Ein bewegender Auftakt

Die IPPNW-Ärztedelegation der deutschen Sektion mit den Gastgeschenken

Unsere IPPNW-Ärztedelegation in Hiroshima mit den Gastgeschenken für die japanische Sektion: eine echte Schwarzwälder Kuckucksuhr und 2 Roll-Ups, die die Aktivitäten der Regionalgruppen in ganz Deutschland zeigen

Mit einer bewegenden Veranstaltung haben etwa 500 Ärzte aus aller Welt den 20. IPPNW-Weltkongress in Hiroshima eröffnet. Zwei Atombombenüberlebende erzählten zu Beginn über ihre traumatisierenden Erinnerungen an den 8. August 1945. Lange Zeit habe er nicht über seine Erlebnisse sprechen können, erzählte der heute 75-jährige Nobumasa Kimura. Er war 8 Jahre alt, als Hiroshima dem Erdboden gleichgemacht wurde. Er verlor mehrere Familienangehörige. Als Arzt hat er sich mit den Krankheiten der Atombombenopfer beschäftigt. Und auch er selbst erkrankte schwer aufgrund der Folgen der Strahlung. „Die friedliche Nutzung der Atomenergie kann eine ebenso schreckliche Katastrophe verursachen. Wir müssen die Gefahren radioaktiver Strahlung überdenken“, sagte er zum Abschluss seiner Rede und sprach damit den deutschen IPPNW-Ärzten aus dem Herzen.

Als Gastgeschenk für die japanische IPPNW-Sektion haben wir bei der Willkommensfeier am Abend zuvor eine Schwarzwälder Kuckucksuhr übergeben. „Sie läuft zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie“, erklärte International Councillor Helmut Lohrer aus Villingen-Schwenningen bei der Übergabe, „man muss sie nämlich einmal die Woche per Hand aufziehen.“ Dazu erhielten die Gastgeber ein Roll-up mit den Aktivitäten der deutschen IPPNW-Regionalgruppen und einem Grußwort des Bürgermeisters für den Frieden von Hannover. Außerdem überreichte Dr. Angelika Claußen die Studie der deutschen IPPNW-Sektion über die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl, in japanischer Übersetzung. Der japanische Vorsitzende Keiichi Hiramatsu nahm sie dankend entgegen und versprach sie zu lesen.

Insgesamt 100 Exemplare dieser Studie in japanischer Sprache haben wir mit nach Hiroshima genommen, um sie an Ärzte und Vertreter von Anti-Atom-Initiativen zu verteilen. Ein sehr dankbarer Abnehmer war heute Abend bereits Hiroo Dohy, der Generalsekretär des Japanischen Roten Kreuzes, den wir auf einer Bootsfahrt zum berühmten Torii Tor vor der Insel Miyajima kennengelernt haben.

Sayonara aus Hiroshima, Ihre Angelika Wilmen (Pressesprecherin der IPPNW)