Es geht los! Nuclear Ban Forum in Wien

Nuclear Ban Forum am 18.06.2022. Foto: Marlena Koenig / ICAN

18. Juni 2022

Lange wurde es geplant, mehrfach musste es verschoben werden – aber heute startete es endlich! Das ICAN Nuclear Ban Forum in der Aula der Wissenschaften in Wien! Kurz vor Beginn der ersten Vertragsstaatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages (AVV) kamen hier Hunderte ICANies, Vertreter*innen von Partnerorganisationen, Wissenschaftler*innen und andere Interessierte zusammen, um sich über Atomwaffen und die Möglichkeiten diese abzuschaffen auszutauschen und zu informieren.

Den Auftakt bildete ein spektakulärer Trailer über ICANs Arbeit und die Vorbereitung des Forums, der qualitativ auch in jedem Kino hätte laufen können. Es folgte ein Grußwort des österreichischen Außenministers Alexander Schallenberg, der sich in seinen Worten fast wie ein ICAN-Aktivist ausdrückte, vom AVV als die neue weltweite Norm sprach, dafür appellierte, dass im Ukraine-Krieg die rote Linie eines Atomwaffeneinsatzes auf keinen Fall überschritten werden dürfe und dass dies eine sehr reale und keine abstrakte Gefahr darstelle. Er endete mit einem Lob für ICANs Arbeit: „Wir brauchen Euch! Behaltet Euren Aktivismus aufrecht!“ Weiterlesen

Es geht darum, Kriege abzuschaffen – Ostermarsch Nürnberg

Stop War!

Stop War! Foto: Mathias P.R. Reding / Pexels.com

Liebe Freundinnen und Freunde des Friedens!

Eigentlich möchte ich heute hier nicht stehen. Eigentlich hätte ich gedacht, dass Frieden eine Selbstverständlichkeit in Deutschland sei, einem Land, das von  keiner Seite aus bedroht oder angegriffen wird. Der völkerrechtswidrige Krieg der russischen Armee gegen die Ukraine zeigt uns jedoch: Frieden möchte gepflegt werden. Und es reicht nicht aus, sich für den Aggressor Wladimir Putin fremdzuschämen, sondern wir müssen uns selbst an die eigene Nase fassen und uns fragen, wie wir zu einem friedlichen Miteinander beitragen können.

Daher muss ich hier und heute stehen und reden für den Frieden und gegen jeden Krieg, und zwar gleich in drei Positionen:

Zum einen, weil ich als Ärztin friedlichen Konfliktlösungen verpflichtet bin. Als Mitglied einer Ärzteorganisation, die 1986 den Friedensnobelpreis erhielt, weil damals ein russischer und ein amerikanischer Kardiologe gemeinsam die Welt darauf aufmerksam machten, daß ein nuklearer Erstschlag, egal von welcher Seite, das Ende der Menschheit bedeuten würde und es gäbe keine Medizin der Welt, die da noch helfen könnte. Weiterlesen

Ukrainekrieg: Wir müssen eine atomare Eskalation verhindern

Stoppt den Krieg. Demonstration in Berlin

Stoppt den Krieg. Demonstration in Berlin

Rede von Dr. Lars Pohlmeier bei der Demonstration „Stoppt den Krieg“ am 13.03.2022 in Berlin

Ich bin wieder zu Euch nach Berlin gekommen, ernst, in großer Sorge – aber nicht entmutigt. Seit fünf Tagen wohnen die Rentner Tatjana und Juri aus Kiew bei uns in Bremen. Sie hatten genau 30 Minuten Zeit, als ihr Sohn Sacha anrief, um ihnen zu sagen: Putin greift die gesamte Ukraine an. Packt eure Sachen ein. Ich hole euch ab. Wir fliehen. Ein ganzes Leben – und in 30 Minuten ist alles anders.

30 Minuten. Wie lange bräuchten russische Atomwaffen, um Berlin zu erreichen, während wir hier zusammen sind? Für uns ist das Ende des Leben, dass wir kennen, nein, das Leben überhaupt, nur drei bis fünf Minuten entfernt. Weiterlesen

Der Ukraine-Konflikt kann nicht militärisch gelöst werden

no war!

Rede von Ute Rippel-Lau auf der Friedenskundgebung am 26.02. in Hamburg

Liebe Friedensfreundinnen, liebe Friedensfreunde,
die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt den völkerrechtswidrigen russischen Militärangriff auf die Ukraine aufs Schärfste! Wir fordern die russische Regierung auf, die Kriegshandlungen sofort einzustellen und zu Verhandlungen zurückzukehren. Der Krieg könnte sich zu einer globalen humanitären Katastrophe ausweiten, wenn Atomkraftwerke massiv beschädigt werden sollten oder ein Krieg zwischen atomar bewaffneten Nationen ausbricht.

Jeder Krieg verletzt das Menschenrecht auf Gesundheit und körperliche
Unversehrtheit in dramatischer Weise. Es ist unsere Aufgabe als Ärzte, Leben zu
retten und vor Schaden zu bewahren. Jetzt bahnt sich mitten im Europa des 21.
Jahrhunderts eine menschengemachte und vermeidbare humanitäre Katastrophe
an. Seit 2014 hat der Krieg in der Ostukraine 13.000 Menschen das Leben
gekostet. Drei Millionen Menschen mussten flüchten. Unsere Sorgen gelten jetzt den Menschen in der Ukraine, die von den humanitären Folgen von Krieg und Flucht betroffen sind. Weiterlesen