Nuclearisation of Africa: Der erste Konferenztag

Radioaktive Tailings. Foto: Dörte Siedentopf / IPPNW

Radioaktive Tailings. Foto: Dörte Siedentopf / IPPNW

Wenige Tage nach der Katastrophe von Fukushima hatten 2011 erste Gespräche des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma mit Russland stattgefunden, bei denen es um den Bau von sechs Atomreaktoren in Südafrika ging. Wer den Zuschlag bekommt, ist auch jetzt noch nicht entschieden, aber es wird an ein Modell nach dem Motto „Build, Own, Operate“ gedacht. Für 20 Jahre wird der Preis für die Kilowattstunde von den Erbauern festgelegt.
Wer befürwortet diesen Plan in einem Land, in dem gegenwärtig fünf Millionen Haushalte ohne Elektrizität leben  müssen? Der Präsident und sein Umfeld, das Energieministerium und die Atomlobby weltweit. Weiterlesen

Recht auf Gesundheit – Recht auf Leben: Vortrag zur nuklearen Kette in Mainz

Alex Rosen im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern. Foto: Fabio Martire

Alex Rosen im Gespräch mit Ausstellungsbesuchern. Foto: Fabio Martire

Etwa 55 Personen sammelten sich am 28. April im Ratssaal des Mainzer Rathauses, um der Präsentation des Berliner Kinderarztes Dr. Alex Rosen zu folgen. Der Vortrag fand im Rahmen der Ausstellung „Hibakusha Weltweit“ statt, die ebenfalls im Rathaus noch bis Anfang Juni zu sehen ist. In der von der IPPNW zusammengestellten Präsentation geht es um die gesundheitlichen und ökologischen Folgen der sogenannten „Nuklearen Kette“. Die Ausstellung liegen Untersuchungsergebnisse von Patienten aus betroffenen Gebieten zugrunde. Diese Ergebnisse erwiesen sich als sehr aussagekräftige Parameter. Die Betroffenen werden „Hibakusha“ genannt, was direkt übersetzt „Explosionsopfer“ heißt. Mittlerweile werden sie nicht nur in Japan, sondern weltweit so genannt. Weiterlesen

Zerstörung indigener Lebensräume: Eindrückliche Statements in Québec

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Die Stadt erwacht in diesen Tagen aus ihrer Winterstarre. In den Parks schmelzen die schmutzigen Schneehaufen vor sich hin. In kleinen Rinnsalen fließt das Wasser den Asphalt hinunter. Auf dem St. Lorenz schwimmen träge die letzten Eisschollen – Die Sonne lockt einige Menschen auf die Sitzbänke entlang einer gewaltigen Befestigungsanlage aus dem 18. Jahrhundert. Der Kongress ist vorbei und ich bin danach erst einmal durch die Altstadt geschlendert, denn die beiden Panels am Vormittag waren sehr bewegend und anrührend: Indigene aus Grönland, Australien, der Mongolei und aus Afrika beschrieben, wie die Uranminen ihre Umwelt zerstört haben, wie ihr Widerstand gegen Probebohrungen mit Polizeigewalt unterdrückt wird und die ihnen anvertraute Erde innerhalb weniger Jahrzehnte zerstört wurde.

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Uran im Fokus: Delegierte aus aller Welt auf dem World Uranium Symposium

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Am 14, 15. und 16. April versammelten sich im Convention Center von Québec mehr als 200 Menschen – dabei waren Referent/innen aus Afrika, Australien, Bangladesch, Kanada, Europa, Indien, Japan, der Mongolei und den USA. Im Foyer hingen an den Säulen und Wänden die Poster der Ausstellung zur Nuklearen Kette. Diese war auch Thema der Vorträge in der Plenarsitzung des ersten Tages von Mariette Liefferink aus Südafrika, Ian Fairly aus England und Helen Caldicott aus Australien. Danach besuchte ich eine Arbeitsgruppe zum Thema „Radon und die Gesundheitsfolgen“. Weiterlesen