Ein Angriff auf das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung?

"Meinungsfreiheit in Gefahr," Foto: Angela Krause

„Meinungsfreiheit in Gefahr,“ Veranstaltung am 26.6.2019 in Müchen. Foto: Angela Krause

 

Raumverbot für Veranstaltungen von BDS: Ein Bericht über den Diskussionsabend am 26. Juni 2019 in München

Es geht um den Beschluss des Münchner Stadtrats vom Dezember 2017 (wie auch in anderen Städten und vom Bundestag im Mai diesen Jahres verabschiedet), der untersagt, für Veranstaltungen oder Veranstalter öffentliche Räume zur Verfügung zu stellen, wenn diese auf „BDS“ (Boykott, Desinvestment, Sanktionen) Bezug nehmen, einen internationalen Zusammenschluss von etwa 175 vorwiegend palästinensischen Zivilorganisationen und Initiativen. Durch diese Entscheidung wurde es in München seitdem fast unmöglich, sich in öffentlichen Räumen mit der Politik des Staates Israel in den besetzten Gebieten auseinanderzusetzen und/oder über politische Lösungen des israelisch-palästinensischen Konflikts diskutieren zu wollen – ganz gleich ob Pro oder Contra in Bezug auf Positionen des BDS. Weiterlesen

AnwältInnen und ÄrztInnen haben es schwer

Das historische vierfüßige Minarett, in dessen Nähe der Präsident der Rechtsanwaltskammer Diyabarkirs Tahir Elci erschossen wurde.

Das historische vierfüßige Minarett, in dessen Nähe der Präsident der Rechtsanwaltskammer Diyabarkirs Tahir Elci erschossen wurde. Foto © IPPNW

13. März 2018: Am Vormittag haben wir die wieder zugänglichen Gebiete von Sur besucht. Auf der Hauptstraße wirkt es wie normaler Alltag. Aber schon nach wenigen Metern in die verzweigten Nebenstraßen, stoßen wir an hohe Absperrungen, dahinter sehen wir die zerstörten Gebiete, leere Flächen und Bauschutt. Das historische vierfüßige Minarett, in dessen Nähe am 28.11.2015 der Präsident der Rechtsanwaltskammer Diyabarkirs Tahir Elci erschossen wurde, ist unübersehbar mit riesigen türkischen Flaggen behängt. Weiterlesen