Zunehmende Ungleichheit: Covid-19 und menschliche Entwicklung

Covid-19 and Human Development: Assessing the Crisis, Envisioning the Recovery, Foto: UNDP

IPPNW-Arzt Matthias Jochheim schrieb Ende April: „Scheinbar wie aus heiterem Himmel ist eine Seuche über uns gekommen, verursacht durch SARS-Cov-2-Viren“. Und genau diese Viren beeinflussen nun die globalen Gesundheitssysteme, das Berufsleben, die Bildung und Vieles mehr, und das obschon die genauen Folgen und Beeinträchtigungen zurzeit noch ungewiss sind. Derzeit ist lediglich klar, dass die Welt schwer betroffen ist und speziell Menschen, die bereits zuvor Benachteiligung erfahren haben. Weiterlesen

Auftakt der Debatte über bewaffnete Drohnen

Mahwache vor dem Bundesverteidigungsministerium am 11.05.2020. Foto: IPPNW

Am vergangenen Montag, den 11. Mai 2020, fand die Auftaktveranstaltung der öffentlichen Debatte zur Bewaffnung von Drohnen statt. In den Podiumsdiskussionen mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Politik und Wissenschaft wurde unter ethischen, militärisch-technokratischen und rechtlichen Aspekten über die ballistische Aufrüstung der bereits geleasten israelischen (noch-)Aufklärungsdrohnen debattiert. Die fünfstündige Veranstaltung im Bundesverteidigungsministerium wurde live auf YouTube übertragen. Gleichzeitig konnte man auf Twitter Fragen und Kommentare senden, von denen Ausgewählte mit in die Debatte hineinflossen. Weiterlesen

„Strick mir keine neuen Socken“

Lars Pohlmeier zusammen mit Andy Kanter (USA) and Sergeij Kolesnikov (Russland) in Potsdam. Foto: privat

Gedanken zu „75 Jahren Ende des Zweiten Weltkrieges“
In diesem Jahr gedenken wir des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs. Ich wurde 24 Jahre nach dessen Ende in der Stadt Bremen in Deutschland geboren. Als ich jung war, dachte ich: „Der Krieg? Wie lange ist das her“. Jetzt, im Alter von 51 Jahren, wird mir klar, wie wenig Zeit vergangen war. Natürlich habe ich keine persönlichen Erinnerungen oder Erfahrungen aus der Kriegszeit, aber mein Leben wurde von denen beeinflusst, die gelitten hatten. Es ist wichtig, die Erinnerungen und die Debatte lebendig zu halten, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Aus diesem Grund habe ich diesen Text geschrieben. Weiterlesen

Sie vergessen uns nicht – und das alleine zählt

Die Wohnsiedlung mit Park in Diyarbakir. Foto: IPPNW

Ich bin seit Mittwochabend wieder in Deutschland. Der Rückflug ließ sich bei Turkish Airline problemlos umbuchen, obwohl es zunächst hieß, dass eine Ausreise frühestens am 17. April wieder möglich sein würde. Am Flughafen in Hamburg gab es außer der normalen Passkontrolle keinerlei Befragungen oder Temperaturmessungen.

Ein paar Schlaglichter zum Schluss:
Corona war kein Thema, bis Präsident Erdogan aus Brüssel zurückkam und erste Krankheitsfälle bekannt wurden. Danach stiegen Angst, Panik, Verschwörungstheorien und Hamsterkäufe sprunghaft an und es gab nur noch dieses eine Thema. Die Menschen haben kein Vertrauen in die Maßnahmen der Regierung. Die besondere Bedrohung der Armen, der Flüchtlinge in den Camps und der Menschen im Kriegsgebiet wurde nur in der Ärztekammer thematisiert und auch die Situation der Gefangenen in den überfüllten Gefängnissen. Weiterlesen