Die IPPNW Peace Academy – ein feministischer Blickwinkel

Friedensfähig statt kriegstüchtig – Perspektiven aus dem Gesundheitswesen: unter diesem Motto stand die diesjährige IPPNW Peace Academy vom 6.-8. März 2026. Rund 25 junge Menschen aus ganz Deutschland haben sich in der Jugendherberge in Berlin-Wannsee getroffen, um sich zu medizinischer Friedensarbeit und der Militarisierung des Gesundheitswesens weiterzubilden, ihre eigene Rolle als Friedensstifter*in zu reflektieren und durch Argumentations- und Aktionstraining konkrete Skills zu erproben, diesen schwierigen Themen auch in ihrem (Berufs-)Alltag begegnen zu können. Dabei die Ambivalenzen und vermeintlichen Handlungszwänge, die in Politik und Gesellschaft oft unhinterfragt alternativlos dargestellt werden, zu entlarven, sich zu positionieren und Strategien zu entwickeln, war eine Aufgabe, die nicht immer leichtfiel und auch außerhalb der Seminareinheiten zu angeregten und anregenden Gesprächen und Diskussionen geführt hat. Weiterlesen

Gaza: Nein zum Angriff auf das humanitäre Völkerrecht

Rote Linie für Gaza: Protest vor dem Auswaertigen Amt am 5.6.2025. Foto: IPPNWRede von Franca Brüggen und Angelika Wilmen bei der Protestaktion vor dem Auswärtigen Amt am 5. Juni 2025

Die israelische Blockade Gazas seit dem 2. März 2025 führt zu einer humanitären Katastrophe: Die Hungersnot hat inzwischen den höchsten Grad an Ernährungsknappheit erreicht. Fast alle der in Gaza lebenden Menschen sind aufgrund der fehlenden Hilfslieferungen gefährdet, an Hunger, Dehydration oder Infektionserkrankungen zu sterben. UNICEF warnt, dass alle der 335.000 Kinder unter fünf Jahren von Mangelernährung bedroht sind. Eltern kochen Gras und Blätter, um ihre Kinder irgendwie zu ernähren. Und diese Hungersnot wurde bewusst herbeigeführt. Weiterlesen

Beide Seiten sehen und zuhören: Mit f&e in Israel und der Westbank

„Nur 7% der Deutschen waren in ihrem Leben schon mal in Israel.“
„Die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson.“

Die Reise nach Israel war für mich im Vorhinein eng mit meiner deutschen Identität verbunden, der damit einhergehenden historischen Verantwortung und der politischen Verbindung zwischen Deutschland und Israel. Enden sollte der Aufenthalt am 8. Oktober, ein Tag nach dem Angriff der Hamas und quasi am Tag der Bombardierung Gazas. Enden sollte der Aufenthalt mit der Erkenntnis, dass mich in den zwei Monaten ein Thema ganz besonders beschäftigt hatte, nämlich der Nah-Ost Konflikt sowie die Besatzungspolitik Israels in der Westbank. Weiterlesen

There’s no such thing as the voiceless: Bericht aus dem besetzten Westjordanland

f&e 2023. Foto: IPPNW

f&e 2023. Foto: IPPNW

“I now understand this loss of language as an outcome of staying with pain: the incomprehensible pain of those in Palestine-Israel against whom a new degree of cruelty has been unleashed, the personal pain of the loss of a dream that we could dare to imagine a new form of togetherness, where we allow ourselves to learn from pain rather than unleash it against others.”  Diese Worte der palästinensischen Autorin Adania Shibli fanden Wochen nach dem 7. Oktober 2023 eine große Resonanz in mir.

Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, wenn ich über die zwei Monate – August und September 2023 – die ich mit f&e im besetzten Westjordanland verbracht habe, berichten soll. Und diese Sprachlosigkeit, das Ringen um Worte, das Reflektieren der eigenen Position und eine unglaubliche Fassungslosigkeit über die bis heute anhaltende Eskalation der Gewalt sind seitdem ein ständiger Begleiter. Weiterlesen