Syrien: Die „rote Linie“ ist erreicht!

Christoph Krämer, IPPNW-AK “Süd-Nord”

Christoph Krämer, IPPNW-Arbeitskreis „Süd-Nord“

Seit Wochen ertrage ich immer weniger das Verfolgen der Nachrichten und Fernsehbeiträge zu Syrien: Das ständige Drängen auf Krieg auf fast allen Kanälen – verbrämt mit einer Rhetorik, der man sich kaum entziehen kann, wenn man sie ohne beständige Abwehr auf sich einwirken lässt: Der massenhafte Mord an Männern, Frauen und Kindern verlange eine „klare Antwort“ der internationalen Gemeinschaft. Natürlich verlangt so ein Verbrechen, verlangt der Einsatz von Massenvernichtungsmitteln eine klare Antwort, und auch Konsequenzen – was denn sonst!
Entscheidend aber sind die Fragen, die in den Politiker-Statements nie diskutiert werden – und von den JournalistInnen, die diese Statements vielfach mit dramatischem Tremolo in der Stimme kolportieren, viel zu wenig: Hat der Einsatz von Giftgas tatsächlich stattgefunden? Vieles spricht dafür, sicher. Warum aber wurden zur Klärung dieser Frage UN-Inspektoren eingesetzt, wenn deren Antwort gar nicht erst abgewartet wird?

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