Bittere Zeiten für Friedensaktivisten

Dr. Ahmed Saada, IPPNW-Vizepräsident für den Nahen Osten

Dr. Ahmed Saada, IPPNW-Vizepräsident für den Nahen Osten

Eine Einschätzung über die Situation hier bei uns in Ägypten zu geben ist nicht so einfach. Alles ändert sich ständig, täglich wird die Situation schlimmer. Hunderte von friedlichen Menschen sind in den vergangenen Wochen getötet worden, Tausende verletzt. Ich war selbst vor Ort, da meine Freunde und ich ein Feldlazarett aufbauten um Menschen zu behandeln und Leben zu retten. Meiner Meinung nach ist es den Muslimbrüdern nicht gelungen, die Situation seit der Revolution unter Kontrolle zu bringen. Ich glaube, dass sie viele schreckliche Fehler gemacht haben, aber sie sind keine Verräter. Sie hatten das Wohl des Landes im Sinn, aber auch ihren eigenen Vorteil. Was jetzt passiert ist, ist ein Militärputsch und zwar ein blutiger.

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Vom Erfolg der Mission überzeugt

Nun geht es morgen endlich los – vier Tage Verspätung. Die Verfrachtung der viele Tonnen fassenden Güter in Istanbul und Athen dauerte länger und war schwieriger als vorausgesehen. Die Schiffe haben gestern Athen verlassen und werden Freitagnachmittag am vereinbarten Treffpunkt sein, wo dann auch die „Rachel Corrie“ aus Irland zu uns stoßen wird. Da wir die schnellsten Schiffe von Hagios Nikolaos haben, können wir uns noch eine Nacht in Hotelbetten leisten. Dann aber geht es los, jeweils ca. 15 Personen auf Challenger I und II. Auf der Höhe von Zypern werden wir weitere Passagiere aufnehmen, Zypern selbst aber nicht anlaufen. Weiterlesen