Zwischen Extremen – ein Besuch in Indien und Pakistan

Im Nachtzug von Delhi nach Mumbai mit einigen indischen Studierenden

Im Nachtzug von Delhi nach Mumbai mit einigen indischen Studierenden. Foto: © Franca Brüggen

Ende März veranstaltete die indische IPPNW (Indian Doctors For Peace And Development – IDPD) ein internationales Seminar in Delhi zum Ächtungsvertrag für Atomwaffen, mit dem Anspruch, auch Studierende einzubinden. Daher luden sie Kelvin Kibet aus Kenia und mich, als derzeitige, internationale Studierendensprecher ein, um vor Ort einen Workshop zu leiten. Da wir einen ganzen Vormittag Zeit hatten, hatten wir uns viel vorgenommen: Ich stellte die Hibakusha-Ausstellung („Hibakusha Worldwide“) vor, Kelvin leitete eine Brainstorm- Session zur Strategie der Jugend in der IPPNW, auch die indischen Studierenden hatten Vorträge vorbereitet und zum Schluss hatten wir noch eine Übung zum Thema Lobbying vorbereitet. Weiterlesen

A Journey to the Light – Intensive Diskussionen der Studierenden auf dem Weltkongress York

Von Faslane nach York: Studierende setzten radelnd ein Zeichen für den Frieden / August 2017, Faslane. Foto: IPPNW

Von Faslane nach York: Studierende setzten radelnd ein Zeichen für den Frieden / August 2017, Faslane. Foto: IPPNW

Am Wochenende vom 2. und 3. September 2017 fand die Internationale Studierendenkonferenz der IPPNW an der Universität York mit TeilnehmerInnen aus zwölf Ländern statt. Einige Mitglieder der deutschen Delegation reisten bereits am Freitag an und bezogen die Unterkunft in einem ehemaligen Kloster.

Der erste Höhepunkt der Konferenz war die Ankunft der Teilnehmer der IPPNW-Radtour, die von einem internationalen Empfangskomitee am Samstagabend begrüßt wurden. Die 13 Studierenden und ÄrztInnen aus Indien, Pakistan, Nepal, Russland, Kenia, Nicaragua und Deutschland waren in der vorangegangenen Woche unter dem Motto „A Journey from Darkness to Light“ vom schottischen Faslane aus Richtung York aufgebrochen. Täglich bis zu 100 km hinter sich lassend, hatten sie sich auf ihrem Weg mit PolitikerInnen und Interessierten zu Gesprächen und Diskussionen und natürlich zum Tee getroffen. Weiterlesen

Fernab von jeder Versorgung: Flüchtlingshilfe an den Grenzen von Serbien, Ungarn und Kroatien

Belgrad: HelferInnen verteilen im Park Suppe an Flüchtlinge. Foto: Franziska Pilz

Belgrad: HelferInnen verteilen im Park Suppe an Flüchtlinge. Foto: Franziska Pilz

Als ich aus der Bahn ausstieg und in Richtung Busbahnhof lief, traute ich meinen Augen kaum. Im Park neben dem Bahnhof waren Menschen über Menschen. Sie lagen und saßen auf dem bloßen Boden, manche hatten Decken, andere nicht. Ich begriff, dass es Geflüchtete waren, auf dem Weg nach Deutschland, oder wo immer sie einen sicheren Ort fänden. Es gab keine Zelte, keine Toiletten. Ich sah auch niemanden, der Essen verteilte. Keine Organisation schien vor Ort zu sein und zu helfen. Ich beschloss, dass ich etwas tun musste – vielleicht konnte dies mein Sozialprojekt werden?

Im August begann mein f&e in Belgrad mit meiner Famulatur im Clinical Center und es war noch nicht klar, was ich im zweiten Monat machen würde. Ich hatte  keine Ahnung, dass die Stadt zu dem Zeitpunkt Hot Spot der sogenannten Balkanroute für Geflüchtete war, die hauptsächlich aus  Syrien, Afghanistan und Irak kamen. Nun war ich mitten im Geschehen. Weiterlesen

Den Frieden leben: Das Welttreffen der NobelpreisträgerInnen

Tawakkol Karman und Dr Shirin Ebadi auf dem Weltkongress der Friedensnobelpreisträger

„Schiiten und Sunniten, wir sind alle nur Menschen, da machen wir keine Unterschiede.“ Tawakkol Karman und Dr. Shirin Ebadi auf dem Nobelpreisträgertreffen in Rom. / Foto: Noah Ayadi

Vom 11.-14. Dezember 2014 fand in Rom der 14. Weltkongress der Friedensnobelpreisträger mit dem Thema „Peace. Living it!“ statt. Da die IPPNW 1985 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, gab es für Studierende der IPPNW die Möglichkeit, daran teilzunehmen und in Podiumsdiskussionen und Workshops mit den NobellaureatInnen über eine friedlichere Welt zu diskutieren. Der Kongress hätte ursprünglich in Südafrika stattfinden sollen, aber nachdem die südafrikanische Regierung dem Dalai Lama auf Drängen von China kein Visum erteilt hatte, wurde der Kongress nach Rom verlegt. Dort kamen mehrere hundert Menschen zusammen: Nobelpreisträger, Mitglieder der Preisträgerorganisationen, RegierungsvertreterInnen, Studierende, SchülerInnen und natürlich VertreterInnen der Presse.
Weiterlesen