Nuclearisation of Africa: Der erste Konferenztag

Radioaktive Tailings. Foto: Dörte Siedentopf / IPPNW

Radioaktive Tailings. Foto: Dörte Siedentopf / IPPNW

Wenige Tage nach der Katastrophe von Fukushima hatten 2011 erste Gespräche des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma mit Russland stattgefunden, bei denen es um den Bau von sechs Atomreaktoren in Südafrika ging. Wer den Zuschlag bekommt, ist auch jetzt noch nicht entschieden, aber es wird an ein Modell nach dem Motto „Build, Own, Operate“ gedacht. Für 20 Jahre wird der Preis für die Kilowattstunde von den Erbauern festgelegt.
Wer befürwortet diesen Plan in einem Land, in dem gegenwärtig fünf Millionen Haushalte ohne Elektrizität leben  müssen? Der Präsident und sein Umfeld, das Energieministerium und die Atomlobby weltweit. Weiterlesen

Inspiration für unser Engagement

Der IPPNW-Weltkongress 2014 fand im Unabhängigkeitspalast in Astana, Kasachstan statt

Der IPPNW-Weltkongress 2014 fand im Unabhängigkeitspalast in Astana, Kasachstan statt.

Der IPPNW-Weltkongress 2014 ist gerade zu Ende gegangen. Auf einer feierlichen Abschlussveranstaltung dankte IPPNW-Ko-Präsident Vladimir Garkavenko den kasachischen OrganisatorInnen und der IPPNW-Geschäftsstelle in Boston für ihre unermüdliche Arbeit, die dieses wichtige Treffen überhaupt erst möglich gemacht hat. Vorausgegangen war eine bunte Multimedia-Show, die Schlaglichter auf die wichtigsten und inspirierendsten Projekte und Entwicklungen in unserer weltweiten Organisation warf: die großen Erfolge und noch größeren Pläne der „International Campaign to Abolish Nuclear Weapons“ (ICAN), das Rekrutierungs- und Informationsprogramm „Medical Peace Work“, die Aktivitäten gegen Uranbergbau, neue Sektionen wie in Costa Rica oder Kasachstan und Studierendenprojekte wie das finnisch-nigerianische Radioprojekt gegen Kleinwaffengewalt oder Pläne zur Besteigung des Kilimandscharo, um gegen Uranbergbau und Atomwaffen zu protestieren. Aber auch die IPPNW-Fahrradtouren in aller Welt, das Vorhaben, als bleibendes Vermächtnis ein IPPNW-Haus in Boston zu kaufen (Peace House) und die Aktivitäten der südasiatischen Sektionen zur Abschaffung aller Atomwaffen in ihrer Region wurden gewürdigt und gefeiert. Abschließend kamen noch einmal all die AktivistInnen auf die Bühne, die in den letzten zwei Jahren eine so große Rolle darin gespielt haben, unsere Organisation voranzubringen und unserem Ziel einer gesünderen, friedlicheren Welt näher zu kommen. Alles in allem also ein bewegendes und vor allem motivierendes Ende des Weltkongresses. Morgen geht es noch mit der gesamten Gruppe zum Atomwaffentestgelände von Semipalatinsk, das 1991 von Kasachstan geschlossen wurde, nachdem die Sowjetunion dort mehr als 450 Atomwaffen detoniert hatte. Mehr davon morgen …

Dr. Alex Rosen ist stellvertretender Vorsitzender der deutschen Sektion der IPPNW.

Katastrophale humanitäre Folgen

IPPNW-Weltkongress 2014 in Astana, Eröffnungsveranstaltung. Foto: Asrar Ahmad Kichloo

IPPNW-Weltkongress 2014 in Astana, Eröffnungsveranstaltung. Foto: Asrar Ahmad Kichloo

Heute begann in der kasachischen Hauptstadt Astana der 21. Weltkongress der IPPNW. Mit knapp 20 TeilnehmerInnen ist die deutsche IPPNW auf dem Kongress gut vertreten – nur die kasachische, indische und japanische Delegation sind dieses Mal größer. In der Eröffnungszeremonie sprachen neben dem Vertreter der kasachischen IPPNW und einem Minister der kasachischen Regierung auch Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes und Dr. Lars Pohlmeier als Vorsitzender des internationalen IPPNW-Vorstands. Jevgeni Chazov, einer der beiden Gründer der IPPNW, und Friedensnobelpreisträger Oscar Arias ließen sich per Video dazuschalten. Weiterlesen

Das Uran muss in der Erde bleiben

Exkursion in die Region Bahi, nördlich der Hauptstadt Dodoma, wo an zahlreichen Stellen Uranerze entdeckt worden. Seit einiger Zeit läuft dort die Erkundung, ob ein Abbau möglich ist.

Exkursion in die Region Bahi, nördlich der Hauptstadt Dodoma, wo an zahlreichen Stellen Uranerze entdeckt worden. Seit einiger Zeit läuft dort die Erkundung, ob ein Abbau möglich ist.

Weltweit sind Konzerne und Investoren unterwegs, um neue Rohstoffquellen zu finden und zu erschließen. Auch das für die Atomenergie so wichtige Uran steht auf der Liste und in immer mehr Ländern werden sie fündig: Mali, Grönland, die Mongolei und auch Tansania gehören zu diesen Ländern, in denen künftig Uranbergbau betrieben werden soll. Noch besteht in diesen Ländern die Chance, den extrem umwelt- und gesundheitsschädlichen Uranabbau zu verhindern und damit ein Zeichen für den Ausstieg aus der Atomenergie zu setzen. Anfang Oktober 2013 fand deshalb zur Unterstützung in Tansania eine Internationale Konferenz über die Umwelt- und Gesundheitsrisiken statt. Die AktivistInnen und Fachleute aus rund 15 Ländern besuchten örtliche Initiativen in der Nähe der Hauptstadt Dodoma, wo derzeit Uranfelder erkundet werden. In Dar Es Salaam fand im Anschluss eine Fachkonferenz statt. Weiterlesen