Von Clausewitz zu Cochrane: Plädoyer für eine starke Rolle des Gesundheitssektors in der Friedens- und Sicherheitspolitik

Ich nenne meinen Beitrag „Von Clausewitz zu Cochrane“. Denn: Es geht darum, die Dominanz des Militärischen in Entscheidungen zu Frieden und Sicherheit zu hinterfragen und die Stimme des Gesundheitssektors hörbarer zu machen – für moderne, evidenzbasierte Vorgehensweisen zum Schutz des Lebens und der Lebensperspektiven für alle. Dafür mögen hier bildhaft diese beiden Namen stehen. Weiterlesen →

World Health Assembly: Klimakrise, Frieden und das Recht auf Gesundheit

Diskussion bei der WHA und Logo der WHA

Logo der WHA: United States Mission Geneva / CC BY 2.0

Als medizinische Fachkraft werde ich oft gefragt: Warum sprechen Sie über Frieden und Klimagerechtigkeit? Weil Gesundheit nicht losgelöst von diesen Themen existiert. Krieg, Klimakatastrophe und Gesundheit sind eng miteinander verflochten, und wir sehen die Folgen jeden Tag. Dieser Gedanke steht auch im Mittelpunkt der Arbeit der IPPNW. (…) Weiterlesen →

Eine Zukunft ohne Atomwaffen

Gruppenbild der Teilnehmer*innen des IPPNW-Weltkongress 2025 in Nagasaki, Japan4. Oktober 2025, Tag 3 des IPPNW Weltkongresses in Nagasaki

Lost in translation in Nagasaki? So geht es uns häufig hier in Japan und nicht immer hilft dann die Sprach-App weiter. Aber dank der großen Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die uns hier entgegengebracht wird, lassen sich alle Probleme schnell lösen. Noch beschwingt von der Dinner-Party am Vorabend mit dem Beisammensein und vielen guten Gesprächen mit Menschen aus aller Welt machen wir uns auf zum dritten Kongresstag. Es nieselt etwas, aber es ist warm, ein Stück verlängerter Sommer, der zu Hause schon zu Ende war.

Zentrales Thema auf der heutigen Plenarsitzung ist die atomare Bedrohung im Asiatisch-Pazifischen Raum. Insgesamt ist das atomare Risiko durch die Atommächte Nordkorea, USA, China, Russland, Indien und Pakistan in dieser Weltgegend gestiegen. Tausende Kilometer von Europa und dem Ukrainekrieg entfernt, erleben wir hier einen ganz anderen Blickwinkel auf die Konflikte der Welt. Weiterlesen →

Kurdische Menschenrechtler*innen aus der Türkei zu Gast

Kurdische Menschenrechtler*innen aus der Türkei zu Gast

Kurdische Menschenrechtler*innen aus der Türkei zu Gast

Seit dem 31.8. hat die IPPNW zum fünften Mal eine Gruppe kurdischer Menschenrechtler*innen aus der Türkei zu Gast. Vier Frauen und zwei Männer, zwei aus Van und vier aus Diyarbakir, haben sich diesmal auf den Weg gemacht (und waren mit dem Flieger aus Van an der iranischen Grenze schneller in Karlsruhe als wir mit der Bahn aus Hamburg und Berlin). Start war in Karlsruhe, das seit 2016 eine Partnerschaft mit der Stadt Van hat, die allerdings aufgrund der politischen Verhältnisse zurzeit nicht mit Leben gefüllt ist. Seit 2016 hat es in Van jeweils nach den Kommunalwahlen eine Amtsenthebung der mit großer Mehrheit gewählten Co-Bürgermeister*innen gegeben, die durch staatliche Verwalter ersetzt wurden. Weiterlesen →