„Lebenslang“ zeigt die Folgen von Tschernobyl in berührenden Bildern

09.03.2015 Eröffnung der Fotoausstellung "lebenslang" in der Berswordthalle – Europäische Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima – Ausstellung von Ruediger Lubricht – Foto v.l. Inge Zeller, Fotograf Rüdiger Lubricht, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Matthias C Tümpel (IBB Dortmund) /                                      Copyright: Stephan Schuetze

9. März 2015: Eröffnung der Fotoausstellung „lebenslang“ von Rüdiger Lubricht in Dortmund – im Rahmen der Europäischen Aktionswochen für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima – Von links: Inge Zeller, Rüdiger Lubricht, Birgit Jörder, Matthias C. Tümpel / Copyright: Stephan Schütze

Großformatige Fotos von schwerkranken Kindern mitten in der Dortmunder Innenstadt? Manch ein Besucher der Berswordthalle in Dortmund dürfte sich wundern. „Es sind Bilder, die berühren“, sagte Matthias C. Tümpel, Vorsitzender des IBB Dortmund bei der Ausstellungseröffnung am 9. März 2015. Und sie vermitteln eine klare Botschaft: „Was muss denn sonst noch passieren nach Tschernobyl und Fukushima, damit wir die richtigen Lehren daraus ziehen?“

Mit der Ausstellung „lebenslang“ eröffnete das IBB Dortmund in Kooperation mit der IPPNW-Regionalgruppe Dortmund die Reihe der Veranstaltungen im Rahmen der vierten Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. Auf großformatigen Fotos dokumentiert Rüdiger Lubricht Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die nach der bisher schwersten technischen Katastrophe der Menschheit im Jahr 1986 zur Welt kamen und lebenslang mit schweren körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen kämpfen müssen. Weiterlesen

Update aus Wien: Von Worten zu Taten

Delegierte, die in der Wiener Hofburg ankamen, wurden zunächst von Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzs dekontaminiert. Foto: IPPNW/Alex Rosen

Delegierte, die in der Wiener Hofburg ankamen, wurden zunächst von einem Team des Internationalen Roten Kreuzes dekontaminiert. Foto: IPPNW/Alex Rosen

Gestern war der erste Tag der Staatenkonferenz hier in der Wiener Hofburg. Zur Erinnerung: Es geht um die Humanitären Folgen von Atomwaffen. Schon bei der Auftaktveranstaltung setzte der österreichische Außenminister Sebastian Kurz die Messlatte hoch („Wir können unsere Sicherheit nicht auf ewig unserem Glück überlassen“, „Es ist an der Zeit, von Wörtern zu Taten überzugehen“, „Wir müssen den Moment nutzen, Atomwaffen endlich abzuschaffen.“) Er hatte sich für diese Botschaft gewichtige Unterstützung geholt: Eine Rede des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon wurde verlesen, die eine ähnliche Stoßrichtung hatte, ebenso ein Grußwort von Papst Franziskus. Auch Peter Maurer, Präsident des Roten Kreuzes und Angela Kane, UN-Abrüstungsbeauftragte, riefen dazu auf, endlich von Worten zu Taten überzugehen. Besonders beeindruckend waren die persönlichen Erinnerungen von Setsuko Thurlow, einer Hibakusha aus Hiroshima. Weiterlesen

Den Stillstand überwinden: erste Eindrücke aus Wien

Civil Society Forum Wien

Civil Society Forum Wien am 6. und 7. Dezember 2014

In Wien kommen ab dem 9. Dezember mehr als 150 Staaten zusammen, um über Möglichkeiten zu sprechen, den Stillstand in der internationalen atomaren Abrüstung zu beenden. Es wird immer öfter und immer lauter über einen internationalen Vertrag zur Ächtung von Atomwaffen gesprochen  nicht nur auf der Ebene der Zivilgesellschaft, sondern endlich auch auf der politischen Ebene. Und mittlerweile können sich auch die großen Atomwaffenstaaten dieser Diskussion nicht mehr entziehen. Die ersten von ihnen haben bereits ihre Teilnahme in Wien angekündigt. Wir sind gespannt, welche Rolle sie spielen werden. Weiterlesen

Der Blickkontakt mit der Blattwanze

Cornelia Hesse-Honegger, Wissenschafts-Zeichnerin aus der Schweiz, berichtete über ihre Studien an Blattwanzen (Heteroptera), die sie im Süden Weißrusslands, aber auch in der Umgebung von Atomkraftwerken in der Schweiz und in Deutschland, ferner in der Nähe der Wiederaufarbeitungsanlagen in Sellafield (GB) und La Hague (F) sowie der Atombombenfabrik Hanford (USA) gesammelt hat.

Cornelia Hesse-Honegger, Wissenschafts-Zeichnerin aus der Schweiz, berichtete über ihre Studien an Blattwanzen (Heteroptera), die sie in der Umgebung von Atomkraftwerken gesammelt hat.

Ein Streiflicht von der Internationalen Tagung „Folgen von Atomkatastrophen für Mensch und Natur“, Ev. Akademie Arnoldshain, 4.-7.3.2014.
6.3.2014, abendliches Gespräch mit Cornelia Hesse-Honegger und Timothy Mousseau

Der Tag war anstrengend. Viele Vorträge aus Japan und Weißrussland, Tabellen, Zahlenkolonnen, Krebserkrankungen in den verstrahlten Regionen. Und dann ein zugleich erfrischendes und bedrückendes anderes Programm: Wie reagieren Insekten, Vögel, kleine Säugetiere, Pflanzen auf erhöhte Radioaktivität?

Der Biologe Timothy A. Mousseau von der University of South Carolina in Columbia, USA, hat mit seinem dänischen Kollegen Anders P. Møller und weiteren MitarbeiterInnen seit 2000 bei 30 Exkursionen die Tierwelt in der „Todeszone“ von Tschernobyl untersucht. Seit 2011 hat das Team 10 Forschungsreisen nach Fukushima unternommen. Weiterlesen