Eine Zukunft ohne Atomwaffen

Gruppenbild der Teilnehmer*innen des IPPNW-Weltkongress 2025 in Nagasaki, Japan4. Oktober 2025, Tag 3 des IPPNW Weltkongresses in Nagasaki

Lost in translation in Nagasaki? So geht es uns häufig hier in Japan und nicht immer hilft dann die Sprach-App weiter. Aber dank der großen Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die uns hier entgegengebracht wird, lassen sich alle Probleme schnell lösen. Noch beschwingt von der Dinner-Party am Vorabend mit dem Beisammensein und vielen guten Gesprächen mit Menschen aus aller Welt machen wir uns auf zum dritten Kongresstag. Es nieselt etwas, aber es ist warm, ein Stück verlängerter Sommer, der zu Hause schon zu Ende war.

Zentrales Thema auf der heutigen Plenarsitzung ist die atomare Bedrohung im Asiatisch-Pazifischen Raum. Insgesamt ist das atomare Risiko durch die Atommächte Nordkorea, USA, China, Russland, Indien und Pakistan in dieser Weltgegend gestiegen. Tausende Kilometer von Europa und dem Ukrainekrieg entfernt, erleben wir hier einen ganz anderen Blickwinkel auf die Konflikte der Welt. Weiterlesen

Erschütternder Bericht über den ärztlichen Einsatz im Flüchtlingscamp auf der Insel Kos

Symbolbild Stacheldraht

Jeremy Sternberg / CC BY-NC 2.0

Die fremdenfeindlichen Debatten, die jetzt im Wahlkampf alle gemäßigten Stimmen übertönen, gibt es ganz ähnlich auch in Griechenland. Das hat konkrete Auswirkungen auf die Art, wie in Griechenland mit den ankommenden Menschen umgegangen wird. Die Bedingungen, unter denen Menschen im Flüchtlingscamp in Kos leben müssen, sind Ausdruck einer weitgehenden Verrohung. Für die Schutzsuchenden im Camp gibt es keine staatliche medizinische Betreuung, nur NGOs kümmern sich um die dringendsten Notfälle. Ein erschütternder Bericht eines ehrenamtlich dort tätigen Arztes.

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Gesundheitsbedingungen in türkischen Gefängnissen: Eine Konferenz in Istanbul

Die Konferenz zu Gesundheitsbedingungen in türkischen Gefängnissen. Foto: Ghassemlou

Recht kurzfristig wurde ich zu einem internationalen Workshop mit dem Titel „Gesundheitsbedingungen in türkischen Gefängnissen“ am 6. Oktober 2024 nach Istanbul eingeladen. Als Mitglied der IPPNW-Gruppe „Menschenrechte Türkei“ kam mir die Einladung sehr gelegen, da ich immer öfter in den letzten zwei Jahren in den Menschenrechtsnachrichten aus der Türkei (HRFT / TIHV) las, dass die Haftzeit von Gefangenen von der Gefängnisverwaltung oft mehrfach willkürlich verlängert wird.

Ziel des Workshops war es, medizinische Expert*innen und internationale medizinische Organisationen für die Folter- und Misshandlungsbedingungen in türkischen Gefängnissen im Allgemeinen und die Isolationsbedingungen von Abdullah Öcalan und seinen drei Mitgefangenen auf der Gefängnisinsel Imrali im Besonderen zu sensibilisieren. Eingeladen hatte der Demokratische Kongress der Völker (HDK), ein Dachverband zivilgesellschaftlicher und politischer Organisationen in der Türkei. Weiterlesen

Ärztliche Friedensarbeit auf steinigen Wegen

Treffen "IPPNW-RegioContac Nord" 2024

Das Treffen “IPPNW-RegioContac Nord” am 20. Januar 2024 in Güstrow mit über 30 Kolleg*innen.

Die IPPNW-Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern

Unsere noch kleine Regionalgruppe existiert erst seit einem Jahr. Wir sind zur Zeit fünf Kolleginnen und Kollegen, die sich regelmäßig im kleinen Ort Bützow (zwischen Schwerin und Rostock) in Präsenz treffen. Bei Online-Treffen würde neben der aufwändigeren Technik die soziale und kommunikative Komponente fehlen.

Wie sind wir zusammengekommen? Es gab in den letzten Jahren schon mehrere Versuche, die wenigen aktiven IPPNW-Mitglieder in diesem Bundesland zusammenzubringen. Den Anstoß, friedenspolitisch aktiv zu werden, gaben dann schließlich der Ukrainekrieg und die damit erhöhte Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes. In einem Flächenstaat, wo die Friedensbewegung selbst nur ein Nischendasein führt, betragen die Entfernungen zwischen einzelnen aktiven Mitgliedern manchmal bis zu 100 km. Weiterlesen