Kriege können nur präventiv verhindert werden! Ostermarsch in Neuruppin

Peace! Foto: Alice Donovan Rouse / unsplash

Peace! Foto: Alice Donovan Rouse / unsplash

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

mich persönlich verbindet Neuruppin mit zwei Dingen: In den 90er und Anfang der 2000er Jahren gab es rund um das damalige militärische Gelände „Bombodrom“ eine große, letztendlich erfolgreiche Bewegung gegen die Militarisierung dieser Gegend und schließlich die Umwidmung in ein ziviles Projekt. Das hat bundesweit ausgestrahlt. Dieses Erbe, nämlich, wenn die Zivilgesellschaft beharrlich zusammensteht, auch was bewirken kann, behaltet auch heute in einer weit komplizierteren Welt im Gedächtnis.

Die zweite persönliche Verbindung war vor einigen Jahren, als ich ein dreiviertel Jahr hier in der Nähe gewohnt und Neuruppin mein ärztlicher Arbeitsplatz war. Ich habe einige Einblicke in die Sozialstruktur Eurer Stadt bekommen, die mich tief beeindruckt hat. Weiterlesen

Never whisper in the presence of wrong! Abschied von Bernard Lown

Bernard Lown. Foto: IPPNW

Bernard Lown. Foto: IPPNW

Bernard Lown, einer der Gründer, langjähriger Präsident und Motor der IPPNW ist am 16. Februar 2021 im Alter von 99 Jahren in seinem Haus in Boston verstorben. Er war ein Visionär, der sowohl in der Medizin als auch in der Politik Geschichte geschrieben hat. Als Professor der Kardiologie der Harvard-Universität in Boston leistete er wegweisende Arbeit zur Erforschung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen und war wesentlich an der Entwicklung des Defibrillators beteiligt. 1985, fünf Jahre nach Gründung der IPPNW, nahm er gemeinsam mit seinem Co-Präsident Evgenij Chazow aus der damaligen UdSSR den Friedensnobelpreis entgegen.

Vor 30 Jahre stellte er uns in Stockholm das „IPPNW-Dreieck“ vor. Damit illustrierte er die fundamentale Verbindung zwischen Armut, Umweltzerstörung und Krieg. Bernard Lown hat Krieg als Krankheit verstanden und den Atomkrieg als ihre extremste Form. Er erklärte uns, dass wir die Ursachen verstehen müssen, um Kriege zu verhindern. Weiterlesen

Sechs Jahre Fukushima: Die Atomkatastrophe besteht fort

Arbeiten am AKW Fukushima, November 2016. Foto: TEPCO, http://photo.tepco.co.jp

Arbeiten am AKW Fukushima, November 2016. Foto: TEPCO, http://photo.tepco.co.jp

Sechs Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit den Folgen. Die havarierten Atomreaktoren des AKW Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im inneren der Reaktorkerne wurden kürzlich so hohe Strahlenwerte gemessen, dass ein Mensch nach wenigen Minuten sterben würde. Auch Roboter können in den hoch verstrahlten Reaktoren nicht arbeiten. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird, ähnlich wie in Tschernobyl, vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, sodass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tsunamis oder Stürmen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen. Weiterlesen