„Strick mir keine neuen Socken“

Lars Pohlmeier zusammen mit Andy Kanter (USA) and Sergeij Kolesnikov (Russland) in Potsdam. Foto: privat

Gedanken zu „75 Jahren Ende des Zweiten Weltkrieges“
In diesem Jahr gedenken wir des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs. Ich wurde 24 Jahre nach dessen Ende in der Stadt Bremen in Deutschland geboren. Als ich jung war, dachte ich: „Der Krieg? Wie lange ist das her“. Jetzt, im Alter von 51 Jahren, wird mir klar, wie wenig Zeit vergangen war. Natürlich habe ich keine persönlichen Erinnerungen oder Erfahrungen aus der Kriegszeit, aber mein Leben wurde von denen beeinflusst, die gelitten hatten. Es ist wichtig, die Erinnerungen und die Debatte lebendig zu halten, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Aus diesem Grund habe ich diesen Text geschrieben. Weiterlesen

Zivile Lösungen für Syrien: Aktionskonferenz in Köln

Aktionskonferenz "Zivile Lösungen für Syrien", 13.05.2017 in Köln. Foto: Friedenskooperative

Aktionskonferenz „Zivile Lösungen für Syrien“, 13.05.2017 in Köln. Foto: Friedenskooperative

Die Aktionskonferenz „Zivile Lösungen für Syrien – Was können wir als Friedensbewegung tun?“ am 13. Mai 2017 in Köln richtete ihr Augenmerk auf die Zivilgesellschaft in Syrien sowie auf die politisch Verantwortlichen in Deutschland. Ziel der Konferenz war es, der militärischen Logik mit einer friedenspolitischen Logik zu widersprechen. Die militärische Sicherheitslogik sieht überall Bedrohungen durch politische Gegner, Terrorismus und Fluchtbewegungen und will diesen „Gefahren“ für Wohlstand und Sicherheit mit immer mehr Rüstung und immer neuen Kriegen begegnen. Friedenslogik hält Ausschau nach präventiven Möglichkeiten, Konflikten zu begegnen, sucht nach Dialog und Kompromiss und sieht die Chancen, die auch in schwierigen Konstellationen liegen, wie z.B. der Ankunft sehr vieler Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Weiterlesen

Die rechtliche und sprachliche Ausgrenzung Asylsuchender: Asylrechtsverschärfungen und Entmenschlichung

Flüchtlingslager in Slavonski Brod, Kroatien. Foto: Conrad Matthes/IPPNW

Slavonski Brod, Kroatien. Foto: Conrad Matthes/IPPNW

Anlass für diesen Beitrag war die mehrfache Verschärfung des Asylrechts im letzten halben Jahr, der zunehmend legislativ implementierte Bruch internationalen Rechts in Europa, sowie das Erstarken rechtsnationaler und faschistischer Parteien und Argumentationen in Europa. Dazu kommen eigene Erlebnisse des letzten Jahres. Im Winter bin ich, wie viele tausend andere in viel größerem Maße, den Menschen die in Europa in verschiedenen auf der Flucht sind, mit solidarischer Hilfe begegnet. Freunde von mir haben als sogenannte „Flüchtlinge“ die Grenzen Europas überwunden. Sie wurden dazu gezwungen, weil sie woanders geboren wurden. Weiterlesen

20 Jahre Brücken der Verständigung – ein Friedensprojekt der IPPNW Würzburg

Brücken der Verständigung: Ausflug nach Bamberg. Foto: IPPNW

Brücken der Verständigung: Ausflug nach Bamberg. Foto: IPPNW

Zum 20. Mal durfte die IPPNW-Gruppe Würzburg dieses Jahr sieben Medizinstudierende aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens für einen Monat in Würzburg willkommen heißen. Ziel des Programms ist das Zusammentreffen junger Menschen der verschiedenen Ethnien und Nationalitäten des Westbalkans auf neutralem Grund – um Kontakte und Freundschaften entstehen zu lassen und nachhaltig den Friedensprozess dieser Region zu fördern. Ein Bericht über intensive vier Wochen, tiefsitzende Konflikte und einen bereichernden Austausch.

Sie kommen aus Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien und Serbien – Andrea, Nizar, Floran, Marija, Gent, Ivana und Zorica repräsentieren jeweils eines der Länder oder eine der großen Bevölkerungsgruppen des Westbalkans. Als junge Medizinstudierende engagieren sie sich in den lokalen IPPNW-Gruppen oder haben das Ziel, eine Gruppe in ihrer Stadt zu gründen. Weiterlesen