Eine Zukunft ohne Atomwaffen

Gruppenbild der Teilnehmer*innen des IPPNW-Weltkongress 2025 in Nagasaki, Japan4. Oktober 2025, Tag 3 des IPPNW Weltkongresses in Nagasaki

Lost in translation in Nagasaki? So geht es uns häufig hier in Japan und nicht immer hilft dann die Sprach-App weiter. Aber dank der großen Freundlichkeit und Gastfreundschaft, die uns hier entgegengebracht wird, lassen sich alle Probleme schnell lösen. Noch beschwingt von der Dinner-Party am Vorabend mit dem Beisammensein und vielen guten Gesprächen mit Menschen aus aller Welt machen wir uns auf zum dritten Kongresstag. Es nieselt etwas, aber es ist warm, ein Stück verlängerter Sommer, der zu Hause schon zu Ende war.

Zentrales Thema auf der heutigen Plenarsitzung ist die atomare Bedrohung im Asiatisch-Pazifischen Raum. Insgesamt ist das atomare Risiko durch die Atommächte Nordkorea, USA, China, Russland, Indien und Pakistan in dieser Weltgegend gestiegen. Tausende Kilometer von Europa und dem Ukrainekrieg entfernt, erleben wir hier einen ganz anderen Blickwinkel auf die Konflikte der Welt. Weiterlesen

Interkulturelle Räume schaffen: Bericht aus der Studierendenarbeit

Rückblick auf den IPPNW-PMSA Hackathon im Juli 2025

Im Juli 2025 konnten wir gemeinsam mit der Palestine Medical Students’ Association (PMSA) einen viertägigen Online-Hackathon organisieren, ein intensives, bereicherndes Projekt, das aus dem Wunsch entstand, das Refugee Camp Project (ReCap) nach einer Pause wiederzubeleben. ReCap, das ursprünglich als Präsenzprojekt in der Westbank stattfindet, ermöglicht seit Jahren den internationalen Austausch von Medizinstudierenden und schafft Raum für Begegnung, Lernen und Solidarität. Durch den Kontakt über Anne Jurema und die bisherigen ReCap-Organisator*innen kamen wir mit Areej Milhem, der aktuellen ReCap-Koordinatorin der PMSA, in Verbindung und begannen gemeinsam, dieses neue digitale Format zu entwickeln. Weiterlesen

WHO befasst sich mit Folgen eines Atomkrieges

Foto: KI generiert / www.freepik.com

Besorgt über die wachsende nukleare Bedrohung prüft die WHO die gesundheitlichen Auswirkungen eines Atomkriegs

In der durch den anhaltenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die israelische Aggression gegen den Gazastreifen stark angespannten Stimmung ist die Angst groß vor dem Einsatz von Atomwaffen. Lange behandelten die Menschen rund um den Globus, die Notwendigkeit der Abschaffung von Atomwaffen herablassend. So beschäftigten sie sich kaum mit dem Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (AVV). Und das, obwohl der Vertrag 2017 von einer überwältigenden Mehrheit der Delegierten in der UN-Generalversammlung mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen wurde. Aber jetzt, da die Angst vor der nuklearen Bedrohung zunimmt, werden die Menschen für die Notwendigkeit nuklearer Abrüstung sensibilisiert. Gerade auch in Südasien spüren sie nach dem jüngsten kurzen Krieg zwischen Indien und Pakistan die nukleare Gefahr. Weiterlesen

Gaza: Nein zum Angriff auf das humanitäre Völkerrecht

Rote Linie für Gaza: Protest vor dem Auswaertigen Amt am 5.6.2025. Foto: IPPNWRede von Franca Brüggen und Angelika Wilmen bei der Protestaktion vor dem Auswärtigen Amt am 5. Juni 2025

Die israelische Blockade Gazas seit dem 2. März 2025 führt zu einer humanitären Katastrophe: Die Hungersnot hat inzwischen den höchsten Grad an Ernährungsknappheit erreicht. Fast alle der in Gaza lebenden Menschen sind aufgrund der fehlenden Hilfslieferungen gefährdet, an Hunger, Dehydration oder Infektionserkrankungen zu sterben. UNICEF warnt, dass alle der 335.000 Kinder unter fünf Jahren von Mangelernährung bedroht sind. Eltern kochen Gras und Blätter, um ihre Kinder irgendwie zu ernähren. Und diese Hungersnot wurde bewusst herbeigeführt. Weiterlesen