Neue Freundschaften und Einblicke in vielfältiges Engagement

Internationaler IPPNW-Studierendenkongress 2025

Internationaler IPPNW-Studierendenkongress 2025

Der Internationale IPPNW-Studierendenkongress 2025

Nachdem sich der Großteil der angemeldeten Studierenden am 1. Oktober 2025 zwischen 08:30 Uhr und 09:00 Uhr im Foyer der Dejima Messe in Nagasaki registriert hatte, ergriff Kanon Nakaishi (Japanische Student Representative) das Mikrofon. Ihre willkommen heißenden Worte richtete sie an ca. 50 Studierende aus über zehn Ländern, die sich für den Studierenden-Kongress einen Tag vor dem 24. IPPNW-Weltkongress in Nagasaki eingefunden hatten.

Da viele zum ersten Mal an einem IPPNW-Kongress teilnahmen, folgte eine kurze Einführung in die Arbeit der Organisation. Stella Ziegler und Walusungu Mtonga (Outgoing International Student Representatives (ISR)) stellten die Organisationsstruktur und Ziele der Internationalen IPPNW-Studierenden-Gruppe vor und beantworteten einige Fragen.

In den kurzen Pausen zwischen den einzelnen Programmpunkten gab es die Möglichkeit, mit neuen Menschen ins Gespräch zu kommen, wodurch auch ein erstes persönliches Kennenlernen der ISR-Kanditat:innen ermöglicht wurde, deren Wahl im nächsten Programmpunkt folgte.

Da leider nicht alle Bewerber:innen anwesend sein konnten, fand die offizielle Vorstellung neben persönlichen Ansprachen auch mittels Online-Konferenz und vorbereiteter Videobotschaften statt. Für die Wahl hatten die einzelnen Landesdelegationen ca. zehn Minuten Zeit. Es wurde zum Teil hitzig diskutiert, was nicht zuletzt an der großen Anzahl hoch qualifizierter Kandidat:innen lag. Die endgültige Entscheidung wurde dann von einer zuvor bestimmten Wahlperson eingereicht, sodass jedes Land über eine Stimme verfügte.
Mit einer knappen Mehrheit wurden Anna Khouri (Deutschland) und Namkhai Bayasgalan (Mongolei) als neue Student Representatives für die nächsten drei Jahre gewählt.

Die festliche Stimmung nach dem Wahlergebnis setzte sich auch im anschließenden Bericht über die vorangegangene Fahrradtour fort, der von Kanon mit Bildern und Anekdoten lebendig gestaltet war. Mehr zur Biketour kann hier nachgelesen werden.

Im Rahmen des anschließenden „World Cafés“ stellten Studierendengruppen aus acht verschiedenen Ländern in kleinen Gesprächsrunden ihre aktuellen Projekte vor. Rotiert wurde im Fünf-Minuten-Takt, sodass ein abwechslungsreicher und persönlicher Austausch entstand. Auf diese Weise wurde in kurzer Zeit deutlich, wie vielfältig das Engagement junger Menschen innerhalb der IPPNW weltweit ist. Die Delegation aus Sambia berichtete beispielsweise von ihrem Erfolg, ihre Regierung der Unterzeichnung des Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons (TPNW) näherzubringen und die Kenianer:innen erzählten von den viel besuchten Medical Peace Work Kursen an ihren Unis. Auch die deutsche Studi-Gruppe hatte die Gelegenheit, ihre Arbeit zu präsentieren und verteilte jede Menge deutsche Süßigkeiten an die anderen Teilnehmenden.

Die neuen Perspektiven boten reichlich Gesprächsstoff, den wir beim gemeinsamen Mittagessen und auf der anschließenden Fahrt zum Nagasaki Peace Park vertieften, wo eine Blumenzeremonie vor der Friedensstatue abgehalten wurde. Radio und Fernsehen begleiteten die Gedenkveranstaltung, wobei auch einige Studierende interviewt wurden.

Nach der Rückkehr zum Konferenzgebäude gaben drei ehemalige ISRs (Jans Fromow-Guerra, Kelvin Kibet und Alexander Rosen) spannende Einblicke in ihre frühere Arbeit, mitsamt den Herausforderungen, denen sie dabei begegneten. Alex erzählte, wie er damals die Biketour zum Leben erweckte und Jans berichtete von den Schwierigkeiten, Menschen in einer Zeit vor Social Media überhaupt zu erreichen.

Abschließend ergriffen die neu gewählten ISRs Anna und Namkhai das Wort und erkundigten sich nach Wünschen und Ideen der anwesenden Studierenden, die sie zukünftig in ihrer Arbeit berücksichtigen werden. Dabei ging es unter anderem darum, wie die Studierenden auch nach dem Kongress in Kontakt bleiben können und welche nächsten Schritte zum Ausbau der internationalen Zusammenarbeit unternommen werden sollten.

Abgerundet durch ein Gruppenfoto, endete der Tag gegen 17:00 Uhr.

Der Studierenden-Kongress war eine außergewöhnliche Gelegenheit für uns, neue Freundschaften aufzubauen und Einblicke in die Arbeit anderer Gruppen zu gewinnen. Wir nehmen viele neue Ideen und Motivation für kommende Projekte mit.

Tillmann Arlt ist Medizinstudent an der Charité Berlin und war Teilnehmer des IPPNW-Studierendenkongresses 2025.