Angekommen in Büchel: Auftakt am Atomwaffenstützpunkt

IPPNW-Protestwoche in Büchel 2016. Foto: IPPNW

IPPNW-Protestwoche in Büchel 2016. Foto: IPPNW

Am Donnerstag abend um 21.30 Uhr trafen wir, die sogenannte Vorhut, Carsten, Silke und ich, gemeinsam vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel ein – Carsten und Silke aus dem Norden, ich aus der Türkei kommend. Empfangen wurden wir durch lauten Lärm der Tornados, die offensichtlich auch bis tief in der Nacht Krieg üben. „Man merkt mal wieder, wir sind im Krieg“, bemerkte Carsten. Mindestens zehn Starts und Landungen zählten wir. Nach 45 Minuten war Gott sei Dank der „Spuk“ zu Ende und seitdem ist es bis heute, Samstag Ruhe am Büchler Himmel. Weiterlesen

Flashmobs in der Ukraine und in Russland

Flashmob in Zaporoschje, Aktion für Versöhnung wischen Russen und Ukrainern. Quelle: TV5

Flashmob in Zaporoschje, Aktion für Versöhnung wischen Russen und Ukrainern. Quelle: TV5

Russische Lieder auf ukrainischen Bahnhöfen – Ukrainische Lieder auf russischen Bahnhöfen

Es ist ein regnerischer November-Tag in Saporoschje, der ostukrainischen Metropole, in deren Nähe sich das größte Atomkraftwerk Europas befindet. Und so suchen einige Fußgänger im Bahnhof Schutz vor dem Wetter. Doch was dann geschieht, hätten sie an diesem Regentag nicht erwartet. Plötzlich stimmt ein „Reisender“ ein Lied an. Es ist ein Lied aus der Zeit der Sowjetunion, ein russisches Lied. Und allmählich stimmen auch andere Reisende in den Chor ein. Weiterlesen

Zeichen für Völkerverständigung und friedliches Zusammenleben

Frauen in Gwardeisk unterstützen die Social-Media-Kampagne "We refuse to be enemies". Alexander Steffens (IPPNW) in der zweiten Reihe. Foto: privat

Frauen in Gwardeisk (Russland) unterstützen die Social-Media-Kampagne „We refuse to be enemies“.  Foto: privat

Am 21. August 2016 ist unser Friedenskonvoi bestehend aus über 70 Fahrzeugen nach insgesamt zwei Wochen und etwa 4.200 zurückgelegten Kilometern wieder am Brandenburger Tor eingetroffen. Unsere Reise hat uns durch Polen, die russische Exklave Kaliningrad und das Baltikum in das russische Kernland geführt, wo wir neben unserem Zielort Moskau auch die Städte Pskov, St. Petersburg, Twer und Smolensk besucht haben. Die Rückfahrt führte uns anschließend noch durch die Städte Minsk und Warschau.
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Tage des Notstands

Arif Ali Cangı, https://twitter.com/ARIFCANGI

Arif Ali Cangı, Rechtsanwalt aus Izmir.

Seit der Ausrufung des Notstands nach dem erfolgten Putschversuch erleben wir eine außergewöhnliche Zeit. Es gäbe viel zu schreiben. Ich hatte aber zugesagt, diese Woche über das Atomkraftwerksprojekt Akkuyu und die damit verbundene Untersuchung zur Rücknahme des Umweltverträglichkeitsgutachtens (ÇED) vom 11. Juli 2016 zu schreiben. Erlauben Sie mir dennoch, das Thema Akkuyu auf nächste Woche zu verschieben und auf die aktuellen Ereignisse zurückzukommen.

Unbestritten ist, dass der Putsch niedergeschlagen werden musste und dass die Putschisten natürlich auf härteste Weise bestraft werden müssen. Außerordentlich wichtig sind aber das Vorgehen während der Verhöre, die Wege bei der Urteilsfindung und die angewandten Methoden. Die Gegner des Putsches und diejenigen, die den Putsch verhindert haben, haben nicht das Recht, sich selbst wie Putschisten aufzuführen. Weiterlesen