Kriege können nur präventiv verhindert werden! Ostermarsch in Neuruppin

Peace! Foto: Alice Donovan Rouse / unsplash

Peace! Foto: Alice Donovan Rouse / unsplash

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,

mich persönlich verbindet Neuruppin mit zwei Dingen: In den 90er und Anfang der 2000er Jahren gab es rund um das damalige militärische Gelände „Bombodrom“ eine große, letztendlich erfolgreiche Bewegung gegen die Militarisierung dieser Gegend und schließlich die Umwidmung in ein ziviles Projekt. Das hat bundesweit ausgestrahlt. Dieses Erbe, nämlich, wenn die Zivilgesellschaft beharrlich zusammensteht, auch was bewirken kann, behaltet auch heute in einer weit komplizierteren Welt im Gedächtnis.

Die zweite persönliche Verbindung war vor einigen Jahren, als ich ein dreiviertel Jahr hier in der Nähe gewohnt und Neuruppin mein ärztlicher Arbeitsplatz war. Ich habe einige Einblicke in die Sozialstruktur Eurer Stadt bekommen, die mich tief beeindruckt hat. Weiterlesen

Leben wir in einem sicheren Klima für den Frieden?

Hitze und unberechenbare Regenzeiten verschärfen die Dürre in Ländern wie dem Niger. Foto: WHO, Marko Kokic

Die gegenwärtige Covid-19 Pandemie ist höchstwahrscheinlich das bestimmende Merkmal dieses Jahres und möglicherweise sogar des gesamten Jahrzehnts. Sie überschattet jedoch einige grundlegende Herausforderungen, welche die vergangenen und zukünftigen Jahre der Menschheit mindestens genauso hätten prägen sollen. Leider wurden diese entscheidenden Themen viel zu oft vernachlässigt, so z.B. die Gleichstellung der Geschlechter, die menschliche Sicherheit, aber auch (und ganz wesentlich) der Klimawandel. Dieser hat und wird weiterhin katastrophale Folgen für den Mensch sowie die Natur haben. Weiterlesen

Klimakatastrophe und imperiale Lebensweise

Plastikmüll in Norwegen bei Tromsö, Foto: Bo Eide, Creative Commons

Seit etwa 500 Jahren hat der Mensch die Erde massiv umgestaltet – in immer schnellerem Tempo, in immer größerem Ausmaß und mit immer schwerer wiegenden Folgen. Man hat dieses Geschehen auch „Globalisierung“ genannt – es beruht im Kern darauf, dass einige wenige sich gute Lebensbedingungen sichern, die nur deshalb zustande kommen, weil eine wachsende Zahl anderer Menschen in Not und Elend leben müssen. Dies gilt auch für die Ökologie: Der Zugang zu sauberen Wasser und zu sanitären Anlagen ist für die meisten von uns in Deutschland selbstverständlich – für die meisten anderen im Rest der Welt aber gerade nicht. Diese Menschen werden auch von den Folgen des Klimawandels besonders hart getroffen. Diese „imperiale Lebensweise“, zu deren Konsequenzen auch die Klimakatastrophe gehört, ist auf Dauer nicht hinnehmbar. Weiterlesen