Inspiration für unser Engagement

Der IPPNW-Weltkongress 2014 fand im Unabhängigkeitspalast in Astana, Kasachstan statt

Der IPPNW-Weltkongress 2014 fand im Unabhängigkeitspalast in Astana, Kasachstan statt.

Der IPPNW-Weltkongress 2014 ist gerade zu Ende gegangen. Auf einer feierlichen Abschlussveranstaltung dankte IPPNW-Ko-Präsident Vladimir Garkavenko den kasachischen OrganisatorInnen und der IPPNW-Geschäftsstelle in Boston für ihre unermüdliche Arbeit, die dieses wichtige Treffen überhaupt erst möglich gemacht hat. Vorausgegangen war eine bunte Multimedia-Show, die Schlaglichter auf die wichtigsten und inspirierendsten Projekte und Entwicklungen in unserer weltweiten Organisation warf: die großen Erfolge und noch größeren Pläne der „International Campaign to Abolish Nuclear Weapons“ (ICAN), das Rekrutierungs- und Informationsprogramm „Medical Peace Work“, die Aktivitäten gegen Uranbergbau, neue Sektionen wie in Costa Rica oder Kasachstan und Studierendenprojekte wie das finnisch-nigerianische Radioprojekt gegen Kleinwaffengewalt oder Pläne zur Besteigung des Kilimandscharo, um gegen Uranbergbau und Atomwaffen zu protestieren. Aber auch die IPPNW-Fahrradtouren in aller Welt, das Vorhaben, als bleibendes Vermächtnis ein IPPNW-Haus in Boston zu kaufen (Peace House) und die Aktivitäten der südasiatischen Sektionen zur Abschaffung aller Atomwaffen in ihrer Region wurden gewürdigt und gefeiert. Abschließend kamen noch einmal all die AktivistInnen auf die Bühne, die in den letzten zwei Jahren eine so große Rolle darin gespielt haben, unsere Organisation voranzubringen und unserem Ziel einer gesünderen, friedlicheren Welt näher zu kommen. Alles in allem also ein bewegendes und vor allem motivierendes Ende des Weltkongresses. Morgen geht es noch mit der gesamten Gruppe zum Atomwaffentestgelände von Semipalatinsk, das 1991 von Kasachstan geschlossen wurde, nachdem die Sowjetunion dort mehr als 450 Atomwaffen detoniert hatte. Mehr davon morgen …

Dr. Alex Rosen ist stellvertretender Vorsitzender der deutschen Sektion der IPPNW.

Eine Stimme für die Opfer von Kleinwaffen

Der Autor Andrew Feinstein auf dem IPPNW-Kongress "Zielscheibe Mensch"

Der Autor Andrew Feinstein auf dem IPPNW-Kongress „Zielscheibe Mensch“, der vom 30. Mai – 2. Juni 2013 in Villingen-Schwenningen stattfand

Deutsche Kleinwaffenexporte haben sich in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Die Bundesregierung hat Genehmigungen für die Ausfuhr von Kleinwaffen und Kleinwaffenteilen im Wert von 76,15 Millionen Euro erteilt. Diese schockierende Nachricht machte den internationalen IPPNW-Kongress „Zielscheibe Mensch“ in Villingen-Schwenningen zu den gesundheitlichen und sozialen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels zu einem hochaktuellen Ereignis. Mehr als 300 Gäste aus Europa, Australien, Südostasien, Nord- und Lateinamerika und Afrika diskutierten mit nationalen und internationalen Experten über die sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels. Weiterlesen

Mit Pauken und Trompeten gegen Waffenhandel

Das „Netzwerk Lebenslaute“ ist eine offene Gruppe musikbegeisterter Menschen, die Musik mit zivilem Ungehorsam verbinden, um auf diese ungewöhnliche Weise unüberhörbar gegen Lebensbedrohungen zu protestieren und politisch wirksam zu werden. Jedes Jahr im Januar treffen sich die Lebenslaute-Leute, um zu beraten, an welchem Ort die große Jahresaktion stattfinden soll. 1986 fing es in Mutlangen an. In den letzten Jahren machten die Lebenslaute ihre „musikalischen Besuche“ in Gorleben (2009), auf dem Truppenübungsplatz Altmark (2010) und am Kriegsflughafen Leipzig/Halle (2011). Es hat auch schon Jahresaktionen gegen Abschiebungen und Rassismus, gegen Gentechnologie und Giftmülltransporte gegeben. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die „Kleinwaffen“-Fabrik Heckler & Koch in Oberndorf. Dieses Lebenslaute-Ziel hat besonders viele Teilnehmer aktiviert: Das Probenwochenende vom 15. – 17. Juni in Kassel war von ca. 80 MusikerInnen besucht, in Villingen-Schwenningen nahmen vom 30.8. – 3.9. und bei der eigentlichen Aktion am 3.9. in Oberndorf über 100 Menschen teil, vorwiegend Laien-, aber auch einige BerufsmusikerInnen. Weiterlesen