Israelische Ärzte für Menschenrechte – Medizin unter schwierigen Bedingungen

Die Open Clinic der Physicians for Human Rights (PHR), Foto: Matthias G.

Die Open Clinic der Physicians for Human Rights (PHR), Foto: Matthias G.

„We are not here to make the occupation easier, we are here to transform the situation.“ Auf unserer Reise durch Israel/Palästina sprachen wir mit Vertreter*innen der Physicians for Human Rights (PHR) in Jaffa. Die 3.000 Mitglieder von PHR Israel setzen sich für das Recht auf medizinische Versorgung ein. Die Mediziner*innen bieten humanitäre Hilfe, Beratung und Rechtsbeistand, meist ehrenamtlich. Sie halten samstags eine Tagesklinik im Westjordanland ab, das unter militärischer Besatzung steht. Auf israelischer Seite kommen Geflüchtete und Asylsuchende, die keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben, nach Jaffa in die Klinik von PHR. Weiterlesen

Eingeschlossen von Mauern

Die ehemalige Hauptstrasse von Kalkylia ist verfallen. Sie endet an der Mauer. Foto: IPPNW

Zerstörte palästinensische Häuser sahen wir während unserer ganzen Reise.
Schon am zweiten Tag wurden wir von einem israelischen Aktivisten vom Komitee gegen Hauszerstörungen (ICAHD) zwischen Jerusalem und der großen israelischen Siedlung Male Adumin auf Reste palästinensischer Häuser an Berghängen oder in der Nähe der acht Meter hohen Mauer (Wall zum Schutz der Siedler) aufmerksam gemacht. Weiterlesen

Ein kurzer Ausflug nach Ben Gurion

Ben Gurion International Airport Terminal 1

Ben Gurion International Airport Terminal 1; CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons

Palästina-Israel-Begegnungsreise: Die letzten Tage bevor es losging, galt es doch noch eine Menge vorzubereiten. Das Programm war an manchen Punkten nicht wie ursprünglich geplant zu realisieren und aufgrund der Raketenangriffe aus Gaza waren einige Teilnehmer*innen doch etwas beunruhigt. Weiterlesen

Die Mauer ist überall – 50 Jahre Besatzung

Aktion an der Mauer 2016. Foto: IPPNW

Aktion an der Mauer 2016. Foto: IPPNW

Die seit 2003 gebaute Mauer in Form von acht Meter hohen Betonblöcken – erhöht durch teilweise elektrifizierten Stacheldraht, manchmal auch ersetzt durch mehrreihige Stacheldrahtzäune, gesichert durch israelische Soldaten in Wachtürmen – grenzt nicht nur Israel entlang der etwa 200 km langen Grenze von vor 1967 von der Westbank ab. Über einer Distanz von etwa 700 km durchzieht sie die gesamte Westbank bzw. zerteilt sie in Einzelteile. Besonders im Norden, Osten und Süden Jerusalems ist die Mauer allgegenwärtig und fast immer in Sichtweite. Passierbar ist sie für Palästinenser nur mit speziellen Permissions an den schwer gesicherten Checkpoints, von denen es in der Westbank insgesamt über 500 gibt. Weiterlesen