Vom Erfolg der Mission überzeugt

Nun geht es morgen endlich los – vier Tage Verspätung. Die Verfrachtung der viele Tonnen fassenden Güter in Istanbul und Athen dauerte länger und war schwieriger als vorausgesehen. Die Schiffe haben gestern Athen verlassen und werden Freitagnachmittag am vereinbarten Treffpunkt sein, wo dann auch die „Rachel Corrie“ aus Irland zu uns stoßen wird. Da wir die schnellsten Schiffe von Hagios Nikolaos haben, können wir uns noch eine Nacht in Hotelbetten leisten. Dann aber geht es los, jeweils ca. 15 Personen auf Challenger I und II. Auf der Höhe von Zypern werden wir weitere Passagiere aufnehmen, Zypern selbst aber nicht anlaufen.

Gestern hat uns die ägyptische Regierung die Erlaubnis erteilt, einen ägyptischen Hafen anzulaufen, wenn uns die israelische Marine die Zufahrt nach Gaza versperrt.Von dort aus können wir dann die Güter über Rafah nach Gaza bringen.

Da wir israelische Hoheitsgewässer nicht berühren werden und der Gaza-Streifen nach Ansicht der Israelischen Regierung kein besetztes Territorium ist, hat die israelische Marine kein Recht, uns an unserer Route zu hindern und den Hafen von Gaza abzusperren. Die israelische Regierung wird sich also äußerst schwer tun, ein eventuelles Eingreifen gegenüber der internationalen Öffentlichkeit zu rechtfertigen, denn wir transportieren ausschließlich humanitäre Güter zum Wiederaufbau, zur medizinischen Versorgung sowie für den schulischen Unterricht.

Trotz der vielen Verschiebungen hat bisher niemand die Flottille verlassen, was dafür spricht, dass alle vom Erfolg dieser Mission überzeugt ist.