Uran im Fokus: Delegierte aus aller Welt auf dem World Uranium Symposium

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Das World Uranium Symposium in Québec, Foto: Nature Quebec

Am 14, 15. und 16. April versammelten sich im Convention Center von Québec mehr als 200 Menschen – dabei waren Referent/innen aus Afrika, Australien, Bangladesch, Kanada, Europa, Indien, Japan, der Mongolei und den USA. Im Foyer hingen an den Säulen und Wänden die Poster der Ausstellung zur Nuklearen Kette. Diese war auch Thema der Vorträge in der Plenarsitzung des ersten Tages von Mariette Liefferink aus Südafrika, Ian Fairly aus England und Helen Caldicott aus Australien. Danach besuchte ich eine Arbeitsgruppe zum Thema „Radon und die Gesundheitsfolgen“. Weiterlesen

Bundeswehr verträgt die Wahrheit nicht

Büchel65: Blockade am 2. April 2015. Foto: www.buechel-atomwaffenfrei.de

Büchel65: Eine „Geburtstagsblockade“ am 2. April 2015. Foto: www.buechel-atomwaffenfrei.de

„Hier auf dem Fliegerhorst Büchel üben deutsche Soldaten, auf NATO-Befehl US-Atombomben ins Ziel zu fliegen und abzuwerfen. Das ist verfassungswidrig und gegen das Völkerrecht! Wir leisten Widerstand!“

Seit gestern nachmittag steht dieser Text auf einem großen Transparent an der Bundesstraße 259 nahe der Einfahrt zum Haupttor des Fliegerhorsts. Im Rahmen von büchel65 wurde es am Rande des Mahnwachenplatzes aufgestellt. Es soll daran erinnern, welches Unrecht hier täglich praktiziert wird. Die meisten Beschäftigten auf diesem Fliegerhorst müssen morgens und abends an diesem Transparent vorbei und sollten zum Nachdenken ermuntert werden. Auch die vorbeifahrende Autofahrer wollten wir aufmerksam machen. Über den Inhalt dieses Transparentes beschwerte sich die Bundeswehr umgehend und machte Druck auf die Eigentümerin des Mahnwachenplatzes und die Polizei, so dass diese einen formalen Grund hatten, das Transparent wieder entfernen zu lassen. Wir werden es jetzt jeden Morgen am Haupteingang zeigen. Weiterlesen

Büchel 65 – ein erster Bericht

Büchel65. Foto: atomwaffenfrei.jetzt

Büchel65. Foto: atomwaffenfrei.jetzt

Seit dem 26. März 2015 kommen Gruppen aus verschiedenen Städten und Gemeinden – darunter auch Freundeskreise, eine Geburtstagstafel und eine Gottesdienstgruppe – in die südliche Eifel, um vor dem Eingang zu Deutschlands bislang einzigem Atomwaffenstandort störend mit vielfältigen Aktionen des zivilen Ungehorsams präsent zu sein. Die Bereithaltung von Atomwaffen und die Androhung ihres Einsatzes sind ein Unrecht!

Das Datum der erfolgreichen Auftaktblockade wurde bewusst zur Erinnerung an den fünften Jahrestag des Bundestagsbeschlusses zum atomwaffenfreien Deutschland, gewählt. Dieser Beschluss wurde bisher von allen Bundesregierungen ignoriert. Politischen Druck, über Demonstrationen, Mahnwachen und legale Aktionen hinaus gegebenenfalls juristische Konsequenzen mitzutragen, ist angesichts der sich zuspitzenden militärischen Lage das Gebot der Stunde. Erst vor kurzem wurde die berühmte Doomsday Clock der internationalen Atomwissenschaftler auf drei Minuten vor zwölf vorgestellt. Weiterlesen

Update aus Wien: Von Worten zu Taten

Delegierte, die in der Wiener Hofburg ankamen, wurden zunächst von Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzs dekontaminiert. Foto: IPPNW/Alex Rosen

Delegierte, die in der Wiener Hofburg ankamen, wurden zunächst von einem Team des Internationalen Roten Kreuzes dekontaminiert. Foto: IPPNW/Alex Rosen

Gestern war der erste Tag der Staatenkonferenz hier in der Wiener Hofburg. Zur Erinnerung: Es geht um die Humanitären Folgen von Atomwaffen. Schon bei der Auftaktveranstaltung setzte der österreichische Außenminister Sebastian Kurz die Messlatte hoch („Wir können unsere Sicherheit nicht auf ewig unserem Glück überlassen“, „Es ist an der Zeit, von Wörtern zu Taten überzugehen“, „Wir müssen den Moment nutzen, Atomwaffen endlich abzuschaffen.“) Er hatte sich für diese Botschaft gewichtige Unterstützung geholt: Eine Rede des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon wurde verlesen, die eine ähnliche Stoßrichtung hatte, ebenso ein Grußwort von Papst Franziskus. Auch Peter Maurer, Präsident des Roten Kreuzes und Angela Kane, UN-Abrüstungsbeauftragte, riefen dazu auf, endlich von Worten zu Taten überzugehen. Besonders beeindruckend waren die persönlichen Erinnerungen von Setsuko Thurlow, einer Hibakusha aus Hiroshima. Weiterlesen