Freiheit für Abdullah Öcalan – Politische Lösung der kurdischen Frage

Foto: IPPNW

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Internationale Konferenz in Rom am 11. und 12.04.2025

Über 300 Delegierte aus 16 Ländern, u.a. aus Argentinien, Mali und Südafrika, trafen sich (zum Teil digital) in Rom um über den Verlauf der Kampagne in den verschiedenen Ländern zu informieren.

Die Delegierten sind Gewerkschafter*innen, Jurist*innen, Politiker*innen, Menschenrechtler*innen,  kurdische Aktivist*innen und eine italienisch-deutsche Antifa Jugendgruppe. Dazu eine Delegation der DEM-Partei aus der Türkei und eine Sprecherin der Autonomieverwaltung Nord- und Ost Syrien. Im Mittelpunkt stand der aktuelle Aufruf Öcalans für Frieden und eine demokratische Gesellschaft vom 27. Februar 2025. Weiterlesen

Ökologiebewegung: Besuch in Hasankeyf und auf einem Ökohof

Hasankeyf (2018)

Das antike Hasankeyf: Die 12.000 Jahre alte Ansiedlung auf Tuffsteinfelsen direkt am Tigris trägt die archäologischen Schichten vieler Kulturen und Völker. Ihre Umgebung ist geprägt von Höhlenwohnungen. Für einige alte und neue Mitreisende ist sie „die schönste Stadt der Welt“. Zumindest bis zu ihrer Flutung im Jahr 2019 durch die großen staatlichen Staudammprojekte. Bei unserem Besuch begleitet uns Ridwan, ein Aktivist der örtlichen Umweltbewegung. Er wurde 1962 einer der Höhlenwohnungen geboren, verbrachte dort seine ersten Jahre mit Eltern und fünf Geschwistern. Trotz materieller Armut beschreibt er das naturnahe, gemeinschaftliche Leben dort als reich und sinnstiftend. Die fruchtbare Flusslandschaft habe den Menschen ein Auskommen gegeben.

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“Wir brauchen eine zivile Verfassung, die gutes Zusammenleben ermöglicht”

Newroz 2025. Foto: Xenion e.V.

Zur Verhaftung von Ekrem İmamoğlu und zur aktuellen Imrali-Initiative

Mit Blick auf die aktuelle Inhaftierung des Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem İmamoğlu hoffen unsere Gesprächspartner*innen, ihre Stadt möge von erneuter Zwangsverwaltung zumindest noch länger verschont bleiben. Auch sie müssten jedoch parallel zu ihren langfristigen Sozial- und Infrastrukturprojekten weiterhin Sozialhilfe auszahlen, damit die Gesellschaft „nicht ganz zusammenbricht“. Weiterlesen

Zu Besuch in Van, Batman und Diyarbakir

Mahmut Kacan, der ehemalige Vorsitzende der Anwaltskammer von Van, äußert sich zurückhaltend zu den Imrali-Gesprächen. Er hält das Vorgehen der Regierung für intransparent und sieht unter den gegenwärtigen Bedingungen staatlicher Repression keine Basis für einen kurdischen Gesellschaftskongress. Dieser sei aber in einer grundlegenden Frage wie der Aufgabe des bewaffneten Kampfes notwendig und werde auch von Abdullah Öcalan gefordert. Wie soll über Rojava verhandelt werden, solange dort ein Angriffskrieg geführt wird? Erst am 17. März 2025 seien dort sieben Menschen – eine ganze Familie mit fünf Kindern – durch eine nachweislich türkische Drohne getötet worden. Weiterlesen