Die Gefahr durch Atomwaffen wächst

Die deutsche IPPNW-Delegation vor dem Austria Center, Wien

Delegation der deutschen Zivilgesellschaft vor dem Austria Center, Wien

19. und 20. Juni 2022

Nuclear Ban Forum: Der zweite Tag

Trotz vieler abendlicher Gespräche beim „Ban Better with Beer“ ging die Arbeit am Sonntagmorgen unverändert intensiv weiter. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildete die Bedeutung des Völkerrechts für die atomwaffenfreie Zukunft.

Ermutigende Beiträge kamen u.a. von der Premierministerin Neuseelands (zugeschaltet) und der Botschafterin Chan aus Costa Rica. Videoschaltungen nach Hiroshima und Nagasaki brachten die erschütternden Schicksale von Hibakushas der zweiten und dritten Generation direkt nach Wien, ebenso wie die Berichte Überlebender der Atomwaffenversuche im Pazifik und ihr Kampf um Wiedergutmachung. Die 600 Teilnehmer*innen aus über 60 Ländern und die 100 Speaker diskutierten engagiert in- und außerhalb der Veranstaltungen über ihre Aktivitäten und konnten viele Anregungen mit nach Hause nehmen. Das Forum war perfekt organisiert, herzlichen Dank an ICAN Österreich! Auf www.vienna.ican.org könnt Ihr Euch selbst davon überzeugen. Weiterlesen

Es geht los! Nuclear Ban Forum in Wien

Nuclear Ban Forum am 18.06.2022. Foto: Marlena Koenig / ICAN

18. Juni 2022

Lange wurde es geplant, mehrfach musste es verschoben werden – aber heute startete es endlich! Das ICAN Nuclear Ban Forum in der Aula der Wissenschaften in Wien! Kurz vor Beginn der ersten Vertragsstaatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages (AVV) kamen hier Hunderte ICANies, Vertreter*innen von Partnerorganisationen, Wissenschaftler*innen und andere Interessierte zusammen, um sich über Atomwaffen und die Möglichkeiten diese abzuschaffen auszutauschen und zu informieren.

Den Auftakt bildete ein spektakulärer Trailer über ICANs Arbeit und die Vorbereitung des Forums, der qualitativ auch in jedem Kino hätte laufen können. Es folgte ein Grußwort des österreichischen Außenministers Alexander Schallenberg, der sich in seinen Worten fast wie ein ICAN-Aktivist ausdrückte, vom AVV als die neue weltweite Norm sprach, dafür appellierte, dass im Ukraine-Krieg die rote Linie eines Atomwaffeneinsatzes auf keinen Fall überschritten werden dürfe und dass dies eine sehr reale und keine abstrakte Gefahr darstelle. Er endete mit einem Lob für ICANs Arbeit: „Wir brauchen Euch! Behaltet Euren Aktivismus aufrecht!“ Weiterlesen

Waffenlieferungen und Eskalationsrisiko

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, liebe IPPNW-Mitglieder, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,

die Bundesregierung und besonders der Bundeskanzler Olaf Scholz stehen unter massivem Druck, schwere Waffen in die Ukraine zu liefern.

Der Angriffskrieg Russlands und die schrecklichen Bilder unsäglichen Leids von Zehntausenden Menschen in der Ukraine lösen heftig Empörung aus
und den Ruf nach Gegenwehr, nach Waffen und nach schweren Waffen.

Aber welche Risiken und welche Nebenwirkungen sind mit Waffenlieferungen verbunden? Weiterlesen

Ein atomares Wettrüsten kann nicht gewonnen werden

Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,

angesichts der aktuellen Krisensituation scheint der Einsatz von Atomwaffen so bedrohlich wie lange nicht mehr. Wladimir Putin hat angekündigt, dass Länder, die sich in den russischen Krieg gegen die Ukraine einmischen, mit unvorstellbaren Konsequenzen rechnen müssten und damit mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Der russische Außenminister Lawrow hat letzte Woche gesagt, dass Waffenlieferungen durch NATO Staaten wie Deutschland diesen Krieg zu einem Stellvertreter-Krieg machen und die Gefahr eines Dritten Weltkrieges erhöhen und dass Waffentransporte angegriffen werden. Weiterlesen