Eine Fake-Debatte: Der sogenannte Wissenschaftsstreit unter Lungenärzten über Luftverschmutzung

Foto: Martin Fisch, CC BY-SA 2.0 (Bild bearbeitet)

Foto: Martin Fisch, CC BY-SA 2.0 (Bild bearbeitet)

In den letzten Tagen tobt in den Medien (bei tagesschau.de, ZDF, Hart aber Fair, Cicero, Bild und heute bei Anne Will) ein angeblicher „Wissenschaftsstreit unter Lungenfachärzten“ zu den gesundheitlichen Auswirkungen und den Grenzwerten von Feinstaub und NOx – nachdem der selbsternannte Experte und emeritierte Professor Dieter Köhler mit seinen Interviews und einer „Stellungnahme zur Gesundheitsgefährdung durch umweltbedingte Luftverschmutzung, insbesondere Feinstaub und Stickstoffverbindungen (NOx)“ große Medienresonanz ausgelöst hat. Zum Sachverhalt siehe auch den Eintrag zu Dieter Köhler bei Wikipedia (Abruf am 26.1.2019)

Die Gruppe um den Lungenarzt Köhler ist klein: Etwas über 100 von 3.800 angeschriebenen Fachkolleg*innen haben seine Stellungnahme unterzeichnet. Weiterlesen

Eintauchen in ein anderes Gesundheitssystem

Global Health Summer School 2018 in Kilifi, Kenya, Foto: Daniel Mutonga

Die Global Health Summer School in Kilifi, Kenia

Mitten in der Lernzeit für mein 2. Staatsexamen kam plötzlich eine unerwartete E-Mail über den IPPNW-Studierenden-Verteiler mit dem Hinweis auf eine Global Health Summer School in Kenia. Gar nicht so schlecht, dachte ich, und schon war meine Bewerbung abgeschickt (und über die nächsten Lerntage wieder vergessen).

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Die Doppelmoral der Regierung

Fotos von Jakob Huber/Campact, CC BY-SA 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Foto: Jakob Huber/Campact, CC BY-SA 2.0, creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0

Hohe Zäune, Stacheldraht, Schießbefehle, Ausreisesperren, biometrische Pässe, Blockierung der Grenzen durch aufgerüstetes Militär und Soldaten, Internierungslager, Einsperren von Menschen, die ihr Land verlassen wollen – bis in den 80er Jahren eine im Westen zu Recht kritisierte blutige Praxis osteuropäischer Staaten, die glücklicherweise dann an den eigenen Widersprüchen in sich zusammenbrach. Es waren die Menschen selbst, die dieses unfreie Kontrollregime über die eigenen Bürger zu Fall brachten.

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„Wir können hier kaum noch etwas verändern, wir brauchen eure Hilfe.“

Bei der Gesundheitsgewerkschaft SES in Diyarbakir

Bei der Gesundheitsgewerkschaft SES in Diyarbakir. Foto © IPPNW

Gesundheitsgewerkschaft SES
Erdogan ist auf Tour in der Osttürkei. Große Plakate mit Erdogans gephotoshoptem Konterfei kündigen überall seinen Besuch in Diyarbakir für den 17.3. an.
Die Stadt wird auf seinen Besuch vorbereitet. Lange Wimpelketten werden über die Straßen gehängt, Bürgersteige und Straßen geschrubbt. Wir sind gespannt, was morgen passieren wird.

Das Polizeiaufgebot vor dem Haus der SES, unserem ersten Termin heute, ist aber aus einem anderen Grund anwesend: Parallel zu unserem Treffen geben sie eine Presseerklärung. Wir sind froh, dass unsere Ankunft vielleicht als Teilnahme an dieser interpretiert wird. Denn die Abschreckung der Polizei wirkt auch hier: Einzig ein paar bereits entlassene Journalist*innen, die trotzdem weiter über private soziale Medien arbeiten, sind gekommen. Weiterlesen