Fernab von jeder Versorgung: Flüchtlingshilfe an den Grenzen von Serbien, Ungarn und Kroatien

Belgrad: HelferInnen verteilen im Park Suppe an Flüchtlinge. Foto: Franziska Pilz

Belgrad: HelferInnen verteilen im Park Suppe an Flüchtlinge. Foto: Franziska Pilz

Als ich aus der Bahn ausstieg und in Richtung Busbahnhof lief, traute ich meinen Augen kaum. Im Park neben dem Bahnhof waren Menschen über Menschen. Sie lagen und saßen auf dem bloßen Boden, manche hatten Decken, andere nicht. Ich begriff, dass es Geflüchtete waren, auf dem Weg nach Deutschland, oder wo immer sie einen sicheren Ort fänden. Es gab keine Zelte, keine Toiletten. Ich sah auch niemanden, der Essen verteilte. Keine Organisation schien vor Ort zu sein und zu helfen. Ich beschloss, dass ich etwas tun musste – vielleicht konnte dies mein Sozialprojekt werden?

Im August begann mein f&e in Belgrad mit meiner Famulatur im Clinical Center und es war noch nicht klar, was ich im zweiten Monat machen würde. Ich hatte  keine Ahnung, dass die Stadt zu dem Zeitpunkt Hot Spot der sogenannten Balkanroute für Geflüchtete war, die hauptsächlich aus  Syrien, Afghanistan und Irak kamen. Nun war ich mitten im Geschehen. Weiterlesen

Den Frieden leben: Das Welttreffen der NobelpreisträgerInnen

Tawakkol Karman und Dr Shirin Ebadi auf dem Weltkongress der Friedensnobelpreisträger

„Schiiten und Sunniten, wir sind alle nur Menschen, da machen wir keine Unterschiede.“ Tawakkol Karman und Dr. Shirin Ebadi auf dem Nobelpreisträgertreffen in Rom. / Foto: Noah Ayadi

Vom 11.-14. Dezember 2014 fand in Rom der 14. Weltkongress der Friedensnobelpreisträger mit dem Thema „Peace. Living it!“ statt. Da die IPPNW 1985 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, gab es für Studierende der IPPNW die Möglichkeit, daran teilzunehmen und in Podiumsdiskussionen und Workshops mit den NobellaureatInnen über eine friedlichere Welt zu diskutieren. Der Kongress hätte ursprünglich in Südafrika stattfinden sollen, aber nachdem die südafrikanische Regierung dem Dalai Lama auf Drängen von China kein Visum erteilt hatte, wurde der Kongress nach Rom verlegt. Dort kamen mehrere hundert Menschen zusammen: Nobelpreisträger, Mitglieder der Preisträgerorganisationen, RegierungsvertreterInnen, Studierende, SchülerInnen und natürlich VertreterInnen der Presse.
Weiterlesen

Gesundheit als Wirtschaftsgut

IPPNW-Global Health Summer School 2014

IPPNW-Global Health Summer School 2014

Bei der vierten Global Health Summer School „From the Power of the Markets to the Health of the People“ vom 14.–20. September 2014 in Berlin ging es um die Privatisierung von Gesundheit, die marktgerechte Restrukturierung des Gesundheitssektors, die sich in einer „Medikalisierung“ des Lebens und einer Kommerzialisierung von Gesundheit äußert. Besorgniserregend ist dabei, dass durch die Entstehung einer regelrechten Industrie Gesundheit von einem öffentlichen Gut und Menschenrecht immer mehr zum Wirtschaftsgut wird. Und somit Profitinteressen an die Stelle einer sozialen Verantwortung rücken. Organisatoren der Summer School und der anschließenden Konferenz „Corporate Capture of Health – a Threat to Science and Democracy?“ waren die IPPNW und die Charité Universitätsmedizin Berlin. Weiterlesen

Next generation

Frederik Holz ist Studierendensprecher der deutschen Sektion der IPPNW.

Frederik Holz ist Studierendensprecher der deutschen Sektion der IPPNW.

Nach der „Nacht der Kulturen“, die uns einen guten Überblick über die vielfältige Landkarte der Speisen und (vor allem) Getränke unserer Kulturen und Völker gab – und bei einigen sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat – kamen nicht mehr alle vollkommen ausgeschlafen zur Präsentation der IPPNW-Biketour durch Kasachstan am zweiten Tage des IPPNW-Studierendenkongresses. Weiterlesen