Solidarität mit Griechenland: Ein Besuch im Gesundheitszentrum Charakas

Gesundheitszentrum Charakas, Kreta. Foto: Ingeborg Oster

Gesundheitszentrum Charakas, Kreta. Foto: Bernhard Liebich

76 Jahre nach dem Überfall der deutschen Nazis auf Kreta am 20. Mai 1941 haben wir – Dr. Ingrid Seyfarth-Metzger (IPPNW) und Dr. Ingeborg Oster (VDÄÄ und IPPNW) – die Ortschaft Charakas auf Kreta besucht, in der während der Nazi-Besatzung zehn Menschen ermordet wurden. Wir hatten 2016 eine Spendenaktion für das Gesundheitszentrum Charakas ins Leben gerufen und sie in diesen historischen Zusammenhang gestellt. Außerdem sehen wir die Spendenaktion als solidarisches Projekt für die griechische Bevölkerung, die seit Jahren unter der Sparpolitik der Troika leidet und in der Flüchtlingskrise von der EU in Stich gelassen wird. In Kreta war der Widerstand gegen die deutsche Besatzung vehement. Weiterlesen

Wenn die Trommel zum Orchester wird – ein Friedenskonzert für Syrien in Eggenfelden

Das Don-Bosco-Krankenhaus in Damaskus. Foto: Missionsprokur der Don Bosco Schwestern, www.fmamission.de/de/607/medikamentenhilfe-fuer-krankenhaus-in-damaskus.html

Das Don-Bosco-Krankenhaus in Damaskus. Foto: Missionsprokur der Don Bosco Schwestern, www.fmamission.de/de/607/medikamentenhilfe-fuer-krankenhaus-in-damaskus.html

Es war ein außergewöhnliches Konzert, das die ärztliche Friedensorganisation IPPNW mit anderen Initiativen in Eggenfelden veranstaltet hat. Mit der armenischen Sängerin Gayane Sureni und dem iranischen Trommler Hadi Alizadeh waren zwei Künstler zu Gast, die sich hervorragend ergänzten und im fast ausverkauften Saal lange anhaltenden Beifall bekamen. Das Konzert war als Benefizveranstaltung organisiert worden – der Erlös geht an das Don-Bosco-Missionskrankenhaus in Damaskus, das seit 1913 von italienischen Ordensschwestern betrieben wird. Dr. Jürgen Riedler, Organisator des Konzerts und langjähriges IPPNW-Mitglied, stellte das Projekt ausführlich vor, um dem Publikum deutlich zu machen, dass Eintrittsgeld und Spenden gut angelegt seien. Weiterlesen

Hebron heißt Freund – Ein Tag in Palästina

Abraham-Moschee in Hebron. IPPNW-Reise nach Israel/Palästina 2016. Foto: IPPNW

Abraham-Moschee in Hebron. IPPNW-Reise nach Israel/Palästina 2016. Foto: IPPNW

Hebron ist eine Stadt im südlichen Westjordanland. Ich steige aus dem Bus aus und werde von einer sehr netten Frau mit Arztkittel und Kopftuch empfangen, die mir – wie meistens zur Begrüßung – arabischen Kaffee anbietet (der ist etwas stärker und riecht nach Kardamon). Sie arbeitet im Hebron Emergency Center. Ein Mitarbeiter stellt uns die Arbeit im Zentrum vor. Davor habe ich im Bus erfahren, dass Hebron seit 1996 in zwei Teile geteilt ist: H1 und H2. Im H1-Gebiet wohnen Palästinenser, im H2-Gebiet auch Israelis. Das Emergency Center ist eine soziale Einrichtung für die Akutversorgung, wird uns berichtet. Weiterlesen

Streik im Krankenhaus und der Wert der Sorge

Vivantes Klinikum am Urban, Foto: omnola / CC BY-SA 2.0 Foto: omnola / CC BY-SA 2.0

Vivantes Klinikum am Urban, Berlin-Kreuzberg, Dezember 2014 / Foto: omnola / CC BY-SA 2.0

Am 25. und 26. April 2016 wurde im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst an verschiedenen Standorten der Vivantes Kliniken in Berlin gestreikt. Auch wenn die Streiks im Rahmen der TVöD-Runde stattfanden, ging es um sehr viel mehr als Lohnerhöhungen: Mit ihrer Kampagne ‚Zusammen stehen‘, sowie im Krankenhausalltag, streiten die Beschäftigten für bessere Bedingungen. Sie fordern die Wiedereingliederung der outgesourcten Bereiche, eine Bezahlung nach TVöD aller Beschäftigten sowie mehr Personal im Krankenhaus. Dass letzteres erfolgreich erstreikt werden kann, haben die Streiks an der Charité deutlich gezeigt. Sie leuchten daher den Weg auch für die Beschäftigten bei Vivantes. Weiterlesen