Eine Zukunft ohne Atomwaffen

Gruppenbild der Teilnehmer*innen des IPPNW-Weltkongress 2025 in Nagasaki, Japan4. Oktober 2025, Tag 3 des IPPNW Weltkongresses in Nagasaki

Lost in translation in Nagasaki? So geht es uns häufig hier in Japan und nicht immer hilft dann die Sprach-App weiter. Aber dank der großen Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die uns hier entgegengebracht wird, lassen sich alle Probleme schnell lösen. Noch beschwingt von der Dinner-Party am Vorabend mit dem Beisammensein und vielen guten Gesprächen mit Menschen aus aller Welt machen wir uns auf zum dritten Kongresstag. Es nieselt etwas, aber es ist warm, ein Stück verlängerter Sommer, der zu Hause schon zu Ende war.

Zentrales Thema auf der heutigen Plenarsitzung ist die atomare Bedrohung im Asiatisch-Pazifischen Raum. Insgesamt ist das atomare Risiko durch die Atommächte Nordkorea, USA, China, Russland, Indien und Pakistan in dieser Weltgegend gestiegen. Tausende Kilometer von Europa und dem Ukrainekrieg entfernt, erleben wir hier einen ganz anderen Blickwinkel auf die Konflikte der Welt. Weiterlesen

WHO befasst sich mit Folgen eines Atomkrieges

Foto: KI generiert / www.freepik.com

Besorgt über die wachsende nukleare Bedrohung prüft die WHO die gesundheitlichen Auswirkungen eines Atomkriegs

In der durch den anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die israelische Aggression gegen den Gazastreifen stark angespannten Stimmung ist die Angst groß vor dem Einsatz von Atomwaffen. Lange behandelten die Menschen rund um den Globus, die Notwendigkeit der Abschaffung von Atomwaffen herablassend. So beschäftigten sie sich kaum mit dem Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (AVV). Und das, obwohl der Vertrag 2017 von einer überwältigenden Mehrheit der Delegierten in der UN-Generalversammlung mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen wurde. Aber jetzt, da die Angst vor der nuklearen Bedrohung zunimmt, werden die Menschen für die Notwendigkeit nuklearer Abrüstung sensibilisiert. Gerade auch in Südasien spüren sie nach dem jüngsten kurzen Krieg zwischen Indien und Pakistan die nukleare Gefahr. Weiterlesen

US-Atomwaffengegnerin geht für 229 Tage ins deutsche Gefängnis

Susan Crane (li) protestiert in Büchel.

Die Friedensaktivistin und Atomwaffengegnerin Susan Crane aus Kalifornien wird am 4. Juni 2024 für 229 Tage ins Gefängnis in Rohrbach bei Mainz gehen. Wie dutzende deutscher und amerikanischer Atomwaffengegner*innen versteht sie ihren Schritt  als weitere”Mahnwache hinter Gittern”. Susan Crane, Mutter von zwei erwachsenen Kinder und Großmutter von vier Enkelkindern, beteiligte sich an mehreren gewaltfreien Go-In-Aktionen in den Atomwaffenstützpunkt Büchel. Dafür wurde sie zu dieser bisher höchsten Strafe zu gewaltfreien Büchel-Aktionen rechtskräftig verurteilt. Bis in die höchsten Gerichte wurde ihre Berufung abgelehnt.  Weiterlesen

Youth for TPNW: Blog #2 von der zweiten Staatenkonferenz zum Atomwaffenverbot

Die IPPNW-Delegation aus Deutschland in New York.

Dienstagmittag, 12:30 Uhr im United Nations Church Center: Fast 100 junge Menschen aus über 20 Ländern der Welt treffen sich zur YouthMSP, einer Jugendkonferenz, die parallel zur 2MSP im Gebäude gegenüber stattfindet. Mit Blick auf das UNHQ-Gebäude fanden zwei Panel-Diskussionen und anschließend eine Diskussionsrunde in Kleingruppen statt. Themen waren unter anderem die Umsetzung des TPNW (Atomwaffenverbotsvertrag) mit Fokus auf Artikel 6 und 7. Seth Sheldon sprach viel vom sogenannten Prinzip der Universalisation, was uns schon am Sonntag auf dem Campaigners-Meeting begegnet war. Besonders wichtig war hierbei, dass der TPNW gar nicht so kompliziert ist, wie er vielleicht auf den ersten Blick scheint: Jede Person kann ihn verstehen und die Werte und Normen, die der Vertrag vermittelt, verbreiten.

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