Friedensnobelpreisverleihung in Oslo

Social Happening für die ICAN Campaigner am 9. Dezember 2017 in Oslo, Foto: Ralf Schlesener

Am 6. Oktober 2017 gab das Nobelpreiskommittee bekannt, dass der Friedensnobelpreis dieses Jahr an ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) vergeben wird. Traditionell wird der Preis am 10. Dezember verliehen, dem Todestag von Alfred Nobel. Dieser hat in seinem Testament drei Kriterien festgelegt, anhand derer die PreisträgerInnen ausgewählt werden soll: Der Preis solle an denjenigen vergeben werden der/die erstens am besten auf die Verbrüderung der Völker, zweitens auf Abrüstung und Waffenkontrolle hingewirkt hat und sich drittens für die Förderung von Friedenskongressen eingesetzt hat. ICAN hat den Preis dieses Jahr voll und ganz verdient, wie Berit Reiss-Andersen, Vorsitzende des Nobelpreiskommittes so wunderbar in ihrer Rede bei der Verleihung sagte: „ICAN works vigorously to achieve nuclear disarmament. ICAN and a majority of UN member states have contributed to fraternity between nations by supporting the Humanitarian Pledge. And through its inspiring and innovative support for the UN negotiations on a Nuclear Weapon Ban Treaty, ICAN has played an important role in bringing about what in our day and age is equivalent to an international peace congress.” Dieses Gefühl, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind, war während des gesamten Wochenendes, das ich in der Gemeinschaft von vielen ICAN CampaignerInnen in Oslo verbringen durfte, zu spüren. Weiterlesen

Frieden für die Welt oder Frieden für sich selbst?

ie Delegation der IPPNW auf dem Nobelpreisträgertreffen in Bacerlona, Foto: Claudia Böhm

Die Delegation der IPPNW auf dem Nobelpreisträgertreffen in Bacerlona, Foto: Claudia Böhm

Vom 13. bis 15. November diesen Jahres fand das 15. Treffen der FriedensnobelpreisträgerInnen in Barcelona statt. 1999 wurde der Summit von der Michail-Gorbatschow-Stiftung ins Leben gerufen und findet seitdem jährlich in wechselnden Städten weltweit statt. Überschattet von den Anschlägen in Paris versammelten sich über 700 Studierende aus aller Weltin der Hauptstadt Kataloniens, um den Podiumsdiskussionen von StellvertreterInnen verschiedener Friedensorganisationen (bspw. United Nations, Intergovernmental Panel on Climate Change, IPPNW) und Einzelpersonen (wie Oscar Arias Sanchez, Lech Walesa oder Shirin Ebadi) zu folgen. Darüber hinaus gab es zahlreiche nachmittägliche Workshops.
Aus der deutschen Sektion der IPPNW fanden sich fünf Studierende, die zusammen mit einigen anderen Europäern eher die Minderheit neben den zahlreichen amerikanischen SchülerInnen und Studierenden darstellten. Weiterlesen

Den Frieden leben: Das Welttreffen der NobelpreisträgerInnen

Tawakkol Karman und Dr Shirin Ebadi auf dem Weltkongress der Friedensnobelpreisträger

„Schiiten und Sunniten, wir sind alle nur Menschen, da machen wir keine Unterschiede.“ Tawakkol Karman und Dr. Shirin Ebadi auf dem Nobelpreisträgertreffen in Rom. / Foto: Noah Ayadi

Vom 11.-14. Dezember 2014 fand in Rom der 14. Weltkongress der Friedensnobelpreisträger mit dem Thema „Peace. Living it!“ statt. Da die IPPNW 1985 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, gab es für Studierende der IPPNW die Möglichkeit, daran teilzunehmen und in Podiumsdiskussionen und Workshops mit den NobellaureatInnen über eine friedlichere Welt zu diskutieren. Der Kongress hätte ursprünglich in Südafrika stattfinden sollen, aber nachdem die südafrikanische Regierung dem Dalai Lama auf Drängen von China kein Visum erteilt hatte, wurde der Kongress nach Rom verlegt. Dort kamen mehrere hundert Menschen zusammen: Nobelpreisträger, Mitglieder der Preisträgerorganisationen, RegierungsvertreterInnen, Studierende, SchülerInnen und natürlich VertreterInnen der Presse.
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