Auswirkungen des Atomwaffenverbotsvertrages

Der Atomwaffenverbotsvertrag ist notwendig, um die Debatte zu diesen Massenvernichtungswaffen zu ändern.

Wichtigster Effekt des Verbots von Atomwaffen ist eine nachhaltige Veränderung der Abrüstungsdebatte. Dies hat sich bereits mit dem Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages (AVV) gezeigt und wird mit weiteren Ratifikationen noch erheblich zunehmen. Insbesondere bei zukünftigen Konferenzen des Nichtverbreitungsvertrages (NVV) wird die „schweigende Mehrheit“, die keine Atomwaffen hat und Fortschritte bei der Abrüstung einfordert, geschlossener und durchsetzungsfähiger auftreten. Der Druck auf die Nuklearwaffenstaaten wächst, zugesagte Abrüstungsschritte endlich umzusetzen und echte Fortschritte in der nuklearen Abrüstung auszuhandeln.
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Friedenslogik in Aktion: Die dritte Peace Academy

Taube von Banksy, Bethlehem. Foto: Derek Winterburn / CC BY-ND 2.0

Taube von Banksy, Bethlehem. Foto: Derek Winterburn / CC BY-ND 2.0

Einen Tag nach dem Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages fand am 23. Januar 2021 die diesjährige IPPNW-Peace Academy statt. Wie momentan nötig, hatte sich das Orgateam entschieden, das Seminar in den digitalen Raum zu verlegen. Durchaus schweren Herzens, denn die Peace Academy lebte in den letzten Jahren vom persönlichen Austausch und den interaktiven Methoden. Umso schöner war es, beschwingt von den vielen Aktionen am Tag zuvor, mit 28 Menschen über Frieden zu sprechen. Notgedrungenermaßen war das Programm auf eine 5,5-stündige Onlineveranstaltung reduziert worden. Frage nach dem Frieden-Machen, der wir uns aus verschiedenen Perspektiven angenähert haben. Dabei wurden wir von unserer erfahrenen Moderatorin Florencia Benitez-Schäfer begleitet. Unterstützt hat die Peace Academy in diesem Jahr die Bertha-von-Suttner-Stiftung der DFG-VK. Weiterlesen

ICAN Paris Forum 2020

Setsuko Thurlow und Beatrice Fihn, Quelle: ICAN Deutschland

Am 14. und 15. Februar 2020 fand das internationale Paris Forum statt, das von ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) und ICAN Frankreich organisiert wurde. Unter dem Motto „How to Ban Bombs and Influence People“ kamen ungefähr dreihundert Friedensaktivist*innen aus der ganzen Welt zusammen. Während dieser zwei intensiven Tage durften wir beeindruckenden Geschichten lauschen und sehr inspirierende Menschen kennenlernen. Weiterlesen

Das Ende des INF-Vertrages: Welche Rolle kann Europa jetzt einnehmen?

Egon Bahr Symposium 2019 in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin am 23.09.2019, Foto: IPPNW

Der INF-Vertrag ist ein historisches Rüstungskontrollabkommen. Er war seit dem 1. Juni 1988 in Kraft und galt in den letzten drei Jahrzehnten als ein zentrales Element der internationalen Sicherheitsarchitektur. Der als Wendepunkt des Kalten Krieges geltende Vertrag führte zur Abschaffung aller landgestützten ballistischen Raketen und Marschflugkörper mit kürzerer Reichweite von 500 bis 1.000 Kilometern sowie mit einer mittleren Reichweite von 1.000 bis 5.500 Kilometern. Weiterlesen