Türkei: Prozess gegen Menschenrechtler weiter vertagt

Die türkische Menschenrechtlerin Prof. Sebnem Korur Fincanci 2017. Foto: TIHV

Die türkische Menschenrechtlerin Prof. Sebnem Korur Fincanci 2017. Foto: TIHV

Prof. Sebnem Korur Fincanci ist Gerichtsmedizinerin und Vorsitzende der international bekannten türkischen Menschenrechtsstiftung (TIHV). Sie war in den neunziger Jahren führend an der Formulierung des Istanbul-Protokolls zur Untersuchung von Folterspuren beteiligt. Das Istanbul-Protokoll ist mittlerweile ein offizielles UN-Dokument.

Diese mutige Frau, die sich national wie international durch wissenschaftliche Expertise, Mut und Beharrlichkeit einen Namen gemacht hat, hatte sich zusammen mit den Journalisten Erol Önderoglu und Ahmet Nesin im Mai 2016 mit einer Solidaritätsaktion für die pro-kurdische Zeitung Özgür Gündem  eingesetzt. Alle drei sind nun „wegen Propaganda für eine terroristische Organisation“ angeklagt. Ihnen drohen zum Teil mehr als zehn Jahre Haft. Die Zeitung ist mittlerweile verboten. Weiterlesen

Stopp Airbase Ramstein!

Die Ramstein-Proteste vom 03. bis 10.09.2017 waren die bisher größten Aktionen gegen die Air Base in der Geschichte dieses US-amerikanischen Militärstützpunktes und des Widerstandes. Foto: Ramstein-Kampagne.eu

Mit etwas Verspätung hier noch einige Eindrücke von der Demonstration „Stopp AirBase Ramstein“ am 9.September 2017. Versammelt waren einige Tausend DemonstrantInnen, nach Angaben der Organisatoren ca. 5.000 Menschen, mit vielen PACE-Fahnen, einigen ATTAC-Bannern, (leider keine IPPNW-Transparente, ich hatte auch keins dabei). Altersdurchschnitt Friedensbewegungs-typisch meist über 40 Jahre, aber durchaus auch jüngere MitstreiterInnen. Freundlich-entspannte Atmosphäre, Polizei meist eher dezent im Hintergrund. Weiterlesen

A Journey to the Light – Intensive Diskussionen der Studierenden auf dem Weltkongress York

Von Faslane nach York: Studierende setzten radelnd ein Zeichen für den Frieden / August 2017, Faslane. Foto: IPPNW

Von Faslane nach York: Studierende setzten radelnd ein Zeichen für den Frieden / August 2017, Faslane. Foto: IPPNW

Am Wochenende vom 2. und 3. September 2017 fand die Internationale Studierendenkonferenz der IPPNW an der Universität York mit TeilnehmerInnen aus zwölf Ländern statt. Einige Mitglieder der deutschen Delegation reisten bereits am Freitag an und bezogen die Unterkunft in einem ehemaligen Kloster.

Der erste Höhepunkt der Konferenz war die Ankunft der Teilnehmer der IPPNW-Radtour, die von einem internationalen Empfangskomitee am Samstagabend begrüßt wurden. Die 13 Studierenden und ÄrztInnen aus Indien, Pakistan, Nepal, Russland, Kenia, Nicaragua und Deutschland waren in der vorangegangenen Woche unter dem Motto „A Journey from Darkness to Light“ vom schottischen Faslane aus Richtung York aufgebrochen. Täglich bis zu 100 km hinter sich lassend, hatten sie sich auf ihrem Weg mit PolitikerInnen und Interessierten zu Gesprächen und Diskussionen und natürlich zum Tee getroffen. Weiterlesen

Nordkorea Krise zeigt: Der Atomwaffenverbotsvertrag ist wichtiger denn je!

Aktion von Anti-Atomwaffen-Aktivisten im Juni 2017 während der UN-Atomwaffenverbotsverhandlungen in New York. Foto: Ralf Schlesener

Im Juli 2017 testete Nordkorea erstmalig erfolgreich seine Langstreckenrakete Hwasong-14, die eine Reichweite von über 5.500 Kilometer hat, die amerikanisches Kernland erreichen kann. Mit den fünf Atombomben, die Nordkorea bisher gezündet hat, die letzte am 09. September 2016 mit einer Sprengkraft von 10 Kilotonnen (die Atombomben, die in Hiroshima und Nagasaki eingesetzt wurden. Hatten eine Sprengkraft zwischen 10 – 20 Kilotonnen), kann die USA die Tatsache, dass Nordkorea offiziell eine Atommacht – eben außerhalb des Atomwaffensperrvertrags darstellt, nicht mehr verleugnen. Das politische Ziel der USA seit dem Waffenstillstand 1953, der völlige Verzicht Nordkoreas auf Atomwaffen und eine Wiedervereinigung unter der Federführung Südkoreas, hat sich damit als unrealistisch herausgestellt. Weiterlesen