Zerstörung indigener Lebensräume: Eindrückliche Statements in Québec

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Die Stadt erwacht in diesen Tagen aus ihrer Winterstarre. In den Parks schmelzen die schmutzigen Schneehaufen vor sich hin. In kleinen Rinnsalen fließt das Wasser den Asphalt hinunter. Auf dem St. Lorenz schwimmen träge die letzten Eisschollen – Die Sonne lockt einige Menschen auf die Sitzbänke entlang einer gewaltigen Befestigungsanlage aus dem 18. Jahrhundert. Der Kongress ist vorbei und ich bin danach erst einmal durch die Altstadt geschlendert, denn die beiden Panels am Vormittag waren sehr bewegend und anrührend: Indigene aus Grönland, Australien, der Mongolei und aus Afrika beschrieben, wie die Uranminen ihre Umwelt zerstört haben, wie ihr Widerstand gegen Probebohrungen mit Polizeigewalt unterdrückt wird und die ihnen anvertraute Erde innerhalb weniger Jahrzehnte zerstört wurde.

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Das Uran muss in der Erde bleiben

Charmaine White Face

Charmaine White Face

„Das Uran muss in der Erde bleiben“ – diese Forderung passte auf alle Schilderungen der Vertreter von indigenen Völkern aus Australien, Mali, Namibia, Niger, Indien, Kanada und der USA über die Situation in ihren Heimatländern. Etwa 100 Teilnehmer diskutierten bei der Urankonferenz „Sacred Land – Poisoned Peoples“ über die Folgen des Uranbergbaus.

Besonders bewegend war die Rede von Chairman White Face, eine Sioux-Vertreterin aus South-Dakota, USA auf der gestrigen Pressekonferenz. „Mitten im Herzen der USA findet ein Genozid statt. Mein Volk stirbt an Krebs, weil unser Wasser und unsere Luft radioaktiv verseucht sind“, sagte die Gründerin der Defenders of the Black Hills. Weiterlesen