Ein Samenkorn pflanzen: Medical Peace Work Studierenden in Afrika vorgestellt

Medical Peace Work-Workshop in Kenia mit Studierenden aus Kenia, Tansania, Nigeria, Sambia und Liberia

Medical Peace Work-Workshop in Kenia mit Medizinstudierenden aus Kenia, Tansania, Nigeria, Sambia und Liberia

Als Ärztinnen und Ärzte einer Gesellschaft sind wir dazu berufen mehr zu sein als Gesundheitsarbeiter. Wenn wir nach den höchsten Idealen unseres Berufes leben wollen, sollten wir uns mit Politik und den sozialen Aspekten unserer Gesellschaft beschäftigen. Dies wurde von Rudolf Virchow in seiner berühmten Stellungnahme „Medizin ist eine Sozialwissenschaft – und Politik ist nichts als Medizin im Großen“ wunderbar beschrieben. Weiterlesen

Konnichiwa vom internationalen IPPNW-Studierendenkongress

Timothy Moore-Schmeil, IPPNW-Studierendensprecher für Deutschland

Timothy Moore-Schmeil, IPPNW-Studierendensprecher für Deutschland

Konnichiwa!
Nach zwei spannenden Tagen endete am letzten Donnerstag mit dem Start des Weltkongresses der internationale IPPNW-Studierendenkongress, welcher alle zwei Jahre vor dem Hauptkongress stattfindet. Die vielen anderen engagierten Medizinstudierende aus allen Kontinenten der Welt in Japan kennenzulernen oder wiederzusehen, ist eine der motivierendsten und schönsten Erfahrungen meines Studiums. Weiterlesen

Auf nach Hiroshima

Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW

Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW

In Kürze beginnt der 20. IPPNW-Weltkongress in Hiroshima. Die ersten Vertreter der zwölfköpfigen Delegation von Ärzten und Ärztinnen fliegen bereits am Wochenende nach Japan. Dort erwarten uns ein vollgepacktes Programm und ein schwül-heißes Klima. Das hat den 35 jungen Ärzten und Ärztinnen aus aller Welt bei ihrer Radtour von Nagasaki nach Hiroshima ganz schön zu schaffen gemacht. Die Radler werden voraussichtlich bereits am kommenden Montag in Hiroshima ankommen und dort vom Bürgermeister im Empfang genommen. Sie haben in der Hitze viele Kilometer absolviert, Berge erklommen und sich nebenbei noch über den geplanten Neubau eines Atomkraftwerks in Kaminoseki informiert, mit Politikern und Medienvertretern getroffen und Papierkraniche gefaltet.

Am Dienstag treffen sich dann Anti-Atomwaffen-Aktivisten aus aller Welt, um am historischen Ort über die Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen zu beraten. Einen Tag später startet der Studierendenkongress, bei dem die Ärztin Dr. Eva-Maria Schwienhorst einen Workshop zur ärztlichen Friedensarbeit (Medical Peace Work) halten und Katja Göbbels über gewaltfreie Kommunikation referieren wird. Am Donnerstag beginnt der eigentliche Weltkongress. Besonders interessant wird das Plenum über die gesundheitlichen Folgen von Fukushima. Auch die Debatte über die zivile Nutzung von Atomenergie mit den japanischen Kollegen und Kolleginnen erwarten wir mit Spannung. Die deutsche IPPNW hat zum Weltkongress mehrere Workshops angemeldet, unter anderem zu den Themen Niedrigstrahlung, erneuerbare Energien, zu Uranmunition sowie einen Workshop zum umstrittenen UN-Konzept der „Responsibility to Protect“.

Im Anschluss an den Kongress reist ein Teil der Delegation weiter nach Tokio, wo wir uns mit Vertretern von Anti-Atom-Initiativen und Ärzten treffen und ein Symposium zu den gesundheitlichen Folgen von Fukushima besuchen wollen. Dann fährt eine kleinere Gruppe weiter in die Präfektur Fukushima. Hier besuchen die Mediziner Gesundheitseinrichtungen und reden mit Betroffenen und Ärzten. Auf einer Pressekonferenz in Tokio werden sie der japanischen Öffentlichkeit über ihre Erfahrungen berichten.

Wir hoffen, unsere Erkenntnisse über die gesundheitlichen Gefahren von Niedrigstrahlung mit möglichst vielen Menschen in Japan teilen zu können und Kontakte zu knüpfen, die über die Japanreise hinaus Bestand haben.

Wir werden Sie über die Erlebnisse unserer Reise auf dem Laufenden halten. Schauen Sie immer mal wieder auf unserem Blog vorbei. Sayonara.

Angelika Wilmen