für Wohlstand und Sicherheit mit immer mehr Rüstung und immer neuen Kriegen begegnen. Friedenslogik hält Ausschau nach präventiven Möglichkeiten, Konflikten zu begegnen, sucht nach Dialog und Kompromiss und sieht die Chancen, die auch in schwierigen Konstellationen liegen, wie z.B. der Ankunft sehr vieler Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Weiterlesen

Angekommen in Büchel: Auftakt am Atomwaffenstützpunkt

IPPNW-Protestwoche in Büchel 2016. Foto: IPPNW

IPPNW-Protestwoche in Büchel 2016. Foto: IPPNW

Am Donnerstag abend um 21.30 Uhr trafen wir, die sogenannte Vorhut, Carsten, Silke und ich, gemeinsam vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel ein – Carsten und Silke aus dem Norden, ich aus der Türkei kommend. Empfangen wurden wir durch lauten Lärm der Tornados, die offensichtlich auch bis tief in der Nacht Krieg üben. „Man merkt mal wieder, wir sind im Krieg“, bemerkte Carsten. Mindestens zehn Starts und Landungen zählten wir. Nach 45 Minuten war Gott sei Dank der „Spuk“ zu Ende und seitdem ist es bis heute, Samstag Ruhe am Büchler Himmel. Weiterlesen