Krieg oder Frieden? Zum neuen Ost-West-Konflikt

Friedensdemonstration in Moskau im März 2015, Foto: Vladimir Varfolomeev/creativecommons.org/licenses/by/2.0

Friedensdemonstration in Moskau im März 2015, Foto: Vladimir Varfolomeev/creativecommons.org/licenses/by/2.0

Der Vortrag des Russlandexperten Kai Ehlers am 28. Mai 2017 in Hamburg

Auf Einladung der IPPNW, von Attac und den Violetten sprach der Russland-Experte Kai Ehlers zum Thema „Krieg oder Frieden? Zum neuen Ost-West-Konflikt“ (Youtube-Mitschnitt) Die in unseren Medien in der Regel verkürzten oder verschwiegenen Aspekte aus russischer Sicht kann der Referent aus seiner fast 40jährigen Erfahrung als Journalist, Publizist und Organisator wissenschaftlicher Kongresse zu Geschichte und Gegenwart Russlands darstellen. Unser Friede in Europa sei ein Scheinfriede, der die jenseitigen Kriege verursache. Um die Fülle der Konflikte zu verstehen, gab Ehlers einen Rahmen vor, der drei Elemente umfasst: Weiterlesen

Zivile Lösungen für Syrien: Aktionskonferenz in Köln

Aktionskonferenz "Zivile Lösungen für Syrien", 13.05.2017 in Köln. Foto: Friedenskooperative

Aktionskonferenz „Zivile Lösungen für Syrien“, 13.05.2017 in Köln. Foto: Friedenskooperative

Die Aktionskonferenz „Zivile Lösungen für Syrien – Was können wir als Friedensbewegung tun?“ am 13. Mai 2017 in Köln richtete ihr Augenmerk auf die Zivilgesellschaft in Syrien sowie auf die politisch Verantwortlichen in Deutschland. Ziel der Konferenz war es, der militärischen Logik mit einer friedenspolitischen Logik zu widersprechen. Die militärische Sicherheitslogik sieht überall Bedrohungen durch politische Gegner, Terrorismus und Fluchtbewegungen und will diesen „Gefahren“ für Wohlstand und Sicherheit mit immer mehr Rüstung und immer neuen Kriegen begegnen. Friedenslogik hält Ausschau nach präventiven Möglichkeiten, Konflikten zu begegnen, sucht nach Dialog und Kompromiss und sieht die Chancen, die auch in schwierigen Konstellationen liegen, wie z.B. der Ankunft sehr vieler Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Weiterlesen

Besuche in der Provinz

Flugblatt zum Referendum in Kiziltepe verteilt in Kurdisch, IPPNW-Delegationsreise in die Türkei, März 2017, Foto: IPPNW

Flugblatt zum Referendum in Kiziltepe verteilt in Kurdisch, IPPNW-Delegationsreise in die Türkei, März 2017, Foto: IPPNW

Wir sind mit der HDP Halkların Demokratik Partisi (Demokratische Partei der Völker) in Mardin in Südostanatolien verabredet. An der Polizeikontrolle am Ortseingang werden wir durchgewinkt. An der Artuklu Universität, wo noch vor kurzem das kurdologische Institut u.a. Lehrer ausgebildet und kurdische Lehrbücher entwickelt hat, hängen große rote türkische Fahnen ebenso wie am Rathaus, in dem wir im letzten Jahr den Oberbürgermeister Ahmet Türk getroffen haben.

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Diyarbakir – eine verwundete Stadt

Polizei- und Panzerpräsenz in Diyarbakir, März 2016. Foto: IPPNW

Polizei- und Panzerpräsenz in Diyarbakir, März 2016. Foto: IPPNW

Die unmittelbar erfahrbaren Spannungen des Krieges in Diyarbakir haben  im Vergleich zum letzten Jahr oberflächlich nachgelassen. Sie sind zu einer gewissen „Alltagsnormalität“ geworden. Unser alt vertrautes Hotel am Rand der Innenstadt, im letzten  Jahr noch geschlossen, konnten wir wieder beziehen. Viele Geschäfte in der Haupteinkaufsstraße haben wieder geöffnet, manche sogar dem „modernen Glanz einer deutschen Mittelstadt“ entsprechend neoliberal und etwas gleichförmig aufpoliert. Weiterlesen